Geschäftsaussichten 2014: Gute Perspektiven für Automobilzulieferer

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Geschäftsaussichten 2014: Gute Perspektiven für Automobilzulieferer

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Die mittelständisch geprägte Automobilzulieferindustrie in Deutschland geht mit Optimismus in das Geschäftsjahr 2014.

Viele deutsche Mittelständler in der Automobilzulieferindustrie bewerten ihre Geschäftsaussichten gut. Doch einige sehen auch deutliche Risiken für die Wettbewerbsstärke Deutschlands.

Die mittelständisch geprägte Automobilzulieferindustrie in Deutschland geht mit Optimismus in das Geschäftsjahr 2014. Grund dafür dürfte der Erfolg im vergangenen Jahr sein. Doch es gibt auch Risikofaktoren, die zu echten Wettbewerbsproblemen für den Standort Deutschland führen könnten. Ergeben hat das eine Befragung des Center of Automotive Management (CAM) aus Bergisch Gladbach. 129 mittelständische Automobilzulieferer mit bis zu 1000 Mitarbeitern wurden befragt.

Demnach bewerten 60 Prozent der Führungskräfte die diesjährigen Geschäftsaussichten im Automobilbereich als "gut" oder sogar "sehr gut", die Erwartungen sind also noch um drei Prozent höher als für 2013. Kritische Stimmen gibt es deutlich weniger. Lediglich sechs Prozent gehen von einer "schlechten" oder "sehr schlechten" Umsatzentwicklung aus. Immerhin 24 Prozent bewerten die Aussichten als "befriedigend".

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Interessante Unterschiede liefert die Betrachtung des internationalen Engagements der Mittelständler. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der befragten Unternehmen ist bereits mit Produktionsanlagen im Ausland vertreten, etwa 14 Prozent beziffert seine Mitarbeiterzahl im Ausland höher als die inländische. Und der Internationalisierungsgrad hat offensichtlich Auswirkungen auf die Bewertung der Geschäftsaussichten: 72 Prozent der "internationalisierten" Autozulieferer gehen mit Zuversicht in das neue Jahr, bei den Unternehmen, die ihren Fokus auf Deutschland legen, sind es nur 58 Prozent.

Auslandsengagement immer wichtiger

Studienleiter Stefan Bratzel weiß, wieso: "Aufgrund des stagnierenden europäischen Automobilmarktes und der zunehmend globalisierten Produktionsstrukturen der Hersteller wird ein Auslandsengagement für die mittelständischen Automobilzulieferer immer wichtiger." Weitere Gründe für eine internationale Expansion sind laut der Studie Wachstumschancen (73 Prozent) und Kundenwünsche (70 Prozent). Die wichtigsten potenzielle Expansionsmärkte verorten die befragten Führungskräfte in den Regionen Russland, NAFTA (USA, Kanada, Mexico) und China.

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Die Internationalisierung wird jedoch auch von akuten Problemen der inländischen Produktion gefördert. 91 Prozent der antwortenden Automobilunternehmen stimmen der Aussage uneingeschränkt oder "bedingt" zu, dass die rasant steigenden Energiepreise in Deutschland zu einem ernstzunehmenden Wettbewerbsproblem geworden sind. Immer noch 83 Prozent sind der Ansicht, die Steuern und Abgaben in der Bundesrepublik sollten deutlich gesenkt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu erhalten. Auch die im internationalen Vergleich horrenden Lohnkosten sollten nach Ansicht von drei Vierteln der Befragten gesenkt werden, um Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.

"Für die Unternehmen wird es immer schwerer, die Kostennachteile am Standort Deutschland in einem harten internationalen Kostenwettbewerb durch Produktivitätsverbesserungen auszugleichen. Die Gefahr besteht, dass in Deutschland mittelfristig Arbeitsplätze von Zulieferunternehmen verloren gehen und Produktion verlagert wird, zumal im Ausland auch die größten Wachstumschancen liegen", fasst Bratzel zusammen.

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