Volvo verdient prächtig an Benzin und Diesel

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Gewinn steigt: Volvo verdient prächtig an Benzin und Diesel

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Volvo hat im ersten Halbjahr über 20 Prozent mehr verdient.

von Sebastian Schaal und Simon Book

Volvo hat im ersten Halbjahr seinen Gewinn um mehr als ein Fünftel gesteigert – getrieben von guten Geschäften mit Verbrennungsmotoren. Kann Volvo auch weiter wachsen, wenn der selbst verordnete Elektro-Zwang kommt?

Einzig der amerikanische Markt dürfte Volvo-Chef Håkan Samuelsson derzeit Sorgen bereiten. Wegen Lieferengpässen, wie man in der Unternehmenszentrale in Göteborg betont, sei der Absatz jenseits des Atlantiks im ersten Halbjahr 2017 um 4,9 Prozent gesunken. Im Rest der Welt läuft es aber sehr gut für Samuelsson: Dank guter Geschäfte in Europa (+6,6 Prozent beim Absatz) und China (+22,6 Prozent in der Region Asia-Pacific) hat Volvo in den ersten sechs Monaten gut ein Fünftel mehr verdient.

Der schwedische Autohersteller, der seit 2010 zum chinesischen Geely-Konzern gehört, erwirtschaftete einen Betriebsgewinn von umgerechnet 712 Millionen Euro (6,8 Milliarden schwedische Kronen SEK). Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren es noch 587 Millionen Euro (5,6 Milliarden Kronen).

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Die Schweden konnten auch beim Absatz zulegen: In den ersten sechs Monaten gingen laut dem Unternehmen 277.000 neue Volvos an die Kunden – ein Plus von 8,2 Prozent. Damit sieht sich Volvo auf Kurs für das vierte Rekordjahr in Folge. „Wir können starke Gewinne für einen Zeitraum vermelden, in dem wir weiter in unsere Transformation investiert haben“, sagt Samuelsson laut der Pressemitteilung. „Unser Schwung hält an.“

Motoren-Pläne Volvos Flucht nach vorne

Die Schweden wollen ab 2019 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr entwickeln. Das ist der PR-Coup des Jahres. Aber ist es auch mehr als das? Ein Besuch in der Volvo-Welt.

Hakan Samuelsson, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Volvo Car Corporation Quelle: dpa

An der Absatzsteigerung seiner Autos verdient Volvo auch gut. Der Umsatz legte in den ersten sechs Monaten von 8,82 Milliarden Euro auf 10,38 Milliarden Euro zu. Volvo erzielte damit eine Umsatzrendite von 6,8 Prozent – im Vergleich zu 6,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Damit liegt Volvo bei der Marge etwas unterhalb der deutschen Premium-Konkurrenz wie Mercedes-Benz und BMW.

Das große Aber: Abgesehen von sündhaft teuren Plug-in-Hybriden als Topmodell der Baureihen basieren die guten Halbjahreszahlen vor allem auf dem Erfolg von großen SUV und Kombis mit Benziner oder Diesel.

Volvo hatte in den vergangenen Jahren viel Geld in die Kompletterneuerung seines Modellangebots gesteckt. Die Schweden sind gerade noch dabei, ihre Kern-Baureihen der 60er- und 90er-Modelle auf einen gemeinsamen Baukasten umzustellen. Später folgen dann die Kompakt-Modelle, die künftig auf einer gemeinsamen Plattform mit der Konzernmutter Geely entstehen sollen. Erster Vertreter wird hier im Herbst der Volvo XC40, das erste Kompakt-SUV der Marke. Von dem Modell erhoffen sich die Schweden weitere Impulse, da man damit in einem der wachstumsstärksten Fahrzeugsegmente überhaupt vertreten sei.

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