Gewinnsprung bei BMW: Reithofer verabschiedet sich mit guten Zahlen

Gewinnsprung bei BMW: Reithofer verabschiedet sich mit guten Zahlen

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Noch-BMW-Chef Reithofer: Auf der Hauptversammlung wechselt er an die Spitze des Aufsichtsrats.

Kommende Woche übergibt BMW-Chef Norbert Reithofer das Zepter an Harald Krüger. Zum Abschied stellte der scheidende Konzernchef nochmals gute Zahlen vor: BMW ist mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet.

BMW-Chef Norbert Reithofer verabschiedet sich mit einem weiteren Rekordquartal von der Konzernspitze. Der Münchner Autobauer steigerte im ersten Vierteljahr den Gewinn vor Steuern überraschend stark um 5,1 Prozent auf fast 2,3 Milliarden Euro. „Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Reithofer am Mittwoch. Für 2015 bekräftigte er die Prognose, wonach das Konzernergebnis vor Steuern solide wachsen soll, gemeint sind damit fünf bis knapp zehn Prozent.

Allerdings sieht er auf seinen Nachfolger Harald Krüger, der nächste Woche die Führung des Oberklasse-Herstellers übernimmt, viele Probleme zukommen: In Russland, einst Hoffnungsmarkt, bleibe die Lage auf dem Automarkt schwierig. In China, lange Boomregion, werde das Geschäft weniger dynamisch wachsen.

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Die wichtigsten Kennzahlen des BMW-Geschäftsjahres 2014

  • Umsatz weltweit

    2014: 80,401 Milliarden Euro

    2013: 76,059 Milliarden Euro

    Quelle: BMW

  • Jahresüberschuss

    2014: 5,817 Milliarden Euro

    2013: 5,329 Milliarden Euro

  • Ebit

    2014: 8,707 Milliarden Euro

    2013: 7,893 Milliarden Euro

  • Operative Marge

    2014: keine Angabe

    2013: 9,4 Prozent

  • Auslieferungen

    2014: 2,118 Millionen Fahrzeuge

    2013: 1,964 Millionen Fahrzeuge

  • Mitarbeiter

    2014: 116.324 Angestellte

    2013: 110.351 Angestellte

  • Durchschnittlicher Listenpreis

    2014: 41.252 Euro

    2012: 40.039 Euro

    Quelle: CAR-Institut

Zudem rechnet BMW im laufenden Jahr mit weiter steigenden Personalkosten. Die Ausgaben für neue Modelle, Werke und Antriebstechnologien blieben hoch. Der Konzern sieht sich als Innovationsführer bei der Elektromobilität und hat viel Geld in die Modelle i3 und i8 gesteckt, verkauft aber davon vergleichsweise wenig Fahrzeuge.

Absatz soll „solide“ zulegen

Rückenwind für das geplante sechste Rekordjahr in Folge erhofft sich der Hersteller von 15 neuen und überarbeiteten Modellen, die im Jahresverlauf an den Start gehen sollen. Beim Absatz wird ebenfalls ein solider Zuwachs angepeilt. 2014 verkauften die Münchner 2,1 Millionen Fahrzeuge ihrer drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Auch 2015 wolle man der weltweit führende Hersteller von Premiumfahrzeugen bleiben, betonte der Konzern. Die beiden Konkurrenten Audi und Mercedes haben sich auf die Fahnen geschrieben, den Platzhirsch bis 2020 zu verdrängen.

Scheidender BMW-Chef Wie sich Norbert Reithofer ein Denkmal setzt

Mit einem Rekordgewinn verabschiedet sich Norbert Reithofer von der BMW-Spitze. Seine Entscheidungen haben diesen Erfolg erst ermöglicht – und machen seinem Nachfolger das Leben schwer.

Scheidender BMW-Chef Norbert Reithofer im Porträt Quelle: Bloomberg

Im ersten Quartal 2015 verteidigte BMW mit knapp 527.000 ausgelieferten Fahrzeugen, davon fast 452.000 der Kernmarke, seine Spitzenposition. In der Sparte Automobile schwoll der Umsatz um 14,1 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro an – allerdings nicht nur wegen des Absatzzuwachses, sondern auch wegen Währungseffekten. Im Gesamtjahr dürften die Erlöse im Kernsegment deshalb „deutlich steigen“, kündigte der Konzern an. Bislang war lediglich ein solider Umsatzanstieg erwartet worden.

Bei der zentralen Größe in der Autosparte, der Rendite, strebt BMW 2015 nach wie vor einen Wert zwischen acht und zehn Prozent an. Im Startquartal stagnierte die Marge vor Zinsen und Steuern bei 9,5 Prozent; Analysten hatten hier einen Rückgang erwartet. Die Münchner lagen bei der Rendite hinter Audi mit 9,7 Prozent, aber vor Mercedes-Benz mit 9,4 Prozent.

BMW steigerte in der Autosparte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 13,5 Prozent auf 1,794 Milliarden Euro. Auch das Geschäft mit Motorrädern und Finanzdienstleistungen warf mehr operativen Gewinn ab.

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