"Gigafactory" in der Wüste: Tesla plant Batteriefabrik in Nevada

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"Gigafactory" in der Wüste: Tesla plant Batteriefabrik in Nevada

, aktualisiert 04. September 2014, 09:22 Uhr
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Tesla-Chef Elon Musk hat sich offenbar für Nevada als Standort für seine Batteriefabrik entschieden.

Die gigantische Akku-Fabrik von Tesla-Chef Elon Musk soll Tausende Arbeitsplätze gewinnen. Mehrere Bundesstaaten wetteiferten um den Deal - das Rennen hat offenbar Nevada gemacht.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat sich offenbar für Nevada als Standort für seine neue Riesen-Akkufabrik entschieden. Zwar feile der Konzern noch an den Einzelheiten des Milliarden-Deals, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Alles deute jedoch auf den Bundesstaat als Sitz der "Gigafactory" hin. Tesla werde noch am Donnerstag dazu Stellung nehmen.

Die Regierung von Nevada kündigte für den selben Tag eine Pressekonferenz von Gouverneur Brian Sandoval zu einer "größeren wirtschaftlichen Entwicklung" an. Auch Tesla-Vertreter sollten teilnehmen, teilte die Firma mit. Einzelheiten wurden nicht genannt.

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Eine Straßensperre begrenzt den Zugang zum Tahoe Reno Industrial Center, wo die Tesla-Fabrik gebaut werden soll. Quelle: AP

Eine Straßensperre begrenzt den Zugang zum Tahoe Reno Industrial Center, wo die Tesla-Fabrik gebaut werden soll.

Bild: AP

Der US-Sender CNBC hatte zuvor unter Berufung auf Kreise der Regierung erklärt, Nevada habe Kalifornien, Arizona, Texas und New Mexiko als Standort ausgestochen. Der Wert der Investition wurde mit fünf Milliarden Dollar angegeben. Tesla will die Fabrik für Hochleistungs-Akkus 2017 eröffnen und hat dazu Panasonic mit an Bord geholt. Im Juli gab der US-Autohersteller zwar erste Baumaßnahmen in Reno bekannt. Allerdings liefen die Verhandlungen über den endgültigen Standort weiter.

Nevada hat etwa 2,8 Millionen Einwohner - weniger als Berlin - und grenzt an Kalifornien, dem Unternehmenssitz von Tesla. Die Riesenfabrik soll bis 2020 etwa 6500 Arbeitsplätze bringen.

Tesla braucht die Fabrik dringend, um die Kosten für die in den Elektroautos verbauten Batterien durch Massenproduktion zu senken. Nur so kann das Unternehmen Wagen herstellen, die sich auch die breite Bevölkerung leisten kann. Das aktuelle Tesla-Modell kostet etwa 70.000 Dollar (rund 53.300 Euro). Ab 2017 soll das „Model 3“ für 35.000 Dollar auf den Markt kommen.

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Zudem will Tesla seine Produktion mit dem riesigen Werk massiv ausweiten. Die „Gigafactory“ soll bis 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus fertigen als alle heutigen Fabriken zusammen. Bis Ende 2015 soll der Autoabsatz rund 25.000 Fahrzeuge pro Quartal erreichen. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr produzierte Tesla 20.000 Wagen, in diesem Jahr sollen es etwa 35.000 werden.

Wegen hoher Entwicklungs- und Vertriebskosten macht Tesla aber jetzt schon deutliche Verluste. Um ein profitables Geschäftsmodell mit günstigeren Elektroautos auf die Beine zu stellen, muss die Mega-Batteriefabrik ein Erfolg werden. Tesla selbst will sich laut Aussagen von Ende Juli um das Bauland und die Gebäude kümmern. Panasonic, das den Amerikanern schon heute Batterien zuliefert, wird mit der Fertigung der Batteriezellen die Hälfte der Fläche einnehmen. Den Rest sollen andere Zulieferer und Tesla besetzen, um die fertigen Batteriepacks für die Autos zusammenzubauen.

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