GM-Zündschloss-Skandal: Schlamperei-Vorwurf gegen US-Aufseher

GM-Zündschloss-Skandal: Schlamperei-Vorwurf gegen US-Aufseher

Weil das Zündschloss während der Fahrt in den Aus-Modus sprang, sind mit Fahrzeugen von General Motors etliche schwere Unfälle passiert. Jetzt sieht sich die US-Verkehrsaufsicht Vorwürfen ausgesetzt.

Die US-Verkehrsaufsicht muss sich beim Skandal um defekte Zündschlösser des Autobauers General Motors heftige Schlamperei vorwerfen lassen. Bereits 2007 hätte die zuständige Behörde NHTSA aufmerksam werden müssen, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Energie- und Wirtschaftsausschusses des Repräsentantenhauses. Die Kontrolleure hätten die Probleme aber nicht verstanden oder darüber hinweggesehen.

Die Opel-Mutter GM wird in dem Bericht massiv kritisiert. „Unsere Ermittlungen haben geholfen, eine lange Liste an Verfehlungen bei GM offenzulegen, die zu dieser kolossalen Sicherheitspanne führten“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Tim Murphy. Das Versagen der Aufsicht habe ebenfalls zur tödlichen Fehlerkette beigetragen. „Es scheint, als habe auch die NHTSA geschlafen.“

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GM-Ingenieure hatten etwa ein Jahrzehnt lang Anzeichen für Mängel bei Millionen von Kompaktwagen ignoriert. Die Zündschlüssel konnten bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen. Der Skandal hatte die GM-Chefin Mary Barra dazu veranlasst, Fahrzeuge des Konzerns systematisch auf Fehler hin zu untersuchen. Massenrückrufe sind zudem an der Tagesordnung. Erst zum Wochenauftakt hatte GM einräumen müssen, dass die mangelhaften Zündschlösser mindestens 19 Menschen das Leben gekostet haben und es mit großer Sicherheit noch mehr Opfer gibt. Bei einem eingerichteten Kompensationsfonds für Verunglückte und ihre Angehörigen sind bisher Entschädigungsforderungen für 125 Todes- und 320 Verletzungsfälle eingegangen.

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