Große Preis von Deutschland: Krach in Bernie Ecclestones Formel-1-Imperium

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Große Preis von Deutschland: Krach in Bernie Ecclestones Formel-1-Imperium

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Bernie Ecclestone einigte sich schnell mit den Teams von Red Bull und Ferrari

Der Poker um das Milliardengeschäft und die Nachfolgediskussion um den zwielichtigen Rennzirkus-Chef überschatten den Großen Preis von Deutschland.

Die wirklich spannende Frage beim Großen Preis von Deutschland am nächsten Wochenende ist ausnahmsweise mal nicht, ob Sebastian Vettel zum ersten Mal seinen Heimat-Grand-Prix gewinnt. Mindestens so aufregend dürfte sein, ob wohl Bernard Charles Ecclestone zum Hockenheimring reist. Schließlich muss der kleine große Zampano der Formel 1 die Münchner Staatsanwaltschaft fürchten, nachdem Ex-BayernLB-Banker Gerhard Gribkowsky vor Gericht gestand, 2006 beim Verkauf der Formel-1-Vermarktungsrechte 44 Millionen Dollar von Ecclestone bekommen zu haben.

Schmiergeld oder Schweigegeld – da unterscheiden sich die Darstellungen. Ecclestone bestreitet die Zahlung nicht: Er habe Ruhe haben wollen vor Gribkowsky, der gedroht habe, ihn bei den britischen Steuerbehörden anzuprangern. Den deutschen Fiskus, behauptet Ecclestone, müsse er deswegen nicht fürchten. Er habe nur keine Lust auf Unannehmlichkeiten und sei deswegen bisher nicht nach Germany gereist. Ob die Fahnder ihm das glauben? Nach dem Münchner Prozess, bei dem sowohl die Staatsanwaltschaft wie Gribkowsky gegen das Urteil (achteinhalb Jahre Haft) in Revision gehen, sollen die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.

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Mit Geld beschwichtigen

Der 81 Jahre alte Brite gibt sich unschuldig. Sollte er nach Hockenheim kommen, wird er bestimmt in seinem üblichen Boxen-Outfit durchs Motodrom schlendern: John-Lennon-Brille, weißes Hemd, dunkle Hose, einfache schwarze Schuhe, dazu Funkgerät und Handy. Seit dem Münchner Prozess ist es aber nicht mehr ganz so laut um Ecclestone. Denn neben dem juristischen Ärger kracht es in seinem Formel-1-Imperium: Der geplante Börsengang in Singapur ist auf unbestimmte Zeit verschoben, um die finale Version des „Concorde Agreements“, des Grundgesetzes der Königsklasse, wird gestritten. Und nun wird auch noch so vehement wie noch nie über die Nachfolgefrage diskutiert.

Besonders knirscht es bei den Verhandlungen über das neue Concorde Agreement. Konkret geht es darum, dass die zwölf Rennställe 67 Prozent statt bisher 50 Prozent der Vermarktungserlöse erhalten sollen. Dabei pokert Ecclestone allerdings nicht mit allen Rennställen am großen Tisch, sondern mit jedem Team einzeln. Ferrari, McLaren und Red Bull sollen ruhiggestellt werden, indem sie Direktorenposten in der Formel-1-AG und damit mehr Einfluss auf den Rennzirkus erhalten. Die kleinen Rennställe sollen mit Geld bei der Stange gehalten werden. Schnell brachte Ecclestone so acht Teams auf seine Seite.

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