Halbjahres-Bilanz des VDA: Europas Automärkte erholen sich

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Halbjahres-Bilanz des VDA: Europas Automärkte erholen sich

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Die deutschen Autobauer haben in den ersten sechs Monaten des Jahres sechs Prozent mehr Autos gebaut als im Vorjahreszeitraum. Die Exportquote stieg sogar um 7 Prozent.

Es geht wieder bergauf auf den europäischen Automärkten. Das meldet der Verband der Automobilindustrie. Einzig in Frankreich und Italien verläuft die Erholung noch holprig. Für den Automobilstandort Deutschland sind die Prognosen erfreulich.

Es sind gute Neuigkeiten für die gebeutelte europäische Autoindustrie - vor allem aber für die deutschen Hersteller. Sie haben im ersten Halbjahr 2014 sowohl ihre Produktion als auch ihren Export deutlich ausgeweitet.

Im Inland haben Volkswagen, BWM, Daimler & Co. 2,91 Millionen Personenwagen gebaut. Das entspricht 6 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2013. Diese Zahlen gab der Verband der Automobilindustrie (VDA) bekannt.

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Nach wie vor ist der Großteil der in Deutschland gefertigten Autos für den Export bestimmt. Drei Viertel aller hier produzierten Fahrzeuge geht ins Ausland. Die größten Märkte sind die USA mit einem Anteil von rund 14 Prozent und China mit etwas 10 Prozent. Insgesamt stieg die Zahl der Ausfuhren erneut um 7 Prozent auf nun 2,24 Millionen Fahrzeuge zu. Auch in den nächsten Jahren werden die konsumfreudigen Amerikaner, Chinesen, Brasilianer oder Indonesier die Bänder in Deutschland am Laufen halten.

Kurzfristig - für das zweite Halbjahr 2014 - rechnet VDA-Präsident Matthias Wissmann mit etwas geringeren Zuwächsen. Die Erholung der Autokonjunktur in wichtigen westeuropäischen Ländern wie Frankreich und Italien sei „noch holprig“. Die französischen Volumen-Hersteller, PSA Peugeot Citroen und Renault und der italienische Autobauer Fiat, also Marken die pro Auto deutlich weniger Gewinn machen als die deutschen Premiumhersteller, haben unter der Krise besonders gelitten. Die Zahlen des europäischen Branchenverbands ACEA belegen, dass PSA zwischen Januar und Mai bereits wieder 6,5 Prozent mehr Fahrzeuge in der EU absetzen konnte, Renault sogar über zwölf Prozent. Fiat konnte dagegen nur um 1,5 Prozent mehr Autos verkaufen.

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Entwicklung der Auto-Produktionsvolumen je Land von 2004 bis 2018 (zum Vergrößern bitte anklicken).

Einen kleinen Dämpfer gab es für die deutsche Markt im Juni. Hierzulande wurden zwei Prozent weniger Neuwagen registriert als im Vorjahresmonat (277.600 Neuwagen).Grund war, dass die Autohäuser wegen der Feiertage im vergangenen Monat einen Tag weniger geöffnet hatten. Bereinigt um diesen Effekt ergibt sich aber sogar ein leichtes Absatzplus zum Vorjahr.

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Analysten gehen davon aus, dass sich der Pkw-Absatz in den nächsten Monaten weiter erholt. "Der Aufwärtstrend ist intakt", sagte Frank Schwope von der NordLB. Für das Gesamtjahr bekräftigte der VDA die Prognose von rund drei Millionen Neuzulassungen. Im vergangenen Jahr waren hierzulande 2,95 Millionen Autos neu auf die Straßen gekommen.

Mario Franjičević vom internationalen Marktforschungsinstituts IHS Automotive geht davon aus, dass in Deutschland bis in fünf Jahren etwa 5,9 Millionen Autos vom Band rollen – gut 300.000 mehr als im Jahr 2014. Damit stünde Deutschland im Vergleich zu Spanien, Italien und Großbritannien sehr gut da. Nur für Frankreich geht der Analyst mit einem Plus von gut 400.000 Stück von einem größeren Wachstum aus. Allerdings erreicht damit Frankreich mit 2,2 Millionen Autos nicht einmal die Hälfte des deutschen Niveaus.

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