Hauptversammlung: Daimlers Prognose wackelt

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Hauptversammlung: Daimlers Prognose wackelt

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Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, kündigte auf der HV an man werde "überprüfen, ob unsere bisherigen marktbezogenen Annahmen für 2013 noch Gültigkeit haben."

Daimler-Chef Zetsche musste schon im vergangenen Jahr die Ziele kappen. Auf der Hauptversammlung versah er nun die aktuelle Prognose für 2013 mit einem Fragezeichen und vertröstete die Aktionäre auf bessere Zeiten.

Der nach einem Eklat um seine Wiederbestellung angeschlagene Daimler-Chef Dieter Zetsche hat die Aktionäre auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2013 eingestimmt und auf eine bessere Zukunft vertröstet. "Wir wollen nicht nur besser werden als wir gestern oder vorgestern waren", sagte der 59-jährige Manager am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin. "Wir wollen die Konkurrenz schlagen - dauerhaft", sagte Zetsche. Bestehende Wettbewerbsnachteile würden nicht verwalten, sondern diese beseitigen.

Für das laufende Jahr heiße die Marschroute zunächst "Kurs halten", obwohl der Jahresauftakt in vielen Pkw- und Lkw- Märkten vor allem in Europa schwächer als erwartet ausgefallen sei. Daimler werde daher seine Markt- und Gewinnannahmen für 2013 bei der Vorlage des Geschäftsberichts für das erste Quartal Ende April überprüfen.

Daimler-Hauptversammlung Ruf nach einem neuen Mercedes-Chef

Dieter Zetsche ist Daimler-Chef und Chef der Autosparte, also der Marken Mercedes-Benz und smart. Großaktionäre halten Zetsche damit für überfordert und plädieren für einen neuen Kopf an der Spitze der Autosparte.

Dieter Zetsche muss auf der Hauptversammlung den Aktionären des Autobauers Daimler gegenübertreten. Der Chef ist nach der Vertragsverlängerung um nur drei statt um fünf Jahre schwer angeschlagen. Quelle: AP/dpa

Bisher hatte der Stuttgarter Autobauer für das laufende Jahr bei Umsatzzuwächsen eine Stagnation des operativen Gewinns aus dem laufenden Geschäft bei 8,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt - diese Anfang Februar abgegebene Erwartung wiederholte Zetsche am Mittwoch nicht. Er bekräftigte, das zweite Halbjahr 2013 werde besser als die erste Geschäftsjahreshälfte ausfallen. Um mittelfristig "ganz nach vorne" zu kommen, werde Daimler über alle Sparten bis Ende 2014 Kosten von rund vier Milliarden Euro einsparen und neue Fahrzeugmodelle auf den Markt bringen.

Analysten werteten Zetsches Worte als Gewinnwarnung. Diese komme aber nicht überraschend, urteilten die DZ Bank und Credit Suisse. Finanzchef Bodo Uebber hatte bereits vor zwei Wochen in einem Reuters-Interview die Erwartungen gedämpft und für das erste Geschäftsquartal Moll-Töne angeschlagen: "Im ersten Quartal wird der operative Gewinn sehr deutlich unter dem des vierten Quartals 2012 liegen", sagte Uebber. Im Jahresverlauf sollte damit aber der Tiefpunkt erreicht sein.

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