Hauptversammlung: Porsche SE schüttet stabile Dividende an Aktionäre aus

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Hauptversammlung: Porsche SE schüttet stabile Dividende an Aktionäre aus

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Die Porsche SE sucht nach wie vor nach Beteiligungen.

Ausnahmslos gute Nachrichten sind nicht häufig bei Hauptversammlungen. In der beneidenswert guten Lage als Überbringer ausschließlich positiver Botschaften befand sich heute der Vorstandsvorsitzende der Porsche SE.

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE, konnte seinen Aktionären heute Gutes berichten: Im Geschäftsjahr 2013 hatte die Porsche SE 2,4 Milliarden Euro nach Steuern erwirtschaftet, das Eigenkapital wuchs auf 30, 47 Milliarden Euro an, womit die Eigenkapitalquote auf 97,4 Prozent anstieg. Die positive Entwicklung hält ungebrochen an und betrug in den ersten drei Monaten dieses Jahres 728 Millionen Euro nach Steuern. Zudem hat die Porsche SE wichtige Etappensiege erzielt bei der Zahl der milliardenschweren Klagen, die gegen sie im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme der Volkswagen AG im Jahr 2008 erhoben wurden.


Kläger gegen Porsche SE ohne jede Hoffnung?
In diesem Zusammenhang meldete sich Dr. Franz Wagner von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, SdK, zu Wort, um die Kläger zu maßregeln. Sie, so Wagner, verfolgten einen dreisten Ansatz, dem er nicht folgen könne. Die Klagen selbst sind für ihn an der Grenze zur Belästigung. „Die Kläger in Deutschland taktieren und scheuen ein Urteil wie der Teufel das Weihwasser. Es scheint mir, als hätten sie jede Hoffnung fahren lassen.“
Am guten Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres werden die Aktionäre mit 2,01 Euro pro Vorzugsaktie beteiligt, die Stammaktionäre, also Mitglieder der Familien Porsche und Piëch, erhalten 2,004 Euro. Damit bleibt die Dividende auf stabilem und gutem Niveau, die identisch ist mit der des Vorjahrs. Mit ihrer Dividendenausschüttung verfolge die Porsche SE eine Politik der Nachhaltigkeit.
Erneut unterstrich Winterkorn die positiven Auswirkungen, die von der Schaffung des Integrierten Automobilkonzerns seit August 2012 auch der Porsche SE und ihren Aktionären direkt zugute komme. Seit diesem Zeitpunkt ist die Porsche AG eine von zwölf Automobilmarken und eine hundertprozentige Tochter der Volkswagen AG; die Porsche SE Holding ist die Dachgesellschaft darüber.

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Techniken eines unermüdlichen Berufsklägers
Die Dramaturgie des Tages war gelungen. Denn nach lauter positiven Nachrichten aus dem Munde von Winterkorn kam die Frontalattacke des Anwaltes Dr. Martin Weimann als Kontrastprogramm. Damit stand er eigentlich allein auf weiter Flur. Denn der einzige weitere Kritiker des Tages war einer seiner Mitarbeiter. Die endlos scheinenden Redebeiträge des Berufsklägers Weimann, der bereits im letzten Jahr einen Antrag auf Abwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden der Porsche SE, Dr. Wolfgang Porsche, gestellt hatte, erinnerten stark an ermüdende Filibuster-Techniken.
Alle Jahre wieder sucht der Anwalt, seines Zeichens Vorstand der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger, die Konfrontation mit der Holding. Der Mann ist genauso eitel wie streitsüchtig. Wie groß die Statistik seiner juristischen Erfolge ist und deren Sinnhaftigkeit, mag man freilich in Frage ziehen. Bereits in den Jahren 2009 und 2010 hatte er gegen Beschlüsse der Hauptversammlung geklagt und zweimal verloren.

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Bereits um 14.30 Uhr herrschte ob seiner Litanei gähnende Leere in der Arena. Die anwesenden Aktionäre hatten es vorgezogen, sich am gewohnt lukullischen Büfett gütlich zu tun und die Exponate in der Ausstellung vor Ort anzusehen oder gleich den Gang ins Porsche Museum in Zuffenhausen anzutreten. Zusätzlich hatten sie heute die Möglichkeit, in der Fabrik in Zuffenhausen die Produktion der Ikone Porsche 911 mitzuverfolgen.
Nach Wiederaufnahme weiterer Diskussionspunkte wurde es selbst dem sonst so geduldigen und um Harmonie bestrebten Wolfgang Porsche zu bunt. Nachdem er Weimann mehrfach darauf hingewiesen hatte, seine Fragen zu konkretisieren und von endlosen Wiederholungen von bereits Gefragtem abzusehen, entzog er ihm ultimativ das Rederecht. Ende des Filibuster und damit auch einer sonst zur gähnend langweilig zu werden drohenden Hauptversammlung.
Weitaus erfrischender der Autogrammjäger und bekennende Porschemützenträger aus Bremen. Aktionär Sievert war voll des Lobs für die Arbeit der Porsche SE und bat deshalb, Dr. Wolfgang Porsche möge ihm seine Mütze unterschreiben. Prompt erhielt er nicht nur seine Unterschrift, sondern auch die von Professor Winterkorn.

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