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Hilfen für die Autoindustrie: Bittere, aber notwendige Medizin

Hilfen für die Autoindustrie: Europas Regierungen müssen sich entscheiden

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Bittere, aber notwendige Medizin


Verlierer - Platz 5: Mitsubishi

Die japanischen Mitbewerber wachsen wieder, nur Mitsubishi kommt nicht aus der Krise. Im zweiten Quartal kommen die Japaner laut einer Studie von Ernst & Young auf einen Umsatz von 4,14 Milliarden Euro. Um Währungseffekte bereinigt sind das rund drei Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Bild: AP

Rückblickend ein sündhaft teures Strohfeuer. 23 Prozent mehr Autos wurden im Abwrack-Jahr 2009 in Deutschland zugelassen. 2010 fiel der Zahl der Neuzulassung um – na, wie viel wohl? 23 Prozent. Wer ein Auto brauchte, kaufte es einfach ein Jahr früher. Schön, wenn die teure Aktion nur wirkungslos verpufft wäre. Leider hat sie die Autoindustrie in Europa nachhaltig beschädigt. Statt rechtzeitig ihre überflüssigen Fabriken zu schließen, konnten die Autobauer mit dem Rückenwind der Prämie ihre Überkapazitäten bis ins Jahr 2012 schleppen und sind nun in einer misslicheren Lage als je zuvor.

Doch es gibt auch Lichtblicke an diesem 24. Oktober. Von Ford kommt die Nachricht, dass sich der US-Autobauer mutig vorangeht. Mangels langfristiger Perspektiven will Ford seine Produktion am belgischen Standort Genk bis Ende 2014 schließen. Ford will nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über die Schließungspläne aufnehmen. Betroffen von der Maßnahme wären rund 4300 Beschäftigte. Hinzu kommen rund 5000 Arbeitsplätze, die von dem Ford-Werk abhängen. Die Gewerkschaft CSC Metea sprach von einer „bitteren Pille für die gesamte Region“.

Bittere, aber notwendige Medizin, kommt möglicherweise auch bei Opel und seinem Partner PSA zur Anwendung. Die Opel-Mutter GM und Peugeot wollen ihre Allianz zur Sanierung des kriselnden Europageschäfts ausweiten. Die amerikanische Opel-Mutter und der angeschlagene französische Konzern teilten am Mittwoch mit, sie hätten sich in ihren seit Februar laufenden Verhandlungen auf eine Zusammenarbeit bei vier Fahrzeugmodellen sowie im Einkauf verständigt.

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Zu den jetzt vereinbarten vier Projekten gehört die Entwicklung gemeinsamer Vans für Opel und Peugeot sowie eine Plattform für emissionsarme Kleinwagen. Ziel sei, die ersten gemeinsam entwickelten Autos bis Ende 2016 auf den Markt zu bringen, bekräftigten die Vorstände beider Unternehmen. Opel gab außerdem bekannt, darüber hinaus würden weitere Felder ausgelotet. Die Verträge für eine umfassende Zusammenarbeit sollen bis zum Jahresende unterzeichnet werden.

Das Volumen des weltweiten gemeinsamen Einkaufs von Material und Teilen hatten GM und Peugeot früher bereits beziffert, es soll bei 125 Milliarden Dollar liegen. Insgesamt versprechen sich die Partner Kostenvorteile von jährlich rund zwei Milliarden Dollar, die in fünf Jahren erreicht werden sollen.

Werksschließungen und Kooperationen – oder Staatshilfen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Europas Politiker haben in den kommenden Monaten die Wahl.

 

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Mit Material von Reuters und dpa

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 24.10.2012, 16:37 Uhrmathias

    BMW hat gestern angekündigt, in Brasilien 400 Millionen Investieren
    zu wollen.
    Heute schreien Sie nacht staatlicher Hilfe. Die Quands kassieren
    2Mio/Tag

    Und der deutsche Kunde bleibt auf den Schottautos sitzen, oder
    neben Premiumpreisen auch noch Rep.-Kosten zahlen.

  • 24.10.2012, 15:44 UhrJens

    Ja, ich will eine Abwrackprämie! Für den Wagen, den ich mir vobn der letzten erst gekauft habe. Die Scheiben sind etwas schmutzig und das Wischwasser ist auch alle. Ich glaube, der macht nicht mehr lange. Staat, hilf!

  • 24.10.2012, 14:52 UhrWahrheit29

    Wenn ein Autobauer schlechte Zeiten ohne Staatshilfe nicht überlebt muß man ihn pleite gehen lassen. Was soll die Finanzierung von maroden Firmen die keine Zukunft mehr haben werden. Wir haben doch wohl alle genug Schulden.

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