IAA-Auftakt: Merkel unterstützt digitalen Kurs der Autoindustrie

IAA-Auftakt: Merkel unterstützt digitalen Kurs der Autoindustrie

Die deutsche Autoindustrie fährt in die digitale Zukunft. Die damit verbundene Innovationskraft der Unternehmen lobte die Kanzlerin zum Auftakt der Branchenmesse. Diese müssten aber auch etwas für die Gesellschaft tun.

Zum Auftakt der Automesse IAA hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsche Autoindustrie auf ihrem digitalen Kurs unterstützt. Schritt für Schritt nähere man sich dem automatisierten Fahren, erklärte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei der Eröffnung der weltgrößten Mobilitätsmesse in Frankfurt. Das schrittweise Vorgehen sei wichtig, um bei den Menschen Vertrauen in die Systeme zu schaffen.

Merkel zeigte sich offen für die Technologien, die künftig selbstfahrende Autos ermöglichen sollen - ein Hauptthema der Messe, die Merkel noch auf einem Rundgang besichtigte. Sichere Datenübertragung, Datenschutz und standardisierte Schnittstellen seien dabei wichtige Themen.

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Vor dem Hintergrund des aktuellen Flüchtlingsdramas forderte Merkel die Unternehmen auf, den Flüchtlingen berufliche Chancen wie Praktika und Jobs anzubieten. Nach der unmittelbaren Aufnahme sei die Integration tausender Menschen eine anspruchsvolle Aufgabe, so die Kanzlerin. Es werde aber auch schon viel getan, wofür sie sich herzlich bedanke.

Vernetztes Fahren Das Connected Car eröffnet neue Möglichkeiten

Das Auto wird vom einfachen Transportmittel zum Connected Car – dem ultimativ vernetzten Device. Aber dieses Erlebnis endet nicht mit der Bereitstellung von Konnektivität, es ist vielmehr der Beginn.

Das Internet der Dinge wird in Autos eine entscheidende Rolle spielen. Quelle: Audi

Eine starke und weiterhin innovative Automobilindustrie sei wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas, sagte Merkel. Dem Branchenverband VDA sagte die Kanzlerin weiteres Engagement für neue Freihandelsabkommen mit Kanada, den USA, Indien und Japan zu.

Zuvor hatte VDA-Präsident Matthias Wissmann neben dem TTIP-Abschluss einen klaren rechtlichen Rahmen für den zunehmend von digitaler Technik geprägten Verkehr verlangt. „Auch bei Datensicherheit und Datenschutz werden wir international harmonisierte Standards brauchen“, erklärte er. Für Deutschland als Automobil-Nation biete die Digitalisierung die Chance, international Vorreiter zu werden.

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Es gehe um einen „Quantensprung“ zum vernetzten und automatisierten Fahren, meinte Wissmann. Die Assistenzssysteme könnten den Fahrern viele Dinge abnehmen und für mehr Sicherheit sorgen. Bei 90 Prozent aller Verkehrsunfälle spiele menschliches Versagen eine Rolle, während die Systeme keine Schrecksekunde hätten.

Bei der 66. IAA präsentieren 1103 Aussteller aus 39 Ländern ihre Produkte, darunter 219 Weltpremieren. Unter dem Motto „Mobilität verbindet“ stehen bis zum 27. September vernetzte, selbstfahrende Autos sowie die Elektromobilität im Mittelpunkt. Das breite Publikum kann die IAA von Samstag an besuchen. Die Veranstalter vom Auto-Verband VDA rechnen wie vor zwei Jahren mit etwa 900 000 Besuchern.

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