Illegale Preisabsprachen in China: Daimler zahlt Millionen-Strafe

Illegale Preisabsprachen in China: Daimler zahlt Millionen-Strafe

, aktualisiert 23. April 2015, 11:20 Uhr
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Besucher betrachten in Peking eine Mercedes E-Klasse. Daimler muss in China eine Kartellstrafe zahlen.

Wegen Marktmanipulation muss der Autokonzern Daimler in China eine millionenschwere Strafe zahlen. Händler sollen Preise abgesprochen haben.

Daimler ist in China mit einem Bußgeld von umgerechnet rund 53 Millionen Euro wegen Preisabsprachen belegt worden. Die lokale Wettbewerbsbehörde im chinesischen Jiangsu erklärte, die Pkw-Sparte Mercedes-Benz habe gegen Kartellrecht verstoßen und damit den Verbrauchern geschadet. Der Autohersteller habe nicht nur für Ersatzteile, sondern auch für die Modelle E- und S-Klasse Mindestpreise festgelegt. Händler, die sich nicht an die Vorgaben hielten, hätten Geldstrafen zahlen müssen.

Mercedes-Benz akzeptiere die Entscheidung und habe Maßnahmen ergriffen, um in Übereinstimmung mit dem geltenden Wettbewerbsrecht zu handeln, erklärte Daimler dazu am Donnerstag.

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Wie Daimler 2014 abgeschnitten hat

  • Mercedes-Benz Cars

    Absatz: 1,722 Millionen Fahrzeuge

    Umsatz: 73,6 Milliarden Euro

    Ebit: 5,853 Milliarden Euro

    Umsatzrendite: 8,0 Prozent

    Quelle: Daimler-Geschäftsbericht

  • Mercedes-Benz Trucks

    Absatz: 495.700 Fahrzeuge

    Umsatz: 32,4 Milliarden Euro

    Ebit: 1,878 Milliarden Euro

    Umsatzrendite: 5,8 Prozent

  • Mercedes-Banz Vans

    Absatz: 294.600 Fahrzeuge

    Umsatz: 10,0 Milliarden Euro

    Ebit: 0,682 Milliarden Euro

    Umsatzrendite: 6,8 Prozent

  • Daimler Buses

    Absatz: 33.200 Fahrzeuge

    Umsatz: 4,2 Milliarden Euro

    Ebit: 0,197 Milliarden Euro

    Umsatzrendite: 4,7 Prozent

  • Daimler Financial Services

    Verleaste oder finanzierte Fahrzeuge: 3,3 Millionen Fahrzeuge

    Gesamtes Vertragsvolumen: 99,0 Milliarden Euro

    Ebit: 1,387 Milliarden Euro

    Eigenkapitalrendite: 19,4 Prozent

  • Konzern

    Absatz: 2,5 Millionen Fahrzeuge

    Umsatz: 129,9 Milliarden Euro

    Ebit: 10,8 Milliarden Euro

    Ergebnis: 7,3 Milliarden Euro

    Dividende: 2,45 Euro je Aktie

Im vergangenen Jahr hatten mehrere Behörden in China den Autosektor auf Kartellverstöße durchleuchtet. Auch andere deutsche Hersteller gerieten ins Visier. Der Audi-Vertriebstochter des Gemeinschaftsunternehmens FAW-Volkswagen wurde eine Geldstrafe von rund 31 Millionen Euro aufgebrummt. Auch BMW -Händler wurden bestraft.

Viel höhere Bußgelder verhängten die chinesischen Wettbewerbshüter wegen Kartellrechtsverstößen aber in der IT-Branche und im Pharmasektor. So muss der US-Chiphersteller Qualcomm fast eine Milliarde Dollar Strafe zahlen, weil er in China höhere Preise verlangte als in anderen Ländern.

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