Jaguar I-PACE: Jaguars Antwort auf Tesla

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Jaguar I-PACE: Jaguars Antwort auf Tesla

von Matthias Hohensee

Jaguar hat sein erstes Elektroauto enthüllt – zumindest die Studie. 2018 soll er auf den Markt kommen und mit einem günstigeren Preis gegen den Tesla X antreten. Vorangetrieben hat ihn ein deutscher Ingenieur.

In den Milk Studios am Rande von Hollywood finden normalerweise Modeschauen statt. Der britische Premiumautohersteller Jaguar hat sie am Montagabend kalifornischer Zeit in eine virtuelle Erlebniswelt umgebaut, den Auto-Show-Room der Zukunft. Gezeigt wird der I-PACE, der allererste elektrifizierte Jaguar. In der realen Welt gibt es nur ein einziges Modell des Stromers. In der virtuellen wird die Konzeptstudie des Mix aus Gelände-und Sportwagen zeitgleich zur Europa-Premiere nach London gebeamt.

Beim Überstülpen der HTC Vive Datenbrille baut sich zunächst das Lenkrad auf, dann das Cockpit mit seinem 12-Zoll-Touchscreen, die Karosserie – durch die Scheiben sieht man die Szenerie, der berühmte Strand von Venice Beach.

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In Los Angeles, ganz real vor Ort, schwärmt sein Initiator, der deutsche Ingenieur Wolfgang Ziebart, ganz klassisch über die technischen Werte des I-PACE. Das Luxus-SUV mit dem großzügigen Panoramaglasdach sprintet raubkatzenwürdig mittels zweier Elektromotoren mit 400 PS innerhalb von vier Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Raubkatze auf dem Sprung Wie Jaguar Audi und BMW angreifen will

Vom Sorgenkind zum gefeierten Außenseiter: Jaguar stand vor dem Aus, legte dann aber innerhalb weniger Jahre eine erstaunliche Wende hin. Mit neuen Modellen rückt jetzt auch die deutsche Konkurrenz ins Visier.

Jaguar attackiert BMW und Audi Quelle: PR

Sowohl Elektromotoren als auch die 90 Kilowattstunden (kWh) Lithium-Ionen Batterie hat Jaguar Land Rover (JLR) selbst entwickelt. „Nur so mussten wir keine Kompromisse eingehen“, behauptet Ziebart, der Leiter der technischen Entwicklung von JLR und preist das verzögerungsfreie Ansprechen der Motoren an sowie die mindestens 500 Kilometer Reichweite nach dem neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ). „Wir haben das Auto auf einem weißen Blatt Papier konzipiert.“

Serienmodell kommt frühestens 2018

Im April vergangenen Jahres war Ziebart als Technikvorstand von JLR zurückgetreten. Doch dem Unternehmen blieb der 66-jährige Manager erhalten, arbeitete unter größter Geheimhaltung von seinem Wohnort Starnberg aus mit Jaguar Designdirektor Ian Callum und Baureihenleiter Ian Hoban an dem elektrischen Geländewagen.

An dessen Vorder-und Hinterachse sind je ein Elektromotor angebracht. Ihre 400 PS erzeugen im Duett ein Drehmoment von 700 Nm, genau wie der Sportwagen Jaguar F-Type SVR. Der hat noch 175 PS mehr und schafft es aus dem Stand innerhalb von 3,7 Sekunden auf 100 km/h, kaum merkliche 0,3 Sekunden schneller. Der I-PACE wird ab 70.000 Euro erhältlich sein – den stärksten F-Type gibt es ab 138.400 Euro.

Bis der erste elektrische Jaguar über die Straßen rollt, werden jedoch noch mindestens anderthalb Jahre ins Land gehen. Das Serienmodell des I-PACE soll im nächsten Jahr vorgestellt werden. Die Markteinführung des fünfsitzigen Wagens ist für 2018 geplant, wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte.

Eine Menge Zeit also für Tesla Motors, mit dessen wesentlich größerem SUV Tesla X die Briten konkurrieren. Dessen Model 90D wird im NEFZ mit einer Reichweite von 489 Kilometer angegeben. Das Topmodel von Tesla, der P100D, schafft die 100 km/h ebenfalls in vier Sekunden, mit Beschleunigungsupgrade sogar innerhalb von 3,4 Sekunden.

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