Jahreszahlen: Continental profitiert von robusten Automärkten

Jahreszahlen: Continental profitiert von robusten Automärkten

Der operative Gewinn des Autozulieferers steigt um zwölf Prozent. Das Geschäft in Europa und den USA bügelt die Schwächen in China und Russland aus. Dennoch blickt das Unternehmen vorsichtig in die Zukunft.

Der Autozulieferer Continental hat dank hoher Nachfrage in Europa und den USA Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Die Erlöse legten um 14 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um gut zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Der Dax-Konzern erwirtschaftete damit 11,7 Prozent Gewinn vom Umsatz. Das Marktwachstum in Europa und den USA habe geholfen, die Wachstumsdelle in China und die Rezession in Russland und Brasilien auszugleichen, erklärte Vorstandschef Elmar Degenhart. Für Rückenwind sorgte zudem der positive Umrechnungseffekt der Euro-Schwäche zum Dollar.

Die Top Ten der größten Reifenhersteller

  • Giti Tires

    Platz 10

    2012 noch nicht unter den Top Ten (Platz 11) war der singapurische Hersteller Giti. Im Jahr 2013 machte das Unternehmen einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro.

    Quelle: Neue Reifenzeitung, Stand 04. Juni 2014

  • Maxxis

    Platz 9

    Maxxis hat es auch im Geschäftsjahr 2013 unter die Top 10 der größten Reifenhersteller geschafft und verteidigt Platz 9. Maxxis erwirtschaftet seinen Umsatz (3,2 Milliarden Euro) ausschließlich mit Reifen.

  • Yokohama Hochleistungsreifen

    Platz 8

    Der Umsatz von Yokohama Hochleistungsreifen lag 2013 bei 4,3 Milliarden Euro. 79,7 Prozent davon (3,4 Milliarden Euro) kamen aus dem Geschäft mit Reifen.

  • Sumitomo

    Platz 7

    Sumimoto verliert im Geschäftsjahr 2013 eine Platzierung und landet auf Rang 7. Der Umsatz betrug 2013 5,5 Milliarden Euro. (4,8 Milliarden Euro, 87,2 Prozent) davon entstanden durch das Geschäft mit Reifen.

  • Hankook

    Platz 6

    Hankook konnte für 2013 einen Umsatz von 5 Milliarden Euro vorweisen. 100 Prozent davon wurden mit Reifen gemacht.

  • Pirelli

    Platz 5

    Pirelli erwirtschaftete 99,5 Prozent seines Umsatzes von 6,1 Milliarden Euro durch Reifen.

  • Continental

    Platz 4

    Continental erwirtschaftet noch nicht einmal ein Drittel seines Umsatzes mit dem Verkauf von Reifen. Gerade einmal 28,8 Prozent des Umsatzes von 33,3 Milliarden Euro kommen aus dem Reifengeschäft (10 Milliarden Euro).

  • Goodyear

    Platz 3

    Der Umsatz von Goodyear betrug 2013 14,2 Milliarden Euro (100 Prozent Reifenanteil).

  • Michelin

    Platz 2

    Michelin macht auch fast seinen ganzen Umsatz mit Reifen. 14,2 Milliarden Euro von 20,2 Milliarden Euro stammen aus dem Reifengeschäft (98,0 Prozent)

  • Bridgestone

    Platz 1

    Bridgestone erwirtschaftete 2013 25,3 Milliarden Euro Umsatz. 85,1 Prozent davon kamen aus dem Reifengeschäft. Das sind 22 Milliarden Euro.


Im laufenden Jahr will Continental den Umsatz um etwa fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro steigern und die Rendite über 10,5 Prozent halten, wie Degenhart ankündigte. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen werde nur leicht auf 89 Millionen Stück zunehmen. Die Eckdaten für 2015 entsprachen weitgehend den Erwartungen der von Reuters befragten Analysten. Doch hatten Anleger angesichts des kräftigen Anstiegs 2015 einen zuversichtlicheren Ausblick erwartet. Continental-Aktien verbilligten sich zeitweise um drei Prozent, drehten später aber in einem freundlicheren Gesamtmarkt ins Plus.

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Das Geschäft mit Elektronik, Sensorik und Software, die zur Vernetzung von Autos für Sicherheits- und Assistenzsysteme eingesetzt wird, spiele eine immer stärkere Rolle, erklärte der Conti-Chef im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Digitalisierte Technologien steuerten derzeit schon mehr als ein Drittel des Umsatzes bei, der Anteil werde steigen.

Der Konzern aus Hannover will sich auf die Technik für Mobilitäts-Dienstleistungen konzentrieren. Ab 2020 könne sich das Marktvolumen auf 70 Milliarden Euro insgesamt belaufen. "Etwa 20 Milliarden davon sind interessant für uns. Wir können uns vorstellen, in den nächsten Jahren einen schönen Marktanteil davon zu bekommen." Am traditionellen Reifengeschäft will Conti trotzdem festhalten. Das Unternehmen mache derzeit noch ein Viertel des Umsatzes mit Reifen. "Und dieses Viertel ist lebenswichtig", sagte Degenhart.

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1 Kommentar zu Jahreszahlen: Continental profitiert von robusten Automärkten

  • Die Entwicklung von Conti ist sensationell. Ein langweiliger Reifenhersteller mit hohen Kostennachteilen wird zu einem der großen Technologieführer in der Automobilbranche. Chapeau!

    Ausgangspunkt der positiven Entwicklung von Conti waren die Übernahme und den Ausbau des ehemaligen Siemens-Kfz-Geschäfts (VDO). Das zeigt das ganze Versagen des Siemens-Managements. Dieses Unternehmen schafft es einfach nicht, sich erfolgreich aufzustellen. Man muss nur einmal die Aktien-Renditen von GE und Siemens miteinander vergleichen. Da liegen Welten dazwischen!

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