Continentals Umsatz soll 2017 deutlich steigen

Jahresziele erreicht: Continentals Umsatz soll 2017 deutlich steigen

, aktualisiert 09. Januar 2017, 11:19 Uhr
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Continental: Neue Ziele für 2017.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat ein gutes viertes Quartal hingelegt. Damit wurden die im Oktober gesenkten Jahresziele erreicht. Der Plan fürs neue Jahr: 2017 soll deutlich stärker werden.

Kosten für Rückrufe, Kartellstrafen und ein höherer Aufwand für die Entwicklung haben den operativen Gewinn des Autozulieferers Continental im vergangenen Jahr geschmälert. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich nach am Montag veröffentlichten Eckdaten auf gut 4,3 Milliarden Euro, rund drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte unterdessen um drei Prozent auf 40,5 Milliarden Euro. Die operative Rendite lag 2016 mit 10,7 Prozent auf dem von Conti angepeilten Niveau.

Im laufenden Jahr will der Dax-Konzern den Umsatz um sechs Prozent steigern, wie Continental-Chef Elmar Degenhart am Rande der Automesse in Detroit ankündigte. Die Marge soll abermals über 10,5 Prozent liegen.

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Im Geschäftsfeld Autozulieferung belasteten Rücklagen für eine bevorstehende Kartellstrafe der EU. Auch fielen höhere Entwicklungskosten für Elektroautos an, die die Autobauer schneller als geplant auf den Markt bringen wollen. Der nach Bosch weltweit zweitgrößte Autozulieferer profitiert zwar immer stärker vom Umschwung zur Elektromobilität, muss zugleich aber mehr Geld in die Forschung stecken. Gewinn abwerfen wird die höhere Produktion batteriebetriebener Autos nach Ansicht von Degenhart aber nicht vor dem Ende des Jahrzehnts.

Continental-Chef Degenhart "Vor 2020 verdienen wir mit E-Autos kein Geld"

Continental-Chef Elmar Degenhart spricht über Pläne für selbstfahrende Autos und zeigt, wie Continental stärker wachsen will als der Markt – und warum er nicht vor 2020 an E-Autos verdienen wird.

Chef des Automobilzulieferers Continental Elmar Degenhart. Quelle: imago

Mehr Aufträge heimsten die Niedersachsen auch für Fahrerassistenzprodukte ein. Das Reifengeschäft, die profitabelste Sparte, kurbelte bei starker Nachfrage nach Winterreifen das Wachstum im vierten Quartal an. "Im Reifenbereich konnten wir eine Rekordzahl von 150 Millionen Reifen absetzen", erklärte Degenhart. Der Nettogewinn liege 2016 trotz der Sonderlasten knapp über den 2,7 Milliarden Euro des Vorjahres. Vollständige Bilanzzahlen veröffentlicht der Conti am 2. März.

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