Kältehoch "Cooper": Die desaströse Werbekampagne von BMW

Kältehoch "Cooper": Die desaströse Werbekampagne von BMW

von Franziska Bluhm

BMW sicherte sich im vorigen Jahr die Patenschaft für das Hochdruckgebiet "Cooper", das derzeit die Wetterlage beherrscht. Doch was als Werbecoup geplant war, ist schief gegangen. Ganz Europa bibbert und "Cooper" forderte viele Tote.

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Der Claim von BMW lautet "Ein Hoch auf den Mini Cooper Roadster" - in Europa fordert das Hochdruckgebiet "Cooper" jedoch vor allem Tote.

Europa bibbert derzeit wegen eines Kleinwagens.

Im Oktober 2011 sicherte sich eine Mitarbeiterin der Werbeagentur Sassenbach Advertising das Recht, einem Hochdruckgebiet einen Namen zu geben. 299 Euro kostet der Spaß und der Name stand schnell fest: Cooper, perfekt zum Start des neuen Roadsters.

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Vor allem auf den Social-Media-Plattformen sollten Slogans wie "Mini macht das Wetter" und "Ein Hoch auf den Mini Cooper Roadster" laufen. Geplant waren Online-Banner auf Wetterportalen wie wetter.de und wetter.com. Zu sehen ist derzeit allerdings nicht viel davon: "Cooper" hat sich für BMW zum Desaster entwickelt. Denn der extremen Kältewelle fielen bisher in Europa hunderte Menschen zum Opfer.

Wie man dem Winter Paroli bietet

"Natürlich tut es uns leid. Das war keine Absicht, man kann nicht voraussagen, wie sich eine Wetterlage entwickelt, sagte eine Sprecherin gegenüber dem britischen "Independent".

Deutschland ist eines der wenigen Länder, in dem man Patenschaften für Wetterlagen übernehmen kann. Seit 2002 kann jeder beim Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin eine solche Patenschaft beantragen.

BMW ist nicht das einzige Unternehmen, das das Patenschaftsmodell für eine Werbekampagne nutzen wollte. Laut Branchendienst "Horizont" soll Hoch "Gulliver" vom Online-Schuhhändler Zalando gekauft worden sein, hinter "Volker" verberge sich das Vergleichsportal möbel-vergleichen.de.

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