Kartell: Lkw-Hersteller müssen mit Schadenersatzklagen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro rechnen

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LKW auf einem Raststättenparkplatz.

von Martin Seiwert

Die Lkw-Hersteller Volvo, Renault, Daimler, Iveco und DAF, gegen die die Europäische Kommission vor einem Jahr wegen Kartellverstößen Geldbußen von 2,9 Milliarden Euro verhängte, werden von Speditionsunternehmen voraussichtlich auf Schadenersatz in Höhe von rund zwei Milliarden Euro verklagt.

Nach Angaben der Berliner Rechtsanwaltskanzlei Hausfeld haben sich bislang über den Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) rund 2000 Unternehmen mit insgesamt 70.000 betroffenen Lkw an Schadenersatzklagen beteiligt.

Die Unternehmen treten ihre Ansprüche an einen Rechtsdienstleister ab, der mithilfe der Kanzlei Hausfeld klagen will. Direkt über die Kanzlei gibt es weitere Kläger, die wegen rund 200.000 Lkw die Hersteller auf Schadenersatz verklagen. Bei einem durchschnittlichen angemeldeten Schaden von 7000 Euro ergibt sich für die 270.000 Lkw ein möglicher Gesamtschaden von 1,9 Milliarden Euro. Die Lkw-Hersteller hatten über 14 Jahre hinweg Verkaufspreise für Lastkraftwagen abgesprochen und die mit der Einhaltung der strengeren Emissionsvorschriften verbundenen Kosten in abgestimmter Form an die Käufer der Lkw weitergegeben.

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