ThemaOpel

Keine Rettung für Opel: General Motors macht Milliardenverluste

14. Februar 2013

Opel wird für seine Mutter General Motors immer mehr zum Bremsklotz. Wegen der Autoabsatzkrise schrieb GM im vergangenen Jahr in Europa einen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar.

General Motors (GM) findet keinen Weg aus der Krise seiner Europa-Tochter Opel. Der US-Konzern türmte im abgelaufenen Jahr im Europa-Geschäft mit den beiden Marken Opel und Vauxhall einen Betriebsverlust von satten 1,8 Milliarden Dollar auf, fast drei Mal so hoch wie im Jahr davor. Ähnlich wie der französische Partner Peugeot setzte GM den Wert seiner Fabriken und Maschinen in Europa niedriger an - und zwar um 5,2 Milliarden Dollar. Das GM-Management um Vorstandschef Dan Akerson hielt am Donnerstag an dem Ziel fest, bis zur Mitte des Jahrzehnts in Europa schwarze Zahlen schreiben zu wollen. Im laufenden Jahr soll der Betriebsverlust zumindest etwas eingedämmt werden.

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Damit steigt der Druck auf Opel, sich mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft auf weitere Einschnitte zu verständigen. Am Freitag und Samstag sollen dazu in Düsseldorf die bereits seit Monaten laufenden Verhandlungen fortgesetzt werden. Der Betriebsrat betonte allerdings, dass er nicht mit einer Einigung rechnet. Es seien gewichtige Fragen noch ungeklärt, sagte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug der Nachrichtenagentur Reuters.

Wende bei Opel erst ab 2016

Die Arbeitnehmervertretung fordert den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über 2016 hinaus. "Die Schlüsselfrage ist, inwieweit die deutschen Standorte an dem künftigen Wachstum von Opel partizipieren", sagte Schäfer-Klug. Opel will in den nächsten Jahren insgesamt 23 neue Modelle auf den Markt bringen. In Bochum soll die Fahrzeug-Produktion jedoch Ende 2016 dichtgemacht werden. Davon sind über 3000 Beschäftigte betroffen. Erst wenn die Arbeitnehmer diese Kröte schlucken, sollen auch die Jobs in allen anderen Standorten bis Ende 2016 sicher sein.

Analysten rechnen erst in drei bis vier Jahren mit einer Wende bei Opel, wenn die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeugen mit Peugeot erste Früchte tragen soll. Zugleich müsse die Kooperation der beiden Autobauer ausgeweitet werden, forderte Frank Schwope von der NordLB. Die unlängst angekündigten drei gemeinsamen Modelle reichten nicht aus. "Da wird noch mehr kommen müssen."

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Kommentare | 6Alle Kommentare
  • 14.02.2013, 18:54 UhrBlitz

    Die Eurozone befindet sich in der Rezession. Schauen sie sich doch mal die schlechten Verkaufszahlen der dt. Autohersteller an. Wann werden denn hier die ersten Werke geschlossen. Nicht immer auf die anderen zeigen

  • 14.02.2013, 20:59 UhrVWFlop

    Genau, wieviel Gwewinn macht denn VW mit seinen Autos in rein Europa. Stellen sie doch mal deren reines Europageschäft quarteilsweise ins Web.Das Land Niedersachesen bleibt nicht um sonst bei VW vertreten. Die haben ja richtig Angst, dass VW sonst von dem Bildschirm verschwindet.

  • 14.02.2013, 21:02 UhrWahrheit29

    GM sollte sich aus Europa zurück ziehen da sie dort gegen Autobauer konkurieren wo sie einfach nicht mithalten können. Es fehlen Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Für den US-Markt mögen diese Autos passen aber für den Rest der Welt sind sie nicht konkurrenzfähig.

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