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Keine Rettung für Opel: General Motors macht Milliardenverluste

Opel wird für seine Mutter General Motors immer mehr zum Bremsklotz. Wegen der Autoabsatzkrise schrieb GM im vergangenen Jahr in Europa einen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar.

Bentley

Der britische Luxuswagen-Hersteller Bentley hat im abgelaufenen Jahr so viele Autos verkauft wie noch nie. Die Volkswagen-Tochter mit Sitz in Crew lieferte 2013 genau 10.120 Wagen aus. 2012 waren es 8510. Im bisherigen Rekordjahr 2007 waren 10.014 Bentleys verkauft worden, wie Vorstandschef Wolfgang Schreiber sagte. „2013 ist das vierte Jahr in Folge, in dem der Absatz zweistellig steigt“, so Schreiber. Der weltweite Marktanteil im Preissegment über 150.000 Euro liege bei 25 Prozent.
86 Prozent der Produktion geht in den Export, vor allem in die USA, China und Nahost. Der europäische Markt läuft schleppender. Allerdings stieg auch der Absatz in Deutschland deutlich. 544 Bentleys wurden den Angaben zufolge 2013 nach Deutschland geliefert, ein Plus von 22 Prozent zum Vorjahr. Kunden warten derzeit im Schnitt 45 Monate auf ihren bestellten Bentley. Schreiber will den Absatz bis 2018 auf 15.000 Autos hochschrauben und dafür in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro in den Standort Crew investieren. Die Mannschaft von derzeit 3700 Mitarbeitern soll allein um 400 zusätzliche Leute aufgestockt werden, um bis 2016 einen luxuriösen Geländewagen auf den Markt zu bringen.

Von den Absatzzahlen der Autohersteller wie Audi, BMW oder Daimler kann Bentley allerdings nur träumen...

Bild: REUTERS

General Motors (GM) findet keinen Weg aus der Krise seiner Europa-Tochter Opel. Der US-Konzern türmte im abgelaufenen Jahr im Europa-Geschäft mit den beiden Marken Opel und Vauxhall einen Betriebsverlust von satten 1,8 Milliarden Dollar auf, fast drei Mal so hoch wie im Jahr davor. Ähnlich wie der französische Partner Peugeot setzte GM den Wert seiner Fabriken und Maschinen in Europa niedriger an - und zwar um 5,2 Milliarden Dollar. Das GM-Management um Vorstandschef Dan Akerson hielt am Donnerstag an dem Ziel fest, bis zur Mitte des Jahrzehnts in Europa schwarze Zahlen schreiben zu wollen. Im laufenden Jahr soll der Betriebsverlust zumindest etwas eingedämmt werden.

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Damit steigt der Druck auf Opel, sich mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft auf weitere Einschnitte zu verständigen. Am Freitag und Samstag sollen dazu in Düsseldorf die bereits seit Monaten laufenden Verhandlungen fortgesetzt werden. Der Betriebsrat betonte allerdings, dass er nicht mit einer Einigung rechnet. Es seien gewichtige Fragen noch ungeklärt, sagte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug der Nachrichtenagentur Reuters.

Wende bei Opel erst ab 2016

Die Arbeitnehmervertretung fordert den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über 2016 hinaus. "Die Schlüsselfrage ist, inwieweit die deutschen Standorte an dem künftigen Wachstum von Opel partizipieren", sagte Schäfer-Klug. Opel will in den nächsten Jahren insgesamt 23 neue Modelle auf den Markt bringen. In Bochum soll die Fahrzeug-Produktion jedoch Ende 2016 dichtgemacht werden. Davon sind über 3000 Beschäftigte betroffen. Erst wenn die Arbeitnehmer diese Kröte schlucken, sollen auch die Jobs in allen anderen Standorten bis Ende 2016 sicher sein.

Analysten rechnen erst in drei bis vier Jahren mit einer Wende bei Opel, wenn die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeugen mit Peugeot erste Früchte tragen soll. Zugleich müsse die Kooperation der beiden Autobauer ausgeweitet werden, forderte Frank Schwope von der NordLB. Die unlängst angekündigten drei gemeinsamen Modelle reichten nicht aus. "Da wird noch mehr kommen müssen."

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.02.2013, 01:10 UhrMarkMulligan

    General Motors reports $900m profits but European woes continue. Biggest US carmaker upbeat as GM continues pattern. (The Guardian) Was Sie schreiben ist nur die halbe Wahrheit!

  • 14.02.2013, 22:25 Uhrmathias

    Matt bitte nicht so voreilig

    Bei Freihandelsabkommen brauchen die Amis Opel nicht mehr

    Deutschlands Stolz "Opel" kann zurückgekauft werden- Steuergeldern

    Man versucht schon Träume zu realisieren- Neuauflage -MANTA-

    Opel konnte/kann nicht mal FORD das Wasser reichen.BEERDIGEN

  • 14.02.2013, 21:13 UhrMatt

    Wahrheit 29 dazu kann ich nur sagen, GM gibt Opel schon deswegen nicht auf, weil es die 7% Marktanteil nicht an die Konkurrenz abtreten will. Ihre Meinung zeigt mir,dass sie kein strategisches Denkvermögen besitzen.

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