Konzern im Aufwind: VW steigert Gewinn um 36 Prozent

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Konzern im Aufwind: VW steigert Gewinn um 36 Prozent

Der Autobauer Volkswagen kann Erfolge vermelden: Der Nettogewinn stieg auf satte 8,8 Milliarden Euro. Damit trotzen die Wolfsburger dem globalen Abwärts-Trend. Die Aktien gaben trotzdem nach.

Volkswagen fährt dank eines starken Asien- und Amerika-Geschäfts gegen die Krise auf Europas Automärkten an. Im ersten Halbjahr verdiente der Konzern unterm Strich mehr als 8,8 Milliarden Euro. Das waren fast 36 Prozent mehr als zur Jahresmitte 2011, teilte VW am Donnerstag in Wolfsburg mit.

Vorstandschef Martin Winterkorn zeigte sich mit diesem Geschäftsverlauf zufrieden. Mit Blick auf die massiven Absatzprobleme vieler Autobauer in den west- und südeuropäischen Krisenländern sagte er, Volkswagen komme vor allem seine weltweite Aufstellung zugute: „Unsere Stellung auf den Weltmärkten wird uns trotz des fordernden Umfelds helfen, die Entwicklung des Gesamtmarktes zu übertreffen.“

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Vor Steuern und Zinsen konnte die VW-Gruppe ihren Gewinn um 6,7 Prozent auf knapp 6,5 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz legte um 22,6 Prozent auf über 95 Milliarden Euro zu. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Einbau des 2011 übernommenen Lkw-Spezialisten MAN aus München.

Bei den Verkäufen lag Europas größter Autokonzern ebenfalls im Plus: Von Januar bis Juni lieferten die VW-Marken rund 4,6 Millionen Fahrzeuge aus - 10,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch zwischen dem ersten und zweiten Quartal gab es Zuwächse. Das Gesamtergebnis für das Halbjahr fiel aber auch deshalb so gut aus, weil VW Optionen zur Übernahme der restlichen Porsche-Anteile neu bewertete. Solch ein Buchgewinn fiel bereits 2011 an, die Porsche AG soll zum 1. August komplett integriert werden.

Sein Betriebsergebnis von 11,3 Milliarden Euro will VW in diesem Jahr halten. „Wir gehen davon aus, unsere gesteckten Ziele zu erreichen“, sagte Winterkorn.

Trotz der Gewinnsteigerung haben die Volkswagen-Aktien am Donnerstag Federn gelassen. Die Papiere verloren im Dax 2,9 Prozent auf 129,75 Euro. Die Quartalszahlen hätten nicht positiv überrascht und genau den Erwartungen entsprochen, sagte Macquarie-Analyst Christian Breitsprecher. „Und wenn man sich die Entwicklung der Aktie über die letzten Wochen anguckt, lag sie von allen Auto-Aktien am besten im Rennen. Wer dann 'nur' die Erwartungen erfüllt, kann nicht mit einer positiven Aktienbewegung rechnen.“

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