Bild: ReutersDie Gewinner und Verlierer auf dem chinesischen Markt
Mercedes
Die schwäbischen Autobauer freuen sich über den wachsenden Absatz in China und Hongkong. 216.064 Kunden entschieden sich dort 2011 für ein Fahrzeug mit Stern. Das Rekordergebnis von 2010 wurde damit um mehr als 30 Prozent überboten. Ihr Ziel, in China im Gesamtjahr um mindestens 20 Prozent zuzulegen, hat die Marke deutlich übertroffen. Zum Vergleich: 2009 verkauft Mercedes-Benz in China/Hongkong erst 64.254 Fahrzeuge, 2010 waren es bereits 161.090.
Im indischen Markt tut sich Mercedes wie die anderen deutschen Hersteller bisher schwer. Der Absatz lag 2011 bei 6.650 Fahrzeugen - immerhin eine Verdopplung gegenüber 2009 (3.370). Damit liegen die Schwaben auch vor der Konkurrenz aus Ingolstadt.
Bild: dpaOpel
Auf dem chinesischen Markt spielt Opel de facto keine Rolle. Nur 2.847 Fahrzeuge setzen die Rüsselsheimer 2011 ab. 2010 waren es 2.633. Vor drei Jahren waren es immerhin noch 3.288 Autos. Der Marktanteil lag bei schnöden 0,02 bis 0,03 Prozent.
In Indien ist Opel gar nicht als Marke vertreten.
Bild: dpaBMW
Der Münchener Autobauer setzte 2011 in China und Hongkong 218.928 Autos ab. Die Bayern haben ihren Absatz in den vergangenen drei Jahren deutlich gesteigert. 2009 verkauften BMW erst 87.462 Fahrzeuge auf dem chinesischen Markt, 2010 waren es bereits 165.248, jetzt legte der Absatz erneut um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.
Auch in Indien steigert BMW seinen Absatz seit 2009 jährlich um 30 bis 50 Prozent, allerdings auf insgesamt niedrigem Niveau. 2009 verkaufte BMW in Indien 3.618 Autos, 2011 waren es 9.022.
Insgesamt verkaufte BMW in Asien bis November des vergangenen Jahres 342.176 Fahrzeuge – ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum (256.443 Stück).
Bild: dpaAudi
Der Ingolstädter Autobauer hat in China 2011 erstmals mehr Autos verkauft als in Deutschland. Insgesamt wurden rund 313.000 Wagen an Kunden in China und Hongkong ausgeliefert, teilte das Unternehmen mit, das entspricht einem Marktanteil von 1,7 Prozent. China habe sich damit zum größten Absatzmarkt für Audi weltweit entwickelt. Im Vergleich zu 2010 ist der Absatz um 37 Prozent gestiegen.
Knapp 58.000 der im vergangenen Jahr in China verkauften Wagen wurden importiert, der Großteil hingegen vor Ort produziert. Volkswagen hat ein Werk in Changchun im Nordosten des Landes, dort wurde laut Audi-Angaben die Produktionskapazität für Audi-Modelle im vergangenen Jahr auf 300.000 ausgebaut. Ein weiteres Werk in Foshan im Süden des Landes soll ab 2013 zwischen 150.000 und 200.000 Wagen der Marke Audi herstellen. Audi sehe weiterhin „starkes Wachstumspotenzial“ in China, erklärte Marketingvorstand Peter Schwarzenbauer. Audi liegt im chinesischen Markt auf Platz zwei der erfolgreichsten deutschen Autobauer.In Indien liegen die Ingolstädter allerdings deutlich hinter der deutschen Konkurrenz. Sie setzten 2011 nur 5.482 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Marktanteil von 0,19 Prozent.
Bild: APSkoda
Der seit 1991 zum Volkswagen-Konzern gehörende tschechische Autobauer Skoda schlägt sich wacker auf dem chinesischen Markt. Mit 224.253 Fahrzeugen setzte die Marke mehr Modelle ab als BMW und Mercedes. Gegenüber 2010 legte Skoda nochmals zu, im vergangenen Jahr verkaufte das Unternehmen 190.300 Autos.
In Indien setzte Skoda 33.932 Fahrzeuge ab, fast 14.000 Stück mehr als im Vorjahr und doppelte so viele wie 2009. Damit überflügelt Skoda auf dem indischen Markt die Premiummarken Mercedes-Benz, BMW und Audi.
Bild: dpaVolkswagen
VW hat 2011 mehr Autos als alle anderen deutschen Autobauer in China/Hongkong abgesetzt: 1.647.705 Fahrzeuge. Damit hält VW einen Anteil von 9,26 Prozent auf dem chinesischen Markt und konnte seine Vormachtstellungen gegenüber der deutschen Konkurrenz weiter ausbauen.
In Indien ist VW ebenfalls deutlich erfolgreicher als Mercedes, BMW und Audi. 2011 setzten die Wolfsburger 77.292 Fahrzeuge auf dem indischen Markt ab. Mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr (31.929). 2009 waren es erst 3.019 Stück.
Quellen: IHS; Herstellerdaten
Die Gewinner und Verlierer auf dem chinesischen Markt
Mercedes
Die schwäbischen Autobauer freuen sich über den wachsenden Absatz in China und Hongkong. 216.064 Kunden entschieden sich dort 2011 für ein Fahrzeug mit Stern. Das Rekordergebnis von 2010 wurde damit um mehr als 30 Prozent überboten. Ihr Ziel, in China im Gesamtjahr um mindestens 20 Prozent zuzulegen, hat die Marke deutlich übertroffen. Zum Vergleich: 2009 verkauft Mercedes-Benz in China/Hongkong erst 64.254 Fahrzeuge, 2010 waren es bereits 161.090.
Im indischen Markt tut sich Mercedes wie die anderen deutschen Hersteller bisher schwer. Der Absatz lag 2011 bei 6.650 Fahrzeugen - immerhin eine Verdopplung gegenüber 2009 (3.370). Damit liegen die Schwaben auch vor der Konkurrenz aus Ingolstadt.
Auf dem riesigen Wachstumsmarkt China hat der Daimler-Konzern sein Gemeinschaftsunternehmen für die dortige Lkw-Produktion offiziell gestartet. Truck-Chef Andreas Renschler nahm mit den chinesischen Partnern am Samstag in einer Feierstunde die Zentrale der neuen Firmenkooperation in Peking in Betrieb, wie Daimler mitteilte. Bei Produktion und Verkauf sei China schon heute der weltgrößte Einzelmarkt für Autos und Lkw - und er wächst rasant.
Umsatz und Ebit nach Geschäftsfeldern 2011
Daimler Trucks
Umsatz 2011: 28,8 Milliarden Euro
Ebit: 1,9 Milliarden EuroDaimler ist der weltweit größte Hersteller von schweren Lkw. Der Bereich umfasst die Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star und Fuso. In Indien wird in diesem Jahr die neue Marke BharatBenz eingeführt. Auch die typischen amerikanischen Schulbusse werden von Daimler unter der Marke Thomas Built Buses hergestellt und werden wegen Synergien in der Produktion zum Geschäftsfeld gezählt.
Mercedes-Benz Cars
Umsatz 2011: 57,4 Milliarden Euro
Ebit: 5,2 Milliarden EuroDazu gehören die Marken Smart, Mercedes-Benz und Maybach. Das Ende der Luxuskarossen von Maybach ist allerdings schon besiegelt. Stattdessen setzt Daimler auf zusätzliche Modelle der Mercedes-Benz S-Klasse. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird im Bereich Cars gemacht.
Mercedes-Benz Vans
Umsatz 2011: 9,2 Milliarden
Ebit: 835 Millionen Euro.Das Transportergeschäft besteht aus den Baureihen Sprinter, Vito/Viano und Vario.
Daimler Busse
Umsatz 2011: 4,4 Milliarden Euro
Ebit: 162 Millionen EuroBei den Omnibussen über acht Tonnen ist Daimler Weltmarktführer. Zur Produktpalette gehören die Marken Mercedes-Benz, Setra und Orion. Geliefert werden komplette Busse, aber auch Fahrgestelle.
Daimler Financial Services
Umsatz 2011: 12,1 Milliarden Euro
Ebit:1,3 Milliarden EuroDie Finanz- und Versicherungssparte bietet unter anderem Finanzierung und Leasing von Fahrzeugen sowie ein Flottenmanagement an. Daimlers Carsharing-System „car2go“ wurde inzwischen in das Geschäftsfeld integriert.
Die Stuttgarter produzieren im dem Riesenreich künftig gemeinsam mit dem chinesischen Lkw-Bauer Foton dessen Modell Auman. Daimler liefert dafür technisches Wissen, unter anderem mit Mercedes-Motoren. Die Chinesen stellen für das je zur Hälfte gehaltene Joint Venture die Chassis und bringen ihr Service- und Vertriebsnetz ein. Renschler sagte laut Mitteilung: „Unsere 50-Prozent-Beteiligung an Beijing Peking Foton Daimler Automotive wird uns eine Position als einer der Key Player auf dem chinesischen Lkw-Markt ermöglichen und wir bekommen den Zugang zum attraktiven Volumensegment.“ Der Manager lobte den Schulterschluss.
Der erste gemeinsam mit dem chinesischen Partner Foton entwickelte Lkw solle im dritten Quartal vom Band rollen, kündigte der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller an. Bisher konnte Daimler in China nur Lastwagen importieren, pro Jahr einige tausend. Zuletzt wurden in China pro Jahr mehr als eine Million schwere und mittelschwere Laster verkauft, was rund 40 Prozent des gesamten Weltmarktes für solche Fahrzeuge ausmachte. Gemeinsam mit Foton kann Daimler pro Jahr bis zu 160.000 Auman-Lkw in zwei Werken in China montieren. Mit der Foton-Mutter BAIC baut Daimler in China bereits Pkw.


























