Kostenbremse: Audi will zwei Milliarden Euro sparen

Kostenbremse: Audi will zwei Milliarden Euro sparen

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Mit dem eingesparten Geld sollen „ein bis zwei neue Modelle“, etwa das in Paris gezeigte Audi TT Sportback concept, finanziert werden.

Audi tritt auf die Kostenbremse: Der Ingolstädter Autobauer will seine Ausgaben um zwei Milliarden Euro pro Jahr senken – um in neue Technik zu investieren.

Audi will seine Ausgaben um zwei Milliarden Euro pro Jahr senken. Wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf mehrere Insider berichtet, will der Autobauer Kosten minimieren, um die hohen Investitionen für neue Technologien schultern zu können. Dafür sollen bei der Volkswagen-Tochter die Ausgaben in den Bereichen Entwicklung, Einkauf und Produktion gesenkt werden.

Bereits im Juli hatte Audi-Chef Rupert Stadler in einem Brief an die Mitarbeiter ein "Fitness-Programm" angekündigt und betont, das Unternehmen brauche zwar kein außerordentliches Sparprogramm, müsse aber die Kostenentwicklung begrenzen. Ein Audi-Sprecher wollte die aktuellen Zahlen nicht kommentieren und verwies auf Stadlers Brief.

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Sparprogramme der deutschen Autobauer

  • VW für Marke Volkswagen

    VW-Chef Martin Winterkorn will bis 2017 fünf Milliarden Euro pro Jahr sparen, da er sonst die Wettbewerbsfähigkeit und die Produktivität seines Konzern in Gefahr sieht. 2018 sollen sechs Prozent Umsatzrendite in den Büchern stehen, 2013 kamen nur 2,9 Prozent zusammen. Winterkorn hatte das Ziel ausgegeben bis 2018 Weltmarkführer werden zu wollen, die Rendite ist wichtiger Teil der Strategie. Sparen will Winterkorn beim Einkauf sowie geringeren Investitionen und Fixkosten. Er beklagte zudem zu hohe Kosten beim Bau neuer Fabriken sowie beim Anlauf neuer Modelle.

  • Daimler

    Daimler-Chef Dieter Zetsche fürchtet um das Rendite-Ziel von zehn Prozent. Deshalb hat er eine weitere Stufe des Programms „Fit for Leadership“ verordnet – was mittelfristig 3,5 Milliarden Euro pro Jahr einsparen soll. Das bis 2014 festgeschriebene Ziel einer Ausgabensenkung von zwei Milliarden Euro war nicht genug.

  • BMW

    Der Münchener Premium-Autobauer will bis 2020 drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr sparen. Da berichtete das "Manager Magazin" am 18. Juni unter Berufung auf Konzernkreise. BMW-Chef Norbert Reithofer habe die Unternehmensberatung McKinsey mit der Ausarbeitung des Projekts beauftragt. Das Sparprogramm solle gewährleisten, dass die operative Umsatzrendite des Konzerns auch langfristig im angepeilten Korridor von acht bis zehn Prozent liege.

Für den Einkaufs-Vorstand der Ingolstädter, Bernd Martens, sind die Einsparungen Teil eines Maßnahmenpakets, "um die Gewinne der Zukunft zu sichern".

"Die hohen Investitionen, die wir planen, wollen wir aus eigener Kraft finanzieren. Wir werden bis 2018 immerhin 22 Milliarden Euro investieren", sagte Martens in einem Interview mit dem Fachmagazin "Automobil Produktion". "Aufgrund der immer komplexeren Regulierungen müssen wir immer mehr Technologien in die Autos bringen. Wir investieren in CO2- und Euro 6-Maßnahmen, in Sicherheits-Technologien, in die Elektromobilität, in die Digitalisierung. Das sind gigantische Summen."

Rentabilität statt Wachstum

Auf dem Pariser Autosalon hatte Stadler vergangene Woche gesagt, mit weiteren Effizienzgewinnen könne man in diesem Zeitraum ein oder zwei zusätzliche Modellvarianten entwickeln. Audi ist ein Eckpfeiler der Strategie von Volkswagen, bis 2018 Toyota als größten Autobauer der Welt zu überholen.

Sparprogramme der Autobauer Wer jetzt nicht spart, verspielt die Zukunft

Volkswagen, Mercedes und BMW haben milliardenschwere Sparprogramme angekündigt. Zwar laufen die Geschäfte aktuell besser denn je - doch das wird sich bald ändern.

Quelle: dpa/Montage

Nachdem der Fokus jahrelang auf Wachstum lag, verlagert sich jetzt der Schwerpunkt auf die Rentabilität. Für die Kernmarke Volkswagen Pkw hatte VW-Konzernchef Martin Winterkorn im Juli ein Einsparziel von fünf Milliarden Euro bis 2017 ausgerufen.

Audi plant, in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als 1,7 Millionen Autos zu verkaufen. Neue Modelle wie die A3 Limousine und die neue Generation des Sportcoupés TT sollen dabei helfen.

Zum Halbjahr lag die Marge bei Audi am oberen Ende des langfristig angepeilten Korridors von acht bis zehn Prozent. Auch über das Halbjahr hinaus scheint der positive Trend anzuhalten: Mit 159.950 Auslieferungen war der vergangene Monat der stärkste September aller Zeiten für Audi.

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