Marktmanipulation: Ex-Porsche-Manager müssen mit Anklage rechnen

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Marktmanipulation: Ex-Porsche-Manager müssen mit Anklage rechnen

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Der zurückgetretene Porsche-Vorstandsvorsitzende Wendelin Wiedeking (links) und der ebenfalls zurückgetretene Finanzvorstand Holger Härter stehen bei einer Betriebsversammlung im Porsche-Werk Zuffenhausen.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart will einem Magazinbericht zufolge Anklage gegen den ehemaligen Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzvorstand Holger Härter erheben. Den Managern drohe ein Verfahren wegen Marktmanipulation.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft will Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking im Zusammenhang mit dem VW-Einstieg wegen Marktmanipulation anklagen. Die Ermittler hätten den Verteidigern mitgeteilt, dass sie ihnen die letzten Akten zustellen wollen. Wiedekings Anwälte von der Kanzlei Feigen/Graf ließen lediglich mitteilen, dass sie die Vorwürfe zurückweisen.

Die WirtschaftsWoche hatte bereits im Juni berichtet, dass die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss stehen und sich abzeichnet, dass die Staatsanwaltschaft genügend belastendes Material zusammengetragen hat, um in den kommenden Monaten Anklage zu erheben.

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Porsche Ex-Chef Wiedeking: Voraussichtlich Anklage im Herbst

Die Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen den einstigen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking stehen kurz vor dem Abschluss. Eine Anklage droht.

Wendelin Wiedeking (l), Holger Härter Quelle: REUTERS

Demnach hätten Wiedeking und der frühere Finanzchef des Porsche-Konzerns, Holger Härter, den Finanzmarkt durch falsche Informationen oder das Verschweigen von Informationen über die Porsche-Pläne beim VW-Einstieg getäuscht. Auch gegen Härter solle wegen Marktmanipulation Anklage erhoben werden.

Anklage "vollumfänglich zugelassen"

Wenn die Akten zugestellt seien, hätten die Anwälte ausreichend Zeit für eine Stellungnahme. Danach erst wolle die Staatsanwaltschaft endgültig entscheiden, was sie tut. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde kommentierte die Informationen am Samstag auf dpa-Anfrage zunächst nicht. Bereits Ende Juni war bekanntgeworden, dass Härter infolge des spektakulär gescheiterten Übernahmeangriffs auf Volkswagen wegen Kreditbetruges vor Gericht muss.

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Die von der Staatsanwaltschaft Stuttgart erhobene Anklage gegen den früheren Top-Manager sowie gegen zwei seiner damaligen Führungskräfte sei „vollumfänglich zugelassen“, bestätigte ein Sprecher des Landgerichts damals.

Bis dato liefen gegen Härter und Wiedeking Prüfungen neben dem Vorwurf der Marktmanipulation auch wegen möglicher Untreue, weil sich Wiedeking und Härter mit gewagten Aktienoptionsmodellen verspekulierten und Porsche existenzgefährdende Risiken aufbürdeten. Die Anklage gegen Härter war nur ein erster Zwischenstand. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft dauert es noch, bis alle Ergebnisse feststehen.

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