McLaren: "Unser Erfolg ist beispiellos"

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McLaren: "Unser Erfolg ist beispiellos"

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McLaren 675LT

von Sebastian Schaal

Vom Formel-1-Rennstall zur Sportwagenschmiede: McLaren hat sich in nur vier Jahren zur festen Größe bei den Luxusflitzern entwickelt – und will mehr.

Der Name McLaren lässt bei Rennsport-Fans die Herzen höher schlagen. Unvergessen sind die Duelle zwischen Ayrton Senna und Alain Prost, die goldenen Jahre von Mika Häkkinen im Zweikampf mit Michael Schumacher oder der Aufstieg und erste WM-Titel von Lewis Hamilton.

Doch während die Konkurrenz von Ferrari, Mercedes und Co. die Formel 1 vor allem als globale Bühne nutzten, um ihre mal mehr, mal weniger sportlichen Serienautos zu verkaufen, gab es bei McLaren außerhalb des Rennsports in jüngerer Zeit nichts zu sehen. Der SLR aus der Kooperation mit Daimler wurde als Mercedes mit dem Stern auf der Haube verkauft und an den F1 GTR, dem Supersportwagen der 90er Jahre, erinnern sich nur noch – richtig – die Rennsport-Fans.

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Die Zurückhaltung gab McLaren im Jahr 2011 auf. Damals brachte die Automanufaktur aus Woking den MP4-12C auf den Markt – ein Supersportwagen, der es direkt mit klangvollen Namen wie einem Ferrari 458, Porsche Turbo oder Lamborghini Huracán aufnehmen sollte. Zu Preisen von 200.000 Euro und mehr. Für einen Neuling in einer Klasse, in der das Image des Autos mindestens genauso wichtig ist wie seine Fahrleistungen, ein selbstbewusster Preis.

Trotz enormer Preise ausverkauft

„Unser Geschäft läuft zwar erst wieder seit vier Jahren, wir sind aber bereits fest im Segment der Luxus-Supersportwagen etabliert“, sagt Joylon Nash, Executive Director of Global Marketing & Sales bei McLaren. „Und am wichtigsten: Wir haben in den vergangenen beiden Jahren Gewinne eingefahren. Ich denke, in so einer kurzen Zeit so erfolgreich zu sein, ist in der Auto-Industrie beispiellos.“

Fahrbericht McLaren 650S Der Flügelflitzer

Mit dem 12C ist McLaren ein brillanter Sportwagen gelungen – doch nach gerade einmal drei Jahren Bauzeit hat er ausgedient. Kein Problem, denn mit dem 650S steht bereits sein Nachfolger in den Startlöchern.

Der McLaren 650S ist eine von Grund auf überarbeitete Version des 12C. Anfangs wollten die Briten beide Modelle parallel fertigen und verkaufen, doch inzwischen wurde die 12C-Produktion in Woking eingestellt. Quelle: Sebastian Schaal

In der Tat haben sich die Verkäufe deutlich besser entwickelt als zunächst erwartet. Nach drei Jahren Bauzeit wurde der 600 PS starke MP4-12C in den Ruhestand geschickt – nach über 3.000 verkauften Fahrzeugen. Sein Nachfolger, der 650S, konnte den Erfolg sogar übertreffen. Der P1, ein 916 PS starker und auf 375 Exemplare limitierter Hybrid-Supersportler, war noch vor Beginn der Serienfertigung ausverkauft. Trotz Stückpreisen von 1,1 Millionen Euro.

Ähnliches könnte auch bei den beiden Messepremieren in Genf passieren: Die reine Rennstreckenvariante des P1, der GTR, soll nur in einer niedrigen zweistelligen Auflage entstehen. Selbst wenn der Kunde die rund 2,5 Millionen Euro nach Woking überweist, darf er den P1 GTR noch lange nicht in seine Garage stellen. Der Wagen bleibt bei McLaren und wird von den Briten jeweils zur Rennstrecke gebracht.

Im Preis sind immerhin sechs Einsätze auf aktuellen Formel-1-Strecken enthalten. Vorbestellungen gibt es dennoch genug. Allein aus einem Land wollen sich sieben Besitzer eines regulären P1 den Spaß auf der Rennstrecke gönnen – und nur diese bekommen überhaupt die Möglichkeit, einen GTR zu erwerben.

Der McLaren 675LT

Frei erhältlich für jedermann ist hingegen die zweite Messeneuheit bei McLaren, der 675LT. Zumindest theoretisch, denn die Long-Tail-Version des 650S kostet in Deutschland mindestens 309.000 Euro und damit rund 75.000 Euro mehr als die Basisversion. Ein Drittel der Teile ist neu, im Motor sogar die Hälfte. Neben dem Leistungsplus von 25 PS ist der 675LT 100 Kilo leichter geworden. „Mit der ständigen Weiterentwicklung bekommen wir auch mehr Leistung. Es geht aber nicht um die reine Spitzenleistung, sondern wie die Leistung für den Fahrer nutzbar ist“, so McLaren-Manager Nash.

Bei der Kundschaft scheint das aber gut anzukommen. Obwohl der Wagen in Genf zum ersten Mal überhaupt der Weltöffentlichkeit gezeigt wurde, sind in Europa nur noch wenige Exemplare erhältlich. Einige Händler, so ist zwischen den Messeständen in Genf zu hören, hätten deutlich mehr Fahrzeuge verkaufen können als ihnen zugeteilt worden sind.

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