Nach Explosion in Tianjin: Toyota verlängert Produktionsstopp

Nach Explosion in Tianjin: Toyota verlängert Produktionsstopp

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Toyota will die Produktion in seinen Werken noch mindestens bis nächste Woche aussetzen.

Nach der Explosionskatastrophe im chinesischen Tianjin will der Autohersteller Toyota seine Produktion weiter aussetzen. Damit droht dem einstigen Weltmarktführer in China erneut ein Rückschlag.

Toyota wird die Produktion in seinen Werken nahe des Hafens im chinesischen Tianjin nach der Explosionskatastrophe noch mindestens bis nächste Woche aussetzen. Da die Sicherheit in der Gegend nach wie vor nicht garantiert sei, werde die Fertigung nicht wie zunächst geplant am Donnerstag wieder hochgefahren, teilte der japanische Auto-Hersteller am Mittwoch mit. Ob am kommenden Montag in Tianjin wieder Wagen vom Band laufen könnten, sei ebenfalls noch ungewiss. Damit droht dem einstigen Weltmarktführer, der gerade von Volkswagen überholt wurde, in China erneut ein Rückschlag.

Toyota hat in der Nähe des verwüsteten Hafens zwei Fertigungsstätten und eine weitere Anlage in einem anderen Stadtteil. Der Produktionsverlust wird auf etwa 2200 Autos pro Tag geschätzt. Eine weitere Fertigungsstätte im Nordosten Chinas müsse wegen fehlender Teile aus Japan für zwei Tage aussetzen.

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Bei der Explosion in dem Hafen vor einer Woche kamen mindestens 114 Menschen ums Leben. Unter den zahlreichen Verletzten waren auch mindestens 67 Angestellte von Toyota, wie der Konzern weiter mitteilte. Die genaue Ursache für die Explosionen ist noch immer unklar. Die Behörden bestätigten inzwischen, dass am Unglücksort 700 Tonnen des hochgiftigen Stoffes Natriumzyanid gelagert wurden.

Wie die deutschen Autobauer muss Toyota nun bei der Einfuhr von Fahrzeugen nach China auch auf andere Häfen ausweichen. Tianjin ist Chinas größter Umschlagplatz für importierte Autos. Vorübergehend werde Toyota wohl auf die Häfen in Shanghai und Dalian setzen, sagte ein Konzern-Manager, der namentlich nicht zitiert werden wollte. "Der Hafen von Tianjin wird wohl für eine lange Zeit nicht nutzbar sein, ich habe keine Ahnung derzeit, wie lange die Unterbrechung anhalten wird." Ein Toyota-Sprecher bestätigte die Überlegungen.

VW liefert Fahrzeuge derzeit ebenfalls über Shanghai sowie über Guangzhou nach China. Beeinträchtigungen bei Auslieferungen an die Kunden gebe es aber kaum, hieß es beim Wolfsburger Konzern. BMW leitet nach Angaben eines Sprechers rund 2000 Fahrzeuge, die sonst pro Woche über Tianjin nach China importiert werden, nach Shanghai um. Renault und der Subaru-Hersteller Fuji Heavy Industries setzen ebenfalls auf Shanghai als Alternative.

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