Nach Le-Mans-Sieg: Porsche verlängert LMP1-Programm bis 2018

Nach Le-Mans-Sieg: Porsche verlängert LMP1-Programm bis 2018

Im Juni gelang Porsche gerade einmal im zweiten Jahr nach der Rückkehr der Triumph in Le Mans über Dauersieger Audi. Beflügelt vom Erfolg hat Porsche das Motorsport-Programm verlängert – auch für bessere Serienautos.

Porsche hat sein LMP1-Motorsport-Programm bis einschließlich 2018 verlängert. Das hat der Vorstand des Sportwagenbauers beschlossen, wie Porsche am Donnerstag mitteilte. Beim diesjährigen Rennen in Le Mans siegte ein 919 Hybrid von Porsche mit dem Deutschen Nico Hülkenberg, dem Neuseeländer Earl Bamber und Briten Nick Tandy am Steuer.

„Der Rennsport ist ein wichtiger Teil der Markenidentität von Porsche, allerdings nicht als Selbstzweck, sondern mit einem Technologieauftrag für zukünftige Straßenfahrzeuge“, wird Porsche-Chef Matthias Müssler in der Mitteilung zitiert. „Der Wettbewerb auf der Rennstrecke trägt Früchte, und wir sehen weiteres Synergie-Potenzial. Deshalb verlängern wir das Programm.“

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Am Wochenende fahren Audi, Porsche und Toyota beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans um die Wette. Dabei suchen sie nicht nur einen sportlichen Sieger – sondern auch die Technik für die Straßenautos für morgen.

24 Stunden von Le Mans  Quelle: Presse

Das Reglement der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC schreibt für werkseitig eingesetzte Le-Mans-Prototypen der Klasse eins (LMP1) eine Hybridisierung vor und begrenzt die pro Runde zur Verfügung stehende Energiemenge aus Kraftstoff und Strom. Porsche hat mit einem Zwei-Liter-Vierzylinder und einem großen Elektromotor das radikalste Konzept der dauerhaften WM-Teilnehmer gewählt. Audi fährt mit einem V6-Diesel, Toyota mit einem V8-Saugmotor.

„Der über 500 PS starke Benzinmotor ist das effizienteste Triebwerk, das wir bislang gebaut haben, und unsere Energierückgewinnungssysteme sind die umsatzstärksten im gesamten Starterfeld“, sagt Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz. „Kein anderer Hersteller kann bislang acht Megajoule elektrische Energie auf einer Runde in Le Mans bereitstellen. Es ist leicht zu erkennen, dass die sportliche Herausforderung unsere Ingenieure zu Höchstleistungen antreibt.“

Fun Facts zu den 24 Stunden von Le Mans

  • Abgedreht

    Große Teile des Filme „Le Mans“ entstanden während der 24 Stunden von 1970. Dafür wurde ein am Rennen teilnehmender Porsche mit Kameras bestückt und unter anderem von Steve McQueen gefahren. Durch die Wechsel der Filmrollen verlor der Wagen allerdings viel Zeit und wurde nicht gewertet.

  • Die meisten Kilometer

    2010 legte das Fahrer-Trio Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockefeller in einem Audi R15 TDI Plus binnen 24 Stunden eine Strecke von 5.410,71 Kilometer zurück.

  • Eiszeit

    Tony Maggs erwischte es 1964 eiskalt. Nachdem sein Team in der Box versuchte, die Vergaser seines 12-Zylinders mit Eis zu kühlen, fielen einige der Brocken davon ins Cockpit und verklemmten sich zwischen den Pedalen. Dadurch zog sich der Südafrikaner während des Rennens Erfrierungen an den Füßen zu – im Juni.

  • Gleichberechtigung

    Mit Odette Siko und Marguerite Mareuse ging 1930 zum ersten Mal ein Damenduo an den Start und erreichte den siebten Platz in der Gesamtwertung. 1932 fuhr Odette Siko sogar auf Rang Vier, die beste Platzierung, die jemals eine Frau in Le Mans schaffte.

  • Kalte Dusche

    Dan Gurny führte 1967 ein heute nicht mehr wegzudenkendes Ritual bei der Siegerehrung ein: Der US-Amerikaner war der Erste, der trunken vor Siegerglück Champagner auf dem Siegerpodest versprühte.

  • Leerlauf

    Beim ersten Rennen 1923 wurde der Tank des Bentleys von John Duff durchschlagen und lief leer. Der Kanadier rannte zum nächsten Fernsprecher und rief in der Box an. Dort borgte man sich ein Fahrrad, fixierte zwei Kanister Benzin darauf und radelte zum gestrandeten Fahrzeug. Nach dem Auftanken erreichte der Bentley sogar noch das Ziel.

  • Maximales Tempo

    1988 hatte der Fahrer Roger Dorchy auf der Ligne Droite des Hunaudières zeitweise 405 km/h auf dem Tacho, die höchste, jemals auf dieser Strecke gemessene Geschwindigkeit. Das wird wohl auch so bleiben. Seit 1990 verhindern zwei Schikanen eine ähnlich hohe Tempofahrt.

  • Nur zweimal geöffnet

    Eine große Herausforderung für die Ingenieure und Rennfahrer: Die Abstimmung der Sportwagen auf einen Kurs, der - anders als andere Rennstrecken - nur zwei Mal im Jahr befahren werden kann – am einzigen offiziellen Testtag (14 Tage vor dem Rennen) und in der Rennwoche.

  • Rekordsieger

    Der erfolgreichste Fahrer seit Beginn des Langstreckenrennens ist Tom Kristensen. Der Däne sah zwischen 1997 und 2008 insgesamt acht Mal nach 24 Stunden als erster die schwarz-weiß karierte Zielflagge.

    Er sagt über Le Mans: „Du fährst mehr Kilometer in einem Rennen als die Formel 1 in einer Saison, und wir fahren sie mit einer höheren Durchschnittsgeschwindigkeit.“

  • Sandkasten

    1963 stattet man die drei Ferrari des Werksteams aus Maranello mit ungewöhnlichem Equipment aus: Alle Wagen führten eine Schaufel und Holzplatten in der Beifahrertür mit, da sie alle im Training in der gefürchteten Sandbank der Kurve von Mulsanne stecken geblieben waren.

  • Schlendrian

    Legendär war der 1925 eingeführte Le-Mans-Start: Die Fahrer sprinteten quer über die Fahrbahn zu den gegenüber aufgereihten Boliden. Nach Einführung der Sicherheitsgurte 1969 wollten einige Fahrer diesen Startmodus ändern. Allen voran Jacky Ickx. Der demonstrierte seinen Unmut durch demonstratives Schlendern – und gewann am Ende trotzdem. 1970 starteten die Fahrer sitzend in ihren Fahrzeugen mit stehendem Motor. Seit 1971 beginnen die 24 Stunden mit fliegenden Start.

  • Schlimmster Unfall

    1955 war ein schwarzer Tag für Fahrer, Fans und Veranstalter. Auf der Zielgeraden raste der Franzose Levegh auf das Heck des vor ihm fahrenden Briten Macklin auf Austin-Healey 100. Leveghs Mercedes 300 SLR hob ab und überschlug sich. Dabei wurden u.a. Motorhaube und Frontachse in die Zuschauertribüne geschleudert. 84 Menschen kamen ums Leben. Es war der schwerste Unfall der Motorsportgeschichte.

  • Schwarzfahrer

    1975 gab es bei der Startaufstellung ein ziemliches Hin und Her. das nutzte das Ortega Ecuador Marlboro Team für einen der dreistesten Vorfälle von Le Mans: Die Südamerikaner schickten ihren Wagen aus der Boxengasse auf die Strecke. Erst nach drei Runden wurde er wieder aus dem Rennen genommen. Das Team hatte sich für das Rennen gar nicht qualifiziert.

Am Wochenende findet das vierte von acht Rennen der WEC-Saison statt. Erstmals gastiert die Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring in Deutschland, wo ein Sechs-Stunden-Rennen ausgetragen wird.

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