Nach Skandal um "Gelben Engel": ADAC-Partner aus der Wirtschaft stehen fest zum Autoclub

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exklusivNach Skandal um "Gelben Engel": ADAC-Partner aus der Wirtschaft stehen fest zum Autoclub

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Die Geschäftspartner des ADAC wollen aufgrund der geschönten Rankingzahlen die Zusammenarbeit mit dem Automobilclub nicht beenden

von Franz W. Rother, Matthias Kamp, Hans-Jürgen Klesse und Nele Hansen

Der ADAC braucht sich offenbar keine Sorgen zu machen, dass wegen des Skandals um seinen Autopreis „Gelber Engel“ die Geschäftspartner abspringen.

Wichtige Partner wie Kfz-Handwerk, Reiseveranstalter und Versicherer wollen auch weiterhin mit dem Club zusammenarbeiten.

„Der ADAC wird sich von der Affäre rasch erholen und für uns auch weiterhin ein sehr wichtiger Partner sein“, sagte Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZdK) der WirtschaftsWoche nach einem seit längerem geplanten „Jahresgespräch“ mit der ADAC-Spitze in München. Der ZdK ist beim ADAC-Pannendienst ein wichtiger Partner des Clubs.

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Auch Michael Frese, der Geschäftsführer der DER Touristik, bekräftigte die Zusammenarbeit mit dem Automobilclub. „An unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem ADAC halten wir fest“, sagte Frese, der WirtschaftsWoche. Die Vorkommnisse um den „Gelben Engel“ hätten bislang auch keine Auswirkungen auf die Buchungseingänge. ADAC und DER sind eng verbunden. Hinter den ADAC Reisen steht der Anbieter AD Clubreisen, ein Joint Venture zwischen ADAC (49 Prozent) und DER Touristik (51 Prozent). DER ist die Touristiksparte der Handelskette Rewe und war 2013 mit knapp 3,2 Milliarden Euro Umsatz der drittgrößte Reiseanbieter in Deutschland nach TUI und Thomas Cook. Für Leitung und operatives Geschäft der ADAC Reisen ist DER Touristik zuständig, der Gewinn wird geteilt.

Auch der Versicherungskonzern Zurich, Partner für den Bereich Kfz-Versicherungen, steht fest zum Autoclub. Ausgerechnet am Tag der Verleihung des „Gelben Engel“ verlängerte die Zurich den Vertrag um fünf Jahre. Die Aufregung um den ADAC teilt man dort nicht. „Das ist nichts, was die Grundlage unserer erfolgreichen Zusammenarbeit infrage stellen könnte“, sagte ein Zurich-Sprecher der WirtschaftsWoche. Bis Ende 2012 hatte das 2007 geschlossene Joint Venture von ADAC und Zurich 625.000 Kfz-Versicherungen verkauft. Keine Sorgen machen muss sich der Club auch um seine gemeinsam mit der Deutschen Post DHL betriebenen Fernbuslinien. „Wir werden den ADAC Postbus erfolgreich weiter betreiben“, versichert ein Konzernsprecher in Bonn.

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