Neue Mobilitätskonzepte: Carsharing ist modern, aber uncool

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Neue Mobilitätskonzepte: Carsharing ist modern, aber uncool

von Christian Schlesiger

Eine aktuelle Studie zeigt: Die Zahl der Carsharing-Nutzer steigt, doch das Image ist noch ausbaufähig.

Wenn Autohersteller wie Daimler, BMW und Volkswagen in das Carsharing-Geschäft einsteigen, ist das eigentlich ein Garant dafür, dass sich das Image der einstigen Öko-Branche gewandelt hat. Viele Jahre lehnten die Autokonzerne Carsharing als Geschäftsmodell komplett ab. Etablierte Unternehmen wie Cambio, Stadtmobil und Teilauto wurden eher belächelt. Doch nun erobern Smarts, Minis und Golf, die zu kurzfristigen Ausleihe am Straßenrand stehen, die Großstädte in Deutschland.

Dennoch besteht imagemäßig weiterhin Nachholbedarf. Carsharing gilt zwar als „modern“ und „zeitgemäß“. Das sagen rund 85 Prozent der Bundesbürger in einer repräsentativen Umfrage der European Business School (EBS). 80 Prozent bewerten Carsharing zudem als „hilfreich“ und 76 Prozent als „interessant“.

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Doch nur 69 Prozent finden Carsharing wirklich „cool“. Erstaunlich dabei ist, dass dies 18- bis 30-Jährige genauso sehen wie die über 40-Jährigen. Denn eigentlich sind die Jungen dem Thema aufgeschlossener als die Älteren. Der Nachwuchs findet die kurzfristige Auto-Miete interessanter, hilfreicher und moderner als die Ü-40-Generation. Doch beim Coolness-Faktor liegen beide Gruppen in der Bewertung gleichauf.

Viel Luft nach oben

Dennoch bleibt Carsharing zahlenmäßig weiter auf dem Vormarsch. „Der Carsharing-Markt ist massiv in Bewegung“, sagt Tobias Schäfers, EBS-Professor und wissenschaftlicher Leiter der Studie. „Mit Blick auf das derzeitige Wachstum zeigt unsere Studie: Nach oben ist weiterhin noch viel Luft!“ Carsharing könnte sich für mehr als jeden zweiten Deutschen zu einer Alternative zum Autokauf entwickeln, so die Studie. Fast jeder vierte Befragte könne sich das sogar „sehr gut“ vorstellen. Autokonzerne tun also gut daran, sich bei dem Thema zu engagieren.

Ratgeber Wann sich Carsharing lohnt

Schon seit den 1980er Jahren gibt es Carsharing in Deutschland, in Mode gekommen ist es allerdings vor wenigen Jahren. Wer den richtigen Tarif finden will, muss auf die Details achten.

Buchung leicht gemacht: Selbst unterwegs kann man per Smartphone noch ein freies Auto vormerken. Quelle: dpa/picture alliance

Vor allem Daimler prescht hier voran. In Köln startete der Konzern vergangene Woche nun in der fünften deutschen Stadt mit seinem Modell Car2Go – nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Ulm. Der Autobauer ist zudem bereits in zwölf ausländischen Städten aktiv – unter anderem in Austin und Miami in den USA, Toronto und Vancouver in Kanada sowie Lyon, Amsterdam und Wien. BMW hat seine Marke DriveNow in Berlin, München und Düsseldorf positioniert - zudem als einzige ausländische Stadt in San Francisco. Volkswagen konzentriert sich bislang nur auf Hannover.

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