Neuer Produktionschef : Überraschendes Stühlerücken bei BMW

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Neuer Produktionschef : Überraschendes Stühlerücken bei BMW

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Harald Krüger war bisher Vorstand für die Marken Mini und Rolls-Royce.

Eine langjähriger Führungskraft geht, ein Kronprinz rückt weiter auf und ein früherer Audi -Manager kommt. Der neue Produktionschef Harald Krüger könnte in ein paar Jahren sogar Konzernchef werden.

Wie BMW am Donnerstag mitteilte, verlässt Produktionschef Frank-Peter Arndt zum 1. April den Münchner Autobauer aus gesundheitlichen Gründen. Dies sei sein eigener Wunsch gewesen. Sein Nachfolger wird der bislang schon als Hoffnungsträger gehandelte Harald Krüger, der derzeit im Vorstand für die Marken Mini und Rolls-Royce sowie für die Motorradsparte zuständig ist. Krüger werden große Chancen eingeräumt, in einigen Jahren Konzernchef zu werden. Krügers Aufgaben übernimmt künftig der Vertriebsmann Peter Schwarzenbauer, ursprünglich ein BMW-Gewächs, zuletzt aber beim Rivalen Audi tätig.

Mit den drei Neubesetzungen im achtköpfigen Vorstand will BMW auch 2013 den Widrigkeiten im Automarkt trotzen und den Gewinn weiter steigern. 2012 erzielten die Münchner trotz Krise im Kernmarkt Europa ein Rekordergebnis. Außerdem muss die Konkurrenz auf Abstand gehalten werden - sowohl Audi als auch Daimlers Oberklasse-Marke Mercedes haben sich auf die Fahnen geschrieben, BMW bis 2020 von der Spitze im Premiumsegment zu verdrängen.

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Noch liegen die Münchner bei den Verkaufszahlen vorn, doch Audi rückte zuletzt näher. Schwarzenbauer hatte bei dem Konkurrenten als Vertriebschef für kräftige Zuwächse in den USA gesorgt. Die Oberklasse-Hersteller profitieren davon, dass ihre teuren Limousinen und Geländewagen in den USA und China weiter gefragt sind. So können sie Rückgänge im Heimatmarkt Europa wettmachen, wo sie fast die Hälfte ihres Absatzes erzielen. Allerdings belastet die Krise in Europa den Gewinn, weil Rabatte an der Tagesordnung sind. Auch in China forderte die Kundschaft zuletzt Nachlässe.

Für 2013 bekräftigte BMW das Ziel, weltweit erneut mehr Autos zu verkaufen. Neben Vertriebsvorstand Ian Robertson soll dafür der neue Markenchef Schwarzenbauer sorgen. Der 53-jährige Betriebswirt aus Bayern hatte seine Karriere bei BMW begonnen, später bei Porsche in den USA gearbeitet. Von 2008 bis 2012 war er Vertriebschef von Audi, fiel im vergangenen Jahr jedoch dem umfassenden Vorstandsumbau im VW-Imperium zum Opfer.

Topmanager Krüger sitzt seit 2008 im BMW-Vorstand, wo er schon als Personalchef als Hoffnungsträger galt, nicht zuletzt weil er einer der jüngsten im Führungsgremium ist. Dem Produktionsvorstand werden bei BMW traditionell große Chancen eingeräumt, ganz an die Spitze zu gelangen. Auch Vorstandschef Norbert Reithofer hatte diesen Posten bekleidet, ehe er die Konzernleitung übernahm. Sein Vertrag läuft 2016 aus. Dann könnte Reithofer Aufsichtsratschef Joachim Milberg beerben, der trotz Überschreiten der internen Altersgrenze von 70 Jahren für weitere drei Jahre im Amt bleiben soll.

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