Neuzulassungen: Deutsche kaufen immer weniger Autos

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Neuzulassungen: Deutsche kaufen immer weniger Autos

In Deutschland sind erneut mehr Autos verkauft worden. Davon profitieren fast alle deutschen Hersteller. Allerdings werden immer weniger Neuwagen auf private Käufer zugelassen.

Der moderate Aufwärtstrend am deutschen Automarkt setzt sich fort. Mit 275.320 Neuwagen wurden 3,7 Prozent mehr Autos zugelassen als ein Jahr zuvor, wie das Kraftfahrtbundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte. Dabei konnten die deutschen Marken fast ausnahmslos zulegen. Seit Jahresbeginn stiegen die Neuzulassungen um 3 Prozent auf knapp 2,6 Millionen Einheiten, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Berlin berichtete.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

  • Platz 10

    Porsche - Plus 7,1 Prozent - 12.687 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen setzt seine Erfolgsgeschichte ungebrochen fort. Auch im ersten Halbjahr legen die Verkäufe zu. Dabei dürften Verkaufsschlager wie der Macan auch weiterhin für Absatz sorgen.

    Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

  • Platz 9

    Renault/Dacia - Plus 9,5 Prozent - 79.280 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Die Franzosen sind zurück. Mit dem neuen Clio als Zugpferd legt auch der Absatz deutlich zu. Die rumänische Billigtochter Dacia verpasst zwar knapp das zweitstellige Wachstum der Vorjahre, verkauft sich aber weiterhin blendend.

  • Platz 8

    Ford - Plus 9,8 Prozent - 108.548 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Die Ford-Werke in Köln haben zuletzt angekündigt, die Fiesta-Produktion in der Domstadt zu verlängern. Beim Kunden legt sich die Marke stärker zu als alle anderen mit deutschen Wurzeln.

  • Platz 7

    Seat - Plus 10,3 Prozent - 45.630 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns fährt aus der Krise. Der neue Leon macht's möglich - und beschert ein sattes Absatzplus auf dem deutschen Markt.

  • Platz 6

    Skoda - Plus 14 Prozent - 88.198 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Noch besser schlägt sich nur die tschechische VW-Tochter, die damit auch Renault/Dacia hinter sich lässt und mit über 88.000 verkauften Fahrzeugen zur erfolgreichsten Importmarke auf dem deutschen Markt aufsteigt.

  • Platz 5

    Land Rover - Plus 16,2 Prozent - 8.032 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Die noblen Briten können mit dem Evoque auch modern und klein. Das zahlt sich bei den Verkäufen aus. In Deutschland verkauft Land Rover fast doppelt so viele Autos wie Konkurrent Jeep.

  • Platz 4

    Jaguar - Plus 16,8 Prozent - 2.612 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Die Raubkatze ist auf dem Sprung, auch wenn ihr Marktanteil mit 0,2 Prozent noch winzig ausfällt. Trotzdem: Neue Modelle wie der F-Type kommen auch in Deutschland an.

  • Platz 3

    Mazda - Plus 16,8 Prozent - 28.542 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Kennen Sie noch die uncoolen Mazdas aus den 90ern? Die Autokäufer in Deutschland kennen sie nicht. Eine runderneuerte Modellpalette bringt Mazda unter den Gewinnern der Zulassungsstatistik sogar auf das Treppchen.

  • Platz 2

    Nissan - Plus 22,8 Prozent - 32.250 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Fast hätte es für die Japaner sogar für das größte Wachstum im Markt gereicht. Der SUV Qashqai verkauft sich wie geschnitten Brot. Nur eine Marke wächst noch rasanter.

  • Platz 1

    Jeep - Plus 33,3 Prozent - 4.041 verkaufte Fahrzeuge im 1. Halbjahr 2014

    Die SUV-Marke aus dem Hause Fiat/Chrysler wächst in Deutschland stärker als alle Konkurrenten. Das dürfte Fiat-Chef Marchionne freuen, für dessen Premiumstrategie die Marke eine Schlüsselrolle spielt.

Der zaghafte Aufschwung am deutschen Automarkt ist allerdings allein dem gewerblichen Flottengeschäft zu verdanken. „Die Kaufbereitschaft der privaten Kunden im Gesamtmarkt ist im Oktober mit knapp 96.000 Neuzulassungen um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen“, erklärte der Importeursverband VDIK in Bad Homburg. Laut KBA stieg der Anteil gewerblicher Zulassungen auf 65,2 Prozent an.

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Der Privatmarkt bleibe in den ersten zehn Monaten des Jahres rückläufig. „Es sind die nach wie vor investitionsfreudigen Unternehmen, die den deutschen Automarkt derzeit vor einem Absturz bewahren“, sagte Ernst&Young-Experte Peter Fuß: Die Zulassungen auf gewerbliche Halter stiegen um neun Prozent auf etwa 179.500.

Welche Marken wachsen - und welche nicht

Trotzdem können sich etwa Porsche (+35,8 Prozent) und Mini (+13,4 Prozent) über zweistellige Zuwächse im Oktober freuen. Auch Audi (+5,7 Prozent), Opel (+4,4 Prozent), Mercedes (+3,0 Prozent) und BMW (+1,5 Prozent) konnten den Absatz nach den KBA-Zahlen steigern. Lediglich Smart (-53,8 Prozent) und Ford (-6,7 Prozent) verloren. Der VW-Absatz stagnierte auf hohem Niveau: Die Marke behauptete mit 22,5 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen.

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Zudem profitieren deutsche Hersteller von der wachsenden Auslandsnachfrage. Die Exporte aus deutschen Werken stiegen im Oktober um drei Prozent auf 364.200 Autos, berichtete der VDA. Viele Abnehmer fanden die Autobauer zuletzt in China und den USA, während in Brasilien und Russland die schlechte Wirtschaftslage bremste. Auch manche europäischen Länder erholten sich nur mühsam, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. „Es gibt Luft nach oben.“ Weil auch die Aufträge aus dem Ausland wuchsen, bleibt die Branche aber zuversichtlich, dass die Ausfuhren auch in den kommenden Monaten leicht zulegen werden.

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