Neuzulassungen im September: Deutscher Pkw-Markt bremst Talfahrt

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Neuzulassungen im September: Deutscher Pkw-Markt bremst Talfahrt

, aktualisiert 02. Oktober 2013, 13:25 Uhr
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Neuwagen werden bei einem Händler zum Kauf angeboten. Der weltweite Absatz des Volkswagen-Konzerns ist im August auf Vorjahresniveau verharrt.

Für Branchenkenner ist es ein Anzeichen einer Stabilisierung: Der deutsche Automarkt schrumpfte im September weiter, jedoch langsamer als zuvor. Auch in Frankreich gibt es erste Anzeichen einer Wiederbelebung.

Der deutsche Automarkt ist im September zwar weiter geschrumpft. 247.199 Pkw wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) von Mittwoch neu zugelassen - das ist ein Minus von 1,2 Prozent. Im August betrug der Rückgang allerdings noch 5,5 Prozent. Von Januar bis Ende September wurden in Deutschland sechs Prozent weniger Neuwagen zugelassen..

Bei den deutschen Marken wies Opel mit plus 13,2 Prozent den deutlichsten Zuwachs zum Vorjahresmonat auf. Ford und Porsche (jeweils plus 1,2 Prozent), Mercedes (plus 0,9) und Audi (plus 0,7) legten im September leicht zu. Einen Rückschlag gab es für den Mini, von dem 33,8 Prozent weniger als im September 2012 erstmals angemeldet wurden. Rückgänge mussten auch Smart (minus 6,6 Prozent), BMW (minus 3,9) und VW (minus 2,2) hinnehmen. Mit einem Anteil von 20,3 Prozent an allen Pkw blieb VW die beliebteste Automarke hierzulande.

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Nach langer Talfahrt rechnen Branchenkenner für das Schlussquartal mit einer Stabilisierung.

Auch in Frankreich gibt es erste Anzeichen für eine Wiederbelebung des lange brachliegenden Automarktes. Die Zahl der Pkw-Registrierungen stieg im September um 3,4 Prozent auf 142.211 Fahrzeuge, wie die zuständige Industriegruppe CCFA am Dienstag mitteilte. Vor allem der heimische Autobauer Renault schnitt mit einem Absatzplus von 18,1 Prozent gut ab. Ebenfalls deutliche Zuwächse verbuchten Daimler mit Mercedes-Benz sowie der italienische Autobauer Fiat. Doch es gab auch genügend Konzerne, die von der Belebung zunächst nicht profitieren konnten. Peugeot Citroen, die Opel-Mutter General Motors und Ford setzten trotz des allgemeinen Aufwärtstrends erneut weniger Autos ab. Volkswagen kam im September auf ein leichtes Plus von 1,7 Prozent.

Auf dem US-Markt im September hat besonders Volkswagen einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der Absatz der Kernmarke VW fiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,2 Prozent auf 31.920 Fahrzeuge, wie der Wolfsburger Konzern mitteilte. Damit fand Europas größter Autohersteller keinen Anschluss an die US-Rivalen Ford und Chrysler, die VW schon im August davongefahren waren und im September ihr Comeback auf dem Heimatmarkt fortsetzten. Insgesamt ging der Absatz im September in den USA jedoch um 4,2 Prozent auf 1,14 Millionen Fahrzeuge zurück, wie aus Statistiken der Hersteller hervorging.

Anders als VW gaben BMW, Mercedes und vor allem Porsche trotz des insgesamt rückläufigen Trends im September in den USA kräftig Gas: BMW steigerte den Absatz um 8,3 Prozent auf 28.874 Fahrzeuge, die Daimler-Marken Mercedes und Smart um 5,8 Prozent auf 27.474 und Porsche sogar um 13 Prozent auf gut 3000 Autos.

Ford überraschte die Experten mit einem Absatzplus von 5,8 Prozent auf 185,146 Fahrzeuge und Chrysler mit eine Zuwachs von einem Prozent auf 143.017 Autos. Analysten hatten mit Rückgängen gerechnet. Chrysler erzielte den besten September-Absatz seit sechs, Ford seit sieben Jahren. Ford kommt damit dem Platzhirsch General Motors nahe, bei dem es deutlich schlechter lief als bei den Detroiter Nachbarn: Die Opel-Mutter brachte im September 187.195 Fahrzeuge an die US-Kunden - ein Minus von elf Prozent.

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Auch für die Autos aus dem Hause Toyota konnten sich weniger Amerikaner begeistern, die Verkäufe der Japaner sanken um 4,3 Prozent auf 164.457 Stück. Bei Nissan belief sich das Minus auf 5,5 Prozent auf 86.868 Fahrzeuge. Hyundai büßte acht Prozent auf gut 55.000 Autos ein.

Das Geschäft hat sich Experten zufolge nach dem Boom im August abgekühlt, doch auch ungünstige Sondereffekte kamen zum Tragen. So gab es im September dieses Jahr weniger verkaufsoffene Tage als ein Jahr zuvor, und ein traditionell für Einkäufe genutztes Feiertagswochenendes fiel 2013 teilweise schon in den August.

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