Neuzulassungen: Plus bei Geländewagen und Mini-Vans

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Neuzulassungen: Plus bei Geländewagen und Mini-Vans

Der deutsche Automarkt schwächelt - und Besserung ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Nach einem schwachen vergangenen Jahr werde auch 2013 "ein herausforderndes Jahr" für die Branche.

So lautete die Einschätzung des Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Donnerstag in Berlin. Mit etwa drei Millionen Neuwagen haben die Deutschen im abgelaufenen Jahr 2,9 Prozent weniger Autos zugelassen als im Vorjahr. Besonders heftig traf der Einbruch das Oberklasse-Segment, wo das Minus bei 13,9 Prozent lag, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte. Gefragt waren dagegen Kleinwagen, die um 20,3 Prozent zulegten. Auch Geländewagen und Mini-Vans konnten ein Plus verzeichnen. Die Branche könne "mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein", sagte Wissmann.

Trotz eines Rückgangs von zwei Prozent führte VW 2012 weiterhin den deutschen Markt an. Die Wolfsburger kamen den Angaben zufolge auf einen Anteil von 21,8 Prozent. Insgesamt lag der Anteil der deutschen Marken auf dem Heimatmarkt bei 64,1 Prozent. Gegen den Trend legten dabei Audi um 6,3 und Porsche um 9,8 Prozent in der Zulassungsstatistik zu. Drastisch waren dagegen die Einbrüche bei Ford mit 10,7 und Opel mit 16,1 Prozent.

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Vor allem der gebeutelte französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt kräftig Federn gelassen. Mit Neuzulassungen von 170 400 Fahrzeugen - Pkw und Nutzfahrzeuge - der Marken Renault und Dacia schrumpfte der Absatz gegenüber 2011 um 5,8 Prozent. In einem nicht einfachen Umfeld habe sich die Renault Deutschland AG aber ordentlich behauptet, sagte Vorstandschef Achim Schaible am Donnerstag in Düsseldorf. Mit einem Marktanteil von 5,15 Prozent seien die Franzosen in Deutschland der größte Autoimporteur, gefolgt von Skoda, Hyundai und Toyota.

Für das neue Jahr rechnet der VDA mit einem Autoabsatz in Deutschland von etwa drei Millionen Stück - also einem weiter schrumpfenden Markt. "Mit Wachstum ist also 2013 im Inland nicht zu rechnen, aber auch nicht mit einem Absturz", sagte Wissmann. Zugleich werde der Weltmarkt sein Wachstum von zuletzt vier Prozent 2013 fortsetzen. So werde der weltweite Absatz wohl "in diesem Jahr die 70-Millionen-Marke ins Auge fassen", sagte der VDA-Präsident.

Etwas optimistischer für den deutschen Markt gaben sich die ausländischen Hersteller. "Wenn eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation gelingt und sich die bestehende Konsumneigung auch auf den Pkw-Markt überträgt, dann hält der VDIK für das Jahr 2013 über 3,0 Millionen Pkw-Neuzulassungen bis hin zum Ergebnis 2012 für möglich", sagte der Präsident des Importeursverbands, Volker Lange. So habe das Pkw-Geschäft bereits im Dezember - bereinigt um die Zahl der Arbeitstage - leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.

Die deutschen Hersteller legen ihre Hoffnungen dagegen vor allem auf das Geschäft außerhalb Europas. Der Weltmarkt werde vor allem vom Wachstum in China und den USA angetrieben. So werde die Produktion in Deutschland dank leicht wachsender Exporte 2013 um gut ein Prozent auf etwa 5,4 Millionen Fahrzeuge zulegen. "Wir spüren dabei vor allem die Dynamik der außereuropäischen Märkte", sagte Wissmann.

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