Niederländischer Sportwagenbauer: Spyker ist pleite

Niederländischer Sportwagenbauer: Spyker ist pleite

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Das Spyker B6 Venator Concept hat es bislang nicht über das Prototypenstadium hinausgeschafft.

Ein Gläubigerschutzverfahren ist gescheitert, jetzt steht der niederländische Sportwagenbauer Spyker vor der Insolvenz. Der Gründer des ehemaligen Saab-Eigentümers will aber dennoch nicht aufgeben.

Der niederländische Sportwagenbauer Spyker hat große finanzielle Probleme. Das zuständige Gericht erklärte das Unternehmen für zahlungsunfähig, weil Spyker keinen Überbrückungskredit vorweisen konnte. Nachdem der Sportwagenbauer bereits am 2. Dezember unter den Gläubigerschutz geflüchtet war, haben sich jetzt die Verhandlungen mit einem potenziellen Investor zerschlagen.

Zunächst hieß es, man wolle das Kerngeschäft während der Dauer der Insolvenz, die mit dem US-Verfahren Capter 11 vergleichbar sei, aufrechterhalten. Ob das aber ohne die kolpotierten 75 Millionen Euro des Investors weiterhin möglich ist, bleibt unklar.

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Die Marke Spyker war 1999 vom Multimilliardär Victor Muller reaktiviert worden und wurde mit luxuriösen und exotischen Supersportwagen bekannt. Zudem sorgte Spyker mit einem Intermezzo in der Formel 1 im Jahr 2007 und als zwischenzeitlicher Eigentümer der schwedischen Krisenmarke Saab (2010-2012) für Aufmerksamkeit. Diese beiden Stationen in der 15-jährigen Unternehmensgeschichte waren jeweils nur von kurzer Dauer, verbrannten aber beide viel Geld.

Dem Vernehmen nach hat das Management in dem vergangenen Jahr einen Sanierungsplan ausgearbeitet, der mit dem vom Gericht bestellten Verwalter umgesetzt werden sollte. Unter anderem sollte ein Konzeptauto zur Serienreife entwickelt werden und das Unternehmen wollte die Fusion mit einem US-Hersteller von Elektroflugzeugen vorantreiben, dessen Technologie auch in den Sportwagen zum Einsatz kommen sollte.

Spyker hatte für nächstes Jahr das neue Modell B6 Venator Spyder angekündigt. Der offene zweisitzige Mittelmotorsportwagen sollte einen mindestens 375 PS starken V6-Motor haben und mit rund 110.000 Euro für einen Spyker vergleichsweise günstig werden.

In einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung gab sich Unternehmensgründer Muller weiterhin kämpferisch. "Keine der Ambitionen wir hatten, als wir vor 15 Jahren Spyker gegründet haben, ist mit der heutigen Verhandlung verschwunden. Im Jahr 2000 haben wir angefangen, ein Supersportwagen-Geschäft von Grund auf mit einem weltweiten Vertrieb aufzubauen. Und das haben wir erreicht", wird Muller zitiert. "Ich werde mich unermüdlich bemühen, Spyker wiederzubeleben, sobald dies praktisch möglich ist."

Zuletzt hatte das Unternehmen sogar Probleme, die Miete für das Betriebsgelände zu zahlen, wozu das Gericht Spyker verpflichtet hatte. Der Verwalter, der das Unternehmen bereits durch den Gläubigerschutz geführt hat, soll nun auch das Konkursverfahren leiten.

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