Nissan bringt bis 2020 selbstfahrende Wagen: "Niemand soll in unseren Autos sterben"

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Nissan bringt bis 2020 selbstfahrende Wagen: "Niemand soll in unseren Autos sterben"

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Der Nissan Leaf mit "Autonomous Drive"-Ausrüstung. Schon rollt er zu Testzwecken auf Kaliforniens Straßen.

Foto: Jürgen Rees

von Jürgen Rees

Ein Auto, das selbst fährt und einparkt - was klingt wie Science Fiction, könnte schon in einigen Jahren Realität werden. Die ersten selbstfahrenden Nissan Leaf werden bereits auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Das Ziel ist nicht nur der Komfort - auch Unfälle sollen so zur Vergangenheit gehören.

Sie wollen abends in die Stadt fahren und ins Kino oder ins Theater gehen? Kein Problem. Der Nissan Leaf bringt sie vollautomatisch sicher und komfortabel dahin. Er hält direkt vor dem Kino oder dem Theater, sie steigen aus und drücken auf ihrem Smartphone den Park-Knopf. Ganz alleine, ohne Fahrer bewegt sich der Wagen ins Nahe gelegene Parkhaus und findet einen freien Platz. Nach dem Kinofilm kommt er auf Knopfdruck wieder direkt zum Kino. Natürlich fährt der Leaf emissionsfrei, denn er hat einen fast geräuschlosen Elektroantrieb.

Nein, das ist keine Science Fiction. Gerade hat der japanische Autohersteller im kalifornischen Irvine gezeigt, dass die Technik für das selbstfahrende Auto bereits vorhanden ist. Die Autos fahren bereits. Noch sind nicht alle Probleme gelöst: das selbstfahrende Auto kann beispielsweise noch nicht wie ein Mensch intuitiv und schnell das richtige tun.

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Der Wagen hat sich bereits als Elektroauto bewährt. Nun machen die Entwickler mit ihm den nächsten Schritt in die Zukunft. Foto: Jürgen Rees

Der Wagen hat sich bereits als Elektroauto bewährt. Nun machen die Entwickler mit ihm den nächsten Schritt in die Zukunft.

Foto: Jürgen Rees

An amerikanischen Kreuzungen mit vier Straßen beispielsweise versagt das System meist, der Wagen bleibt einfach stehen. Denn Vorfahrt hat in den USA der Wagen, der als Erster an die Kreuzung herangefahren ist, die Fahrer verständigen sich über Blickkontakte und zentimeterweises Einfahren in die Kreuzung. Das kann das selbstfahrende Auto noch nicht. Noch nicht. Das wird sich ändern. Wenn Autos untereinander kommunizieren können, ist die Abstimmung, wer zuerst fährt, kein Problem mehr. 

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Ob man in zwanzig Jahren noch einen Führerschein machen muss? Google, Audi, Toyota und Co forschen jedenfalls massiv daran, dem Fahrer das Fahren abzunehmen. Und die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst.

Quelle: United Archives

Ein weiteres Hindernis sind die gesetzlichen Vorgaben. Noch gibt es nirgendwo Richtlinien, wie selbstfahrende Systeme aussehen könnten. Müssen sie ähnlich wie im Flugzeug aus Sicherheitsgründen doppelt vorhanden sein? Wer haftet, wenn das selbstfahrende Auto einen Unfall baut? Der Fahrer oder Nissan?

Trotz der noch ungeklärten fragen ist Andy Palmer, Nissans Vize-Chef, sicher: "Im Jahr 2020 bringen wir ein erschwingliches selbstfahrendes Auto auf den Markt", verspricht Palmer. Verschiedene Assistenzsysteme wie Parkpiloten, Baustellen-Assistenten oder Staupiloten werden vor allem in Nissans Luxusmarke Infiniti schon vorher zu haben sein.

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