Nutzfahrzeug-Sparte: VW holt zum großen Schlag aus

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Nutzfahrzeug-Sparte: VW holt zum großen Schlag aus

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In den Vorjahren waren anlässlich der Sitzung erste Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt worden.

Volkswagen hat große Pläne für die nächsten Wochen: Die Wolfsburger wollen sich die Macht bei ihrer Lkw-Tochter Scania komplett sichern. Ende April soll alles klar sein. Die Offerte an die Aktionäre ist üppig. Derweil läuft sich schon ein neuer Nutzfahrzeug-Manager warm.

Europas größter Autobauer Volkswagen holt zum großen strategischen Schlag für seine Nutzfahrzeug-Allianz aus. Der Konzern will die Macht bei seiner Lkw-Tochter Scania komplett an sich reißen und macht den verbleibenden Aktionären dafür ein verlockendes Angebot: Mit gut 50 Prozent Aufschlag auf den aktuellen Wert der Papiere soll alles ganz schnell gehen. Mit einer Komplettübernahme bei den Schweden könnte VW endlich durchregieren und die Verzahnung mit seinem zweiten Lkw-Spezialisten MAN ohne Störfeuer vorantreiben. Parallel dazu glänzte VW am Freitag mit neuen Rekordzahlen.

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn ließ am Freitagabend erklären: „Mit unserem Angebot streben wir eine nachhaltige und klare Aktionärsstruktur für Scania an. Dies ist ein bedeutender Schritt, um die Vorteile, die der Integrierte Nutzfahrzeugkonzern für alle Beteiligten bietet, vollständig realisieren zu können.“ Für VW geht es bei dem Übernahmeangebot immerhin um 6,7 Milliarden Euro. Die Prämie für die Scania-Aktionäre liegt bei über 50 Prozent Aufschlag.

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Die Gewinnmaschine Volkswagen läuft weiter wie geölt: 2013 machte der Konzern rechnerisch jeden einzelnen Tag rund 32 Millionen Euro Ertrag vor Zinsen und Steuern. Für 2014 gelten bei VW jedoch nur verhaltene Erwartungen.

Volkswagen Logos auf neun VW-Fahrzeugen mit unterschiedlichen Karosseriefarben Quelle: dpa

Die Offerte spiegelt einen „hohen strategischen Wert wider“, sagte Winterkorn. „Es ist nach unserer Überzeugung für die Aktionäre von Scania sehr attraktiv.“ Die Frist werde voraussichtlich am 17. März beginnen und am 25. April enden ist an die Bedingung geknüpft, dass es Volkswagen auch gelingt, mit dem Angebot in Besitz von mehr als 90 Prozent der Aktiengesamtzahl zu gelangen. Sollte das klappen, plant Volkswagen einen „Squeeze-out“, mit dem restliche Aktionäre hinausgedrängt werden dürften und VW am Ende Scania ganz von der Stockholmer Börse nimmt. Für den Deal will VW in die eigene Kasse greifen und für bis zu zwei Milliarden Euro neue Aktien ausgeben.

Volkswagen ist bereits seit 2000 an Scania beteiligt und hält heute direkt und indirekt insgesamt 89,2 Prozent der Stimmrechte und 62,6 Prozent des Kapitals an dem schwedischen Nutzfahrzeugunternehmen.

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