Opel: General-Motors-Tochter schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

ThemaOpel

Opel: General-Motors-Tochter schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Bild vergrößern

Nach dem Brexit-Referendum führt Opel Kurzarbeit ein.

Nach dem Brexit-Votum führt Opel in den Werken in Rüsselsheim und Eisenach Kurzarbeit ein. Das Ausmaß soll laut Konzern vor allem von den Verkaufszahlen der Modelle Insignia und Corsa in Großbritannien abhängen.

Das Votum Großbritanniens für den Austritt aus der EU verhagelt Opel das Geschäft. In Rüsselsheim und Eisenach werde im weiteren Jahresverlauf Kurzarbeit eingeführt, sagte ein Sprecher der General-Motors-Tochter. Das Ausmaß werde in hohem Maße von den Verkaufszahlen der Modelle Insignia und Corsa in Großbritannien abhängen. Für beide Fahrzeuge ist das Land der größte Markt.

Nach Informationen des "Spiegel" soll im Werk Rüsselsheim wegen schwacher Verkaufszahlen des Insignia in diesem Jahr über 28 Tage kurz gearbeitet werden. Im Interview mit der WirtschaftsWoche wies Marketing-Chefin Tina Müller bereits auf den beträchtlichen Einfluss des Brexit auf die Ergebnisse vom Opel im zweiten Halbjahr hin. "Sollten die derzeitigen Marktbedingungen für den Rest des Jahres anhalten, könnte dies für uns in der zweiten Jahreshälfte negative Auswirkungen in Höhe von bis zu 400 Millionen Dollar haben", so Müller.

Anzeige

Großbritannien ist der größte Absatzmarkt von Opel in Europa. "Wir haben dort einen Marktanteil von über 10 Prozent", so Müller. "Die private Nachfrage nach neuen Autos wird zurückgehen, das zeigen die ersten Tendenzen. Viel schlimmer für uns sind jedoch die Auswirkungen durch den erheblichen Wertverlust des britischen Pfund."

VW stoppt Golf-Produktion Was über den VW-Lieferstreit bekannt ist

Der Druck durch den Lieferstopp steigt: Wegen des Streits mit zwei Zulieferern muss VW die Golf-Produktion unterbrechen. Der Konzern muss eine Lösung finden, bei den Gesprächen am Montag geht es um viel.

ARCHIV - Ein Mitarbeiter hält am 25.02.2013 ein Volkswagen-Logo im VW-Werk in Wolfsburg (Niedersachsen) an der Produktionsstraße für den VW Golf VII. Foto: Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa "VW kündigt harte Gangart gegen Lieferstopp an - bis zur Ordnungshaft" vom 19.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Opel produziert zwar in Groß-Britannien, aber viele wichtige Komponenten wie Motoren und Getriebe werden aus Kontinentaleuropa importiert. Die meisten Komponenten der Astra-Karosserie kommen beispielsweise aus dem Opel-Werk Kaiserslautern, die damit teurer werden. "Die Wertschöpfung im Land ist nicht so hoch, als dass wir den Währungseffekt damit auffangen könnten", erklärte Müller. Die jetzt angezeigte Kurzarbeit ist ein Teil der Strategie, um den Brexit Effekt zu kompensieren.

Die Briten hatten sich am 23. Juni für einen Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Das Pfund war daraufhin auf ein 31-Jahres-Tief abgestürzt und notiert nach einer leichten Erholung aktuell bei 1,31 Dollar – Mitte Juni kostete die britische Währung noch rund 1,45 Dollar. Nach einer Umfrage der Bank of England mehren sich zudem die Anzeichen für eine Abkühlung der britischen Wirtschaft. Die Notenbank stemmt sich mit niedrigeren Zinsen und einer Geldflut gegen eine drohende Rezession.

Automotive Performance 2016

  • Platz 17

    Tesla

    Der kalifornische Elektroautohersteller findet sich zum ersten Mal im Ranking. Dass es nur für den letzten Platz reicht, liegt an den hohen Verlusten und der dementsprechend niedrigen finanziellen Performance.

  • Platz 16

    Mitsubishi

    Der kleine japanische Hersteller hat im Vergleich zu seinen Wettbewerbern im Bereich Markt- und Innovationskraft nur unterdurchschnittliche Leistungen zu bieten.

  • Platz 15

    Suzuki

    Suzuki schafft es zwar sich einen Platz vor Mitsubishi zu platzieren, hat aber mit den gleichen Problemen zu kämpfen: Auch hier mangelt es an Markt- und Innovationskraft.

  • Platz 14

    PSA

    Der französische Hersteller von Peugeot und Citroën zeigt eine deutlich höhere Innovationskraft als seine japanischen Mitbewerber und erreicht damit Platz 14.

  • Platz 13

    Renault

    Aufgrund der im Vergleich niedrigen finanziellen Performance landet der französische Konzern auf Platz 13.

  • Platz 12

    Fiat-Chrysler

    Der Konzern kann sich trotz eines guten Ergebnisses der amerikanischen Tochter nicht im Mittelfeld halten und rutscht auf den 12. Platz.

  • Platz 11

    Subaru

    Der kleine japanische Autohersteller schafft es in dem Ranking auf einen Platz im unteren Mittelfeld.

  • Platz 10

    Mazda

    Mit einem Index von knapp unter 30 Prozent landet Mazda auf dem zehnten Platz und kann sich in der Gesamtperformance verbessern.

  • Platz 9

    Honda

    Mit einem Performance-Index von über 40 Prozent landet der japanische Konzern deutlich vor seinem Konkurrenten Mazda.

  • Platz 8

    Nissan

    Mit einem ähnlich guten Ergebnis wie Honda sichert sich Nissan Platz 8.

  • Platz 7

    VW

    Der Abgasskandal macht sich auch in der Performance des Wolfsburger Konzerns bemerkbar: Während er im letzten Jahr noch Platz eins war, reicht es 2016 nur für den siebten Platz.

  • Platz 6

    Hyundai

    Während es im letzten Jahr noch für Platz fünf gereicht hat. Liegt das Unternehmen mit einem Indexwert von 44 Prozent dieses Jahr nur auf Platz sechs.

  • Platz 5

    GM

    Der amerikanische Konzern verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Position und landet auf Platz 5.

  • Platz 4

    Ford

    Dank guter Markt- und Finanzkennzahlen landet Ford auf dem vierten Platz.

  • Platz 3

    BMW

    Eine gute finanzielle und eine starke Innovationsperformance sorgen dafür, dass BMW auf dem dritten Platz landet.

  • Platz 2

    Daimler
    Der schwäbische Autohersteller verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz. Grund dafür ist die zweitbeste Financial Performance.

  • Platz 1.

    Toyota
    Die beste finanzielle Performance sorgt dafür, dass Toyota auf dem ersten Platz landet.

Analysten befürchten, dass die Probleme in Großbritannien die Sanierungserfolge von Opel zunichte machen. GM will in diesem Jahr erstmals seit 1999 in Europa wieder Gewinn schreiben. Im zweiten Quartal erzielte GM in Europa mit 137 Millionen Dollar den ersten Betriebsgewinn seit fünf Jahren.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%