Opel: Kraft und Beck wollen mit GM verhandeln

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Hannelore Kraft am Rande der Opel-Betriebsversammlung

von Martin Seiwert und Henning Krumrey

Im Ringen um den Erhalt des Bochumer Opel-Werks könnten die vier Ministerpräsidenten, in deren Ländern der amerikanische Mutterkonzern General Motors produziert, gemeinsam bei GM in den USA vorsprechen.

Schon auf der Betriebsversammlung am vergangenen Montag rief Nordrhein-Westfalens Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke zu: „Wir, die Ministerpräsidenten von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Nordrhein-Westfalen, fahren gern mit Ihnen rüber nach Detroit.“ Dort wolle sie dem GM-Management erklären, warum die Schließung eines deutschen Standorts ein schlimmer Fehler sei.

„Herr Stracke hat Frau Kraft gesagt, dass er eine solche Reise intern prüfen werde“, heißt es bei Opel. Die Politiker wollen Insidern zufolge noch vor dem 28. Juni in die USA fliegen. An diesem Tag will die Opel-Führung mögliche Werksschließungen bekannt geben.

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Die Reise sei „ein Vorschlag von Hannelore Kraft, über den wir Anfang der Woche weiter reden wollen“, sagt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Kraft koordiniere die Angelegenheit, „weil das Werk in Bochum auch am stärksten betroffen“ sei. „Die Reise nur zu machen, um da mal angeklopft zu haben, macht keinen Sinn“, meint Beck. Nach der Entscheidung, die Astra-Produktion von Rüsselsheim ins britische Ellesmere Port zu verlagern, müsse „gesagt werden, welche Produktionslinien wo aufgelegt werden sollen und was das für die Auslastung der einzelnen Werke bedeutet“.

Mit den CDU-Ministerpräsidenten Volker Bouffier (Hessen) und Christine Lieberknecht (Thüringen) haben die Sozialdemokraten noch nicht gesprochen. Lieberknecht sieht die Pläne mit Skepsis: „Ich halte es für unrealistisch, dass wir da zu viert antreten.“ Ein solcher Bittgang sei unüblich. „Richtig ist, dass wir uns nicht auseinanderdividieren lassen dürfen“, mahnt die Christdemokratin. „Unser gemeinsames Anliegen ist, dass mehr Märkte in der Welt für Opel geöffnet werden. Die Autos sind ja gut, man muss sie auch überall verkaufen dürfen. Das rechtfertigt aber nicht, dass wir da alle hinfahren.“ Staatliche Hilfen für die Werke lehnen Kraft, Beck Bouffier und Lieberknecht bisher ab.

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