Bild: dpaForscher des Automotive Institute for Management (AIM) an der European Business School in Oestrich-Winkel haben den Wert von Automarken aus Sicht der Kunden bestimmt. Fast 1400 Kunden von 15 Automarken wurden dafür befragt. In die Bewertung flossen die Beurteilung der Markenstärke, Kundenbindung sowie Qualität und Service mit ein. Die Beurteilung dieser Dimensionen erfolgte mit Werten von 1 = ganz schwach bis 7 = ganz stark. Die Gesamtwertung ergibt sich aus den Mittelwerten der einzelnen Bereiche. Und hier das Ergebnis...
Bild: ReutersPlatz 15: Fiat
Wertung: 5,05
Der kleine Cinquecento ist ein Sympathieträger, der Rest eher mau. Gibt’s den Bravo eigentlich noch?
Bild: RenaultPlatz 14: Renault
Wertung: 5,38
Pionier bei Elektroautos, aber die Alltagsware ist eher grau. Wofür steht die Marke?
Bild: obsPlatz 13: Ford
Wertung: 5,41
Nur noch knapp hinter Opel und schon auf der Überholspur mit einer konsistenten Modellpolitik und sparsamen Motoren.
Bild: dpaPlatz 12: Opel
Wertung: 5,42
Zuverlässige und ansehnliche Produkte, aber die Marke hat ein Loser-Image
Bild: REUTERSPlatz 11: Peugeot
Wertung: 5,45
Mit Umwelttechnik und Hybridantrieben können die Franzosen punkten, mit der Qualität weniger.
Bild: REUTERSPlatz 10: Hyundai
Wertung: 5,49
Der Emporkömmling aus Korea. Noch ist der Preis der wichtigste Kaufgrund.
Bild: NissanPlatz 9: Nissan
Wertung: 5,56
Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Solide Produkte, aber mit wenig Emotionalität.
Bild: dpaPlatz 8: Skoda
Wertung: 5,75
In einigen Punkten besser als die Mutter VW. Aber die Kundenbindung muss noch wachsen.
Bild: dpaPlatz 7: VW
Wertung: 5,72
Zeitloses Design, solide Produkte. Aber so richtig begeistern die Produkte nicht.
Forscher des Automotive Institute for Management (AIM) an der European Business School in Oestrich-Winkel haben den Wert von Automarken aus Sicht der Kunden bestimmt. Fast 1400 Kunden von 15 Automarken wurden dafür befragt. In die Bewertung flossen die Beurteilung der Markenstärke, Kundenbindung sowie Qualität und Service mit ein. Die Beurteilung dieser Dimensionen erfolgte mit Werten von 1 = ganz schwach bis 7 = ganz stark. Die Gesamtwertung ergibt sich aus den Mittelwerten der einzelnen Bereiche. Und hier das Ergebnis...
Die Schnapsidee hat der liberale Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis vermutlich über einer Flasche Retsina ausgebrütet: Touristen, die in einem Euro-Krisen-Schulden-Land wie Griechenland kurzfristig Urlaub machen, sollen einen staatlichen Zuschuss zu den Reisekosten erhalten, eine Art Abflugprämie. Zum Dank dafür, dass sie dem Tourismus wieder auf die Beine helfen. Mit einem Last-Minute-Konjunkturprogramm, finanziert aus Steuermitteln.
Auch andernorts macht man sich Gedanken darüber, wie ein Teil der Abermilliarden zur Banken- und Euro-Rettung eingesetzt werden könnte, um die Konjunktur zu beleben. Im Mittelpunkt steht dabei die Autoindustrie, die derzeit in Europa eine schwere Absatzkrise erlebt. Fiat-Chef Sergio Marchionne fordert Abwrackprämien für überflüssige Autofabriken in Italien, die französische Regierung wird in Kürze einen Plan zur Stützung der heimischen Autoindustrie vorlegen.
Betroffen sind Hersteller, die Wagen in Europa verkaufen
Eine Abwrackprämie – für die allein Deutschland fünf Milliarden Euro verpulverte – hatte schließlich schon 2009 der Autoindustrie geholfen, die Folgen der Finanzkrise abzupuffern. Nun soll unter dem Deckmantel des Klimaschutzes ein neues Konjunkturprogramm gestartet werden, um Massenentlassungen und Werksschließungen zu verhindern. Zahlen soll dafür, na wer wohl: der Steuerzahler.
Bild: dpaGeneral Motors + PSA Peugeot Citroën
Die Gerüchteküche brodelt. Nachdem Amerikaner und Franzosen im Februar vereinbart hatten, sich gegenseitig auf dem schwächelnden europäischen Automarkt zu stützen, gibt es nun Medienberichte, nach denen PSA dem indischen Hersteller Tata schöne Augen mache. Die Zusammenarbeit von GM und PSA zielt vor allem auf eine enge Verzahnung der GM-Tochter Opel mit dem französischen Hersteller. Gemeinsam wollen GM und PSA Basismodelle entwickeln und künftig beim Einkauf und Logistik kooperieren. Außerdem wurde vereinbart, dass sich General Motors mit sieben Prozent an PSA Peugeot Citroën beteiligt und damit entscheidender Anteilseigner wird.
Opel wies den Bericht des Manager Magazins zurück. Die Allianz mache Fortschritte und entwickle sich wie erwartet. Das Magazin hatte geschrieben, PSA-Chef Varin und Tata-Eigentümer Ratan Tata würden sich seit langem kennen. Tata benötige vor allem bessere Motoren sowie hochwertigere kleinere und mittlere Automodelle. PSA könnte dabei helfen. PSA hoffe auf den Aufbau einer gemeinsamen Billigmarke ähnlich der Renault-Tochter Dacia. Außerdem könnte Tata den angeschlagenen Franzosen im Notfall mit Kapital helfen.
Bild: dpaGeneral Motors + BMW
Monatelang hatten sie verhandelt - jetzt gehen die Bayern und der US-Konzern doch wieder getrennte Wege. Zumindest beim Thema Brennstoffzelle. Die Unternehmen wollten in der technischen Entwicklung von Elektroautos zusammenarbeiten. BMW sollte von GM Brennstoffzellen-Technologie erhalten und sich im Gegenzug an den Forschungskosten beteiligen. BMW-Chef Norbert Reithofer (Foto) setzte große Hoffnungen in die Partnerschaft. Sogar die Lieferung von Teilen war im Gespräch - schon jetzt versorgt BMW die Amerikaner mit Getrieben - doch die Liaison kommt nicht zustande. Man spreche noch mit GM, aber nicht mehr über dieses Thema, lies ein BMW-Sprecher wissen. Stattdessen setzten die Bayern jetzt auf eine tiefergehende Kooperation mit ihrem japanischen Partner...
Bild: dpaToyota + BMW
BMW will seine Kooperation mit Toyota nach Medienberichten deutlich ausbauen. Im Dezember 2011 hatten die Bayern und die Japaner ihre Zusammenarbeit besiegelt. BMW erhält japanische Batterietechnik, dafür bekommt Toyota ab 2014 Dieselmotoren aus München. Die gemeinsame Entwicklung neuer Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos war bereits Bestandteil der Vereinbarung. Jetzt soll die Allianz noch enger werden. Laut der japanischen Zeitung „Nikkei“ plant Toyota die Lieferung von Hybrid-Technologie an BMW. Die gerade erst gestartete Partnerschaft von BMW mit Peugeot bei Hybridantrieben steht unterdessen mittlerweile infrage, da sich der französische Konzern im Frühjahr mit der Opel-Mutter GM verbündet hat...
Bild: obsDie Partnerschaften der Autobauer
BMW + PSA Peugeot Citroen
Bis vor kurzem sah BMW-Chef Norbert Reithofer die Allianz zwischen dem eigenen Partner Peugeot und dem US-Autobauer General Motors gelassen. „Die neue Allianz hat keine Auswirkungen auf unser Joint Venture und unsere Motorenkooperation“, sagte der BMW-Chef im März auf Autosalon in Genf. Es gebe im Gegenteil Überlegungen, die Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern bei Motoren über die bisher vereinbarte Laufzeit bis 2015 hinaus zu verlängern. Gemeinsam mit Peugeot entwickelt BMW Diesel- und Benzinmotoren. PSA liefert Motoren für den BMW Mini. Im Februar 2011 schloss man zudem eine umfassende Kooperation für Hybridkomponenten. Genau die steht jetzt auf der Kippe. BMW denke darüber nach, die Anteile von PSA am Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen, schreibt die französische Zeitung "La Tribune". BMW bestätigte, dass man die Auswirkungen der Kooperation von PSA und GM genau überprüfe, wollte jedoch keine Details nennen.
Bild: dapdDaimler + BYD
Bis 2015 will Daimler in China mehr Mercedes-Modelle verkaufen als irgendwo sonst auf der Welt. Helfen soll dabei der chinesische Konzern BYD, mit dem die Schwaben ein neues Elektroauto entwickeln. Das Kürzel BYD steht für Build Your Dreams. Binnen zehn Jahren ist das Unternehmen zum Weltmarktführer für Handy- und Laptop-Batterien aufgestiegen. Dann stieg BYD in die Autoproduktion ein. Ziel: Nummer eins werden. Nach der Explosion eine Elektroautos und stagnierenden Absatzzahlen gerät BYD zunehmend unter Druck.
Bild: dpaVW + SAIC
Zukunftsmarkt China - hier wollen die Autobauer die Umsätze machen, die ihnen im krisengebeutelten Europa wegbrechen. Volkswagen arbeitet auf dem chinesischen Markt mit SAIC Motor und FAW Group zusammen. Die Wolfsburger wollen 2014 mit der Fertigung von Elektroautos in China beginnen. Die Massenproduktion soll 2018 anlaufen. Die beiden Gemeinschaftsunternehmen Shanghai Volkswagen und FAW Volkswagen sollten jeweils eigene Modelle auf den Markt bringen, so VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann.
Bild: REUTERSSAIC + General Motors
Ähnliches Spiel, anderer Partner: SAIC hat im September 2011 eine Abkommen mit der Opel-Mutter General Motors unterzeichnet. Ziele: Die Partner wollen eine Elektroauto-Plattform für den boomenden Markt in China entwickeln. GM und SAIC arbeiten schon seit Jahren erfolgreich bei herkömmlichen Autos zusammen, vor allem unter der Marke Wuling.
Bild: dpa/dpawebBMW + Brilliance
Auch BMW sichert sich über ein Partnerunternehmen den Zugang zum wachsenden chinesischen Markt. Seit 2003 arbeiten die Bayern mit dem Autobauer Brilliance im Joint-Venture BMW Brilliance Automotive Limited zusammen. Seitdem werden ein Teil der BMW 3er und 5er für den asiatischen Markt in China produziert. Das 5er-Modell wird dort unter anderem als Langversion gefertigt, die nur in China erhältlich sind. Eine Elektroversion eben jener Langversion des 5er hat BMW bereits mit der Tongji-Universität in Schanghai entwickelt. Zusammen mit Brilliance ist die Serienproduktion von Elektroautos ab 2013 geplant.
Bild: dpaVW - Suzuki
2009 hatten der japanische Autobauer Suzuki und Volkswagen eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. VW hält 20 Prozent am japanischen Autobauer. Doch die Zweck-Ehe der ging in die Brüche. Volkswagen hatte sich von Suzuki einen Zugang zum indischen Markt erhofft. Daraus wird nun nichts. Im Dezember 2011 wurde das Ende der Kooperation bekannt.
Bild: ScreenshotDaimler + Tesla
Daimler sicherte sich 2009 eine 10-Prozent-Beiteiligung am amerikanischen Elektroauto-Start-up Tesla ein. Tesla stellt aktuell Batteriepakete und Antriebsstränge für Daimler her, bis der Elektrosmart Mitte 2012 in Serie geht.
General Motors + PSA Peugeot Citroën
Die Gerüchteküche brodelt. Nachdem Amerikaner und Franzosen im Februar vereinbart hatten, sich gegenseitig auf dem schwächelnden europäischen Automarkt zu stützen, gibt es nun Medienberichte, nach denen PSA dem indischen Hersteller Tata schöne Augen mache. Die Zusammenarbeit von GM und PSA zielt vor allem auf eine enge Verzahnung der GM-Tochter Opel mit dem französischen Hersteller. Gemeinsam wollen GM und PSA Basismodelle entwickeln und künftig beim Einkauf und Logistik kooperieren. Außerdem wurde vereinbart, dass sich General Motors mit sieben Prozent an PSA Peugeot Citroën beteiligt und damit entscheidender Anteilseigner wird.
Opel wies den Bericht des Manager Magazins zurück. Die Allianz mache Fortschritte und entwickle sich wie erwartet. Das Magazin hatte geschrieben, PSA-Chef Varin und Tata-Eigentümer Ratan Tata würden sich seit langem kennen. Tata benötige vor allem bessere Motoren sowie hochwertigere kleinere und mittlere Automodelle. PSA könnte dabei helfen. PSA hoffe auf den Aufbau einer gemeinsamen Billigmarke ähnlich der Renault-Tochter Dacia. Außerdem könnte Tata den angeschlagenen Franzosen im Notfall mit Kapital helfen.
Fakt ist: Die Probleme der Branche haben sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschärft. Betroffen sind Autohersteller, die wie Opel, Peugeot, Citroën und Fiat das Gros ihrer Produkte in Europa absetzen – und hier vom Strudel der Schuldenkrise und den rigiden Sparprogrammen in den Krisenländern hinabgezogen werden: Die Existenznöte vieler Griechen, Spanier, Italiener und Portugiesen lassen wohl auf Jahre keinen Platz für Gedanken an einen Neuwagenkauf. Zumal viele Autos, die auf den Straßen unterwegs sind, noch ganz toll in Schuss sind – angeschafft wurden sie erst 2009 mithilfe der Abwrackprämie.
Teure Konjunkturprogramme für die Autoindustrie, über die jetzt wieder diskutiert wird, sind auch deshalb so überflüssig und töricht wie der Duftbaum am Rückspiegel oder eine (angeblich leistungssteigernde) Lachgas-Einspritzung: Die deutschen Hersteller haben ihre Abhängigkeit vom gesättigten europäischen Markt frühzeitig verringert und benötigen dank ihrer Premiumstrategie keine Stütze von den Steuerzahlern, um ordentlich Geld zu verdienen.
Die Probleme sind mit Steuergeldern nicht zu lösen
Und die übrigen Volumenhersteller – Fiat, Renault, PSA Peugeot Citroën und General Motors Europe – sollten die aktuelle Absatzkrise zunächst dazu nutzen, um endlich ihre Hausaufgaben zu machen: Nach dem jüngsten Bericht der Cars-21-Gruppe – in der sich Europas Automanager, Politiker und Verbandsfunktionäre Gedanken über Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumsstrategien machten – schiebt die Branche enorme Überkapazitäten vor sich her: Nach Schätzungen von Experten müssten in Europa fünf bis sechs Autowerke geschlossen werden. Aus politischen Gründen ist es dazu bislang nicht gekommen – weshalb die Branche nun von einer Krise zur nächsten stolpert.
Bild: dpaWo Opel in Deutschland und Europa produziert
Bochum
Kapazität: 160.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 131.000 (davon 87.000 Zafira)
Seit 1962 produziert Opel in Bochum-Laer und Bochum-Langendreer. 3.100 Mitarbeiter bauen hier den Zafira Family und Zafira Tourer sowie den Astra Classic. Ende 2016 läuft die Produktion der Großraumlimousine Zafira aus. Dann sollen in der 50 Jahre alten Fabrik die Lichter ausgehen.
Bild: dpaRüsselsheim
Kapazität: 180.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 181.000 (davon 150.000 Insignia)
Rüsselsheim ist der älteste Standort von Opel, seit 1899 ist der Autobauer hier zuhause. Im Opel-Stammwerk arbeiten aktuell noch 3.500 Mitarbeiter. Sie produzieren den Opel Insignia als Limousine, Fließheck und Sports Tourer, sowie den Astra-5-Türer. Versuchsweise soll in Rüsselsheim bereits auch der Zafira-Tourer in der Rüsselsheimer Produktion gelaufen sein. Gemäß dem „Master Agreemet“ mit dem Gesamtbetriebsrat darf der Zafira aber ausschließlich in Bochum gebaut werden. Der Betriebsrat hat eine Überprüfung der Angelegenheit eingeleitet.
Bild: APEisenach
Kapazität: 190.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 130.000 (ausschließlich Corsa)
In Eisenach steht eines der jüngsten Opel-Werke. 1990 nahm der Autobauer den Betrieb in Thüringen auf. Die 1600 Opelaner in Eisenach sind für das Modell Corsa zuständig.
Bild: dpaKaiserslautern
Produkte: Komponenten und Motoren
Im Werk Kaiserslautern entstehen Aluminiumhauben, Vorderrahmen, Vorderradträger und Hinterachsen sowie wie 1,9 l und 2,0 l Dieselmotoren. 2.700 Mitarbeiter arbeiten in Kaiserslautern. Die Produktion begann 1966.
Bild: dpaEllesmere Port (England)
Kapazität: 187.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 140.000 (ausschließlich Astra)
Ebenfalls in den 60er Jahren entstand das Werk in Ellesmere Port. Gebaut werden hier der Astra Fünftürer, Van und Sports Tourer. 2.100 Briten arbeiten hier für Opel.
Bild: dpaLuton (England)
Kapazität: 67.000 Fahrzeuge
Gefertigte Fahrzeuge: 68.000 (davon 53.000 Vivaro)
Das zweite britische Werk ist mit 1.100 Mitarbeitern eines der kleinen Opel-Werke, aber auch eines der ältestens. 1907 nahm Opel hier die Produktion auf, heute entstehen in Luton Vauxhall-Modelle, eine ursprünglich britische Marke, die seit 1925 zu General Motors gehört, der Opel Vivaro, der Renault Traffic und der Nissan Primastar. 2009 wollte Vauxhall mit Opel eine eigenständige europäische Gesellschaft gründen, doch GM entschloss sich beide Marken im Konzern zu behalten und zu sanieren.
Bild: REUTERSGliwice (Polen)
Kapazität: mehr als 200.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 174.000 (davon 153.000 Astra)
Das polnische Werk ist eines der jüngsten. Seit 1998 produziert Opel hier Astra-Modelle wie den Astra Classic II uns die Astra Classic III Limousine sowie den Zafira. Mit 3.000 Mitarbeitern gehört das Werk zu den vier größten.
Bild: dpaTychy (Polen)
Kapazität: 330.000 Motoren
Das jüngste Opel-Werk produziert Dieselmotoren. Seit 1999 ist Opel im polnischen Tychy ansässig und beschäftigt dort 550 Mitarbeiter.
Bild: dpaAspern (Österreich)
Kapazität: 805.000 Sechsgang-Getriebe, 760.000 Fünfgang-Getriebe, 730.000 Motoren
Opel produziert seit 1980 in Österreich. In Apsern arbeiten aktuell 1.600 Mitarbeiter und stellen Motoren und Getriebe her.
Bild: REUTERSSzentgotthárd (Ungarn)
Kapazität: 630.000 Motoren, 57.000 Allison-Getriebe, 11.700 aufbereitete Getriebe
Mit 750 Mitarbeitern stellt Opel in Ungarn seit 1990 Motoren, Getriebe und Produkte für die Getriebeaufbereitung her.
Wo Opel in Deutschland und Europa produziert
Bochum
Kapazität: 160.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 131.000 (davon 87.000 Zafira)
Seit 1962 produziert Opel in Bochum-Laer und Bochum-Langendreer. 3.100 Mitarbeiter bauen hier den Zafira Family und Zafira Tourer sowie den Astra Classic. Ende 2016 läuft die Produktion der Großraumlimousine Zafira aus. Dann sollen in der 50 Jahre alten Fabrik die Lichter ausgehen.
Opel ist Teil des Problems. Nicht nur Betriebsräte, auch Manager haben den europäischen Ableger von GM zu lange als eine Art Beschäftigungsgesellschaft mit angehängter Fahrzeugproduktion geführt und so in die tiefroten Zahlen gelenkt. Mit Hinweis auf 60 000 Angestellte in ganz Europa und die große Historie forderten sie immer wieder Solidarität ein, aber verschlossen auch immer wieder die Augen vor betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten – Kapazitäten anzupassen, wettbewerbsfähige Produkte anzubieten.
Die Folge: Opel lebt Autos, die bei Privatkäufern auf immer weniger Liebe stoßen. Die aktuellen Probleme sind also größtenteils hausgemacht und mit Steuergeldern nicht zu lösen, bei Opel so wenig wie bei Fiat, Renault oder Peugeot. Die Unternehmen müssen sich nun selbst aus der Abwärtsspirale befreien – oder aber untergehen. Das ist hart. Aber Markt ist Markt, und Schnaps ist Schnaps.

























