Opel-Vorstand Tina Müller: Bryan Adams soll Opel zum Lifestyle-Image verhelfen

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InterviewOpel-Vorstand Tina Müller: Bryan Adams soll Opel zum Lifestyle-Image verhelfen

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Der kanadische Songwriter und Fotograf Bryan Adams fotografiert für Opel den Kleinwagen Adam für einen Kalender mit dem Titel „Adam&Eve“. Außerdem wird er ein Adam-Modell neu für Opel gestalten.

von Franz W. Rother und Kristin Schmidt

Neue Köpfe, neue Konzepte und neue Autos: Die ehemalige Henkel-Managerin Tina Müller will Opel zu einer Lifestyle-Marke machen. Der Rocksänger und Fotograf Bryan Adams hilft ihr dabei.

Frau Müller, Sie sind nun seit 100 Tagen Opel-Vorstand. Sind Sie inzwischen mit allen 14 Modellen der Marke vertraut?

Oh ja. Ich habe in den ersten Wochen fast jeden Tag eine intensive Trainings-Session bekommen. Autos kannte ich bislang ja nur als normale Fahrerin – technische Details interessierten mich früher nicht.

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Die fehlenden Kenntnisse wurden Ihnen in einem Crash-Kurs vermittelt?

Im wahrsten Sinne des Wortes. Hier im Werk hat man eigens für mich einen Astra auseinandergenommen. Und ich habe mir einen Tag lang die Motoren im Detail erklären lassen. Ich kann nun mitreden.

Tina Müller, Chief Marketing Officer bei Opel. Quelle: Dominik Pietsch für WirtschaftsWoche

Tina Müller, Chief Marketing Officer bei Opel.

Bild: Dominik Pietsch für WirtschaftsWoche

Das reichte, um im Aufsichtsrat der Konzernmutter General Motors eine neue Markenstrategie vorstellen zu können?

Die Marke war schon gut definiert und ausgearbeitet. Und zwischen der Entscheidung für Opel und dem Dienstantritt am 1. August waren ein paar Wochen Luft. Die habe ich genutzt, um mich einzuarbeiten, mit meinem Team zu brüten und mich mit unserer Werbeagentur zu treffen. Auf diese Weise haben wir es geschafft, gleich an meinem zweiten Arbeitstag den neuen Werbespot für den Insignia zu drehen...

...in dem sich Fußballtrainer Jürgen Klopp im Flugzeug als Opel-Fahrer outet?

Genau den. Ich hatte mir in meiner Vorbereitungszeit alle geplanten Kampagnen präsentieren lassen...

...um alles über den Haufen zu werfen?

Das nicht. Ich habe aber die Agentur um ein anderes Briefing mit anderen Schwerpunkten gebeten. Wenn man bei einer Marke ein Imageproblem hat, dann muss man in erster Linie daran arbeiten und erst in zweiter Linie für das Produkt werben. Das ist besonders wichtig, wenn wie bei Opel die Marke den gleichen Namen hat wie die Firma. Schlechte und auch gute Nachrichten zum Unternehmen wirken direkt auf die Produktlinien ein. Dann kann man in der Werbung für den neuen Insignia nicht nur über das Auto reden.

Im neuen Werbespot für den Mokka kokettieren Sie mit den Problemen der Marke. Eine Bergabfahrhilfe, lassen Sie Klopp sagen, brauche das Auto nicht, da es mit Opel nun bergauf gehe.

Richtig. Ich will immer eine Nachricht sowohl zum Produkt als auch zum Unternehmen. So kriegen die Menschen ein besseres Gefühl, wenn sie unsere Autos kaufen.

Und das funktioniert?

Wir messen derzeit alle vier Wochen unser Image. Und die Zahlen belegen: Seit Juli geht es mit dem Markenimage beständig nach oben. Und über den Insignia redet man wieder. Die Kampagne wirkt also.

Weil Sie vielleicht intensiver werben?

Die Ausgaben für Werbung sind derzeit um keinen Euro höher als im Jahr davor.

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