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Opel-Werk Bochum: So oder so, eine Schließung wird teuer für GM

Opel-Werk Bochum: Eine Schließung wäre keine Katastrophe

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So oder so, eine Schließung wird teuer für GM

Robert Czaplicki, 31: Bei Opel in Bochum von 1998 bis 2011, jetzt Triebzeugführer bei DB Regio NRW, Diensstelle Duisburg.
Robert Czaplicki, 31: Bei Opel in Bochum von 1998 bis 2011, jetzt Triebzeugführer bei DB Regio NRW, Diensstelle Duisburg.

Mit entscheidend für den Vermittlungserfolg sei, ob viele Beschäftigte auf einen Schlag neue Jobs suchen oder ob der Stellenverlust zeitlich gestreckt wird, sagt Transfer-Managerin Jacobsen: „Wechseln alle paar Monate Gruppen von Beschäftigten in die Transfergesellschaft, sind die Vermittlungschancen natürlich besser.“

Ein schrittweiser Personalabbau würde auch zum üblichen Lebenszyklus eines Automodells passen. Zu Beginn werden in der Regel die meisten Fahrzeuge abgesetzt, in den folgenden Jahren geht der Absatz kontinuierlich zurück. Damit dürfte auch Opel in Bochum kalkulieren. So teilte das Unternehmen in der vergangenen Woche mit, dass die Produktion des Opel-Zafira bis zum Ende der Laufzeit 2016 in Bochum bleibt. Mit diesem Datum vor Augen könnten über Jahre Mitarbeiter freiwillig mit einer Abfindung ausscheiden, der Rest könnte nach der Werkschließung in eine Transfergesellschaft wechseln.

Eine Abfindung: Nicht unter 150 000 Euro pro Mitarbeiter

Unabhängig vom zeitlichen Verlauf wäre die Schließung des Bochumer Opel-Werkes auf jeden Fall ein kostspieliges Unterfangen für die Konzernmutter GM. Denn die dortigen Betriebsräte und IG-Metaller werden versuchen, für die gefeuerten Mitarbeiter das Maximum herauszuholen und „alle juristischen und politischen Maßnahmen unterstützen“, droht Betriebsratschef Rainer Einenkel. „Das würde eine langjährige, politisch und finanziell teure Angelegenheit werden, die lange Jahre die Diskussion in der Öffentlichkeit prägen würde.“

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Angesichts der massiven Gegenwehr dürfen die Opelaner mit guten Abfindungen rechnen. Kalkuliert würden die Abfindungen wohl nach einer Formel, die auch bislang bei Opel zur Anwendung kam: Lebensalter mal Betriebszugehörigkeit in Jahren mal Monatsgehalt geteilt durch 35. So dürfte ein 45-jähriger Mitarbeiter, der 25 Jahre bei Opel war und 3000 Euro im Monat verdiente, mit einer Abfindung von knapp 100 000 Euro rechnen. Aber es kann leicht auch mehr werden: „Unter 150 000 Euro pro Mitarbeiter wird es bei Opel wohl nicht laufen“, sagt der Manager eines Industrieunternehmens aus der Region.

Bei 150 000 Euro Abfindung pro Mitarbeiter müsste GM für alle dann noch im Werk tätigen 3200 Mitarbeiter 480 Millionen Euro berappen. Hinzu kämen womöglich Sprinter-Prämien für Mitarbeiter, die vorzeitig ausscheiden.

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Da könnte Betriebsrat Einenkel recht behalten. Das Ende des Bochumer Werks, kündigte er bereits an, werde „für Opel die teuerste Werkschließung aller Zeiten“.

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