Quelle: dpaWo Opel in Deutschland und Europa produziert
Bochum
Kapazität: 160.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 131.000 (davon 87.000 Zafira)
Seit 1962 produziert Opel in Bochum-Laer und Bochum-Langendreer. 3.100 Mitarbeiter bauen hier den Zafira Family und Zafira Tourer sowie den Astra Classic.
Quelle: dpaRüsselsheim
Kapazität: 180.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 181.000 (davon 150.000 Insignia)
Rüsselsheim ist der älteste Standort von Opel, seit 1899 ist der Autobauer hier zuhause. Im Opel-Stammwerk arbeiten aktuell noch 3.500 Mitarbeiter. Sie produzieren den Opel Insignia als Limousine, Fließheck und Sports Tourer, sowie den Astra-5-Türer. Versuchsweise soll in Rüsselsheim bereits auch der Zafira-Tourer in der Rüsselsheimer Produktion gelaufen sein. Gemäß dem „Master Agreemet“ mit dem Gesamtbetriebsrat darf der Zafira aber ausschließlich in Bochum gebaut werden. Der Betriebsrat hat eine Überprüfung der Angelegenheit eingeleitet.
Quelle: APEisenach
Kapazität: 190.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 130.000 (ausschließlich Corsa)
In Eisenach steht eines der jüngsten Opel-Werke. 1990 nahm der Autobauer den Betrieb in Thüringen auf. Die 1600 Opelaner in Eisenach sind für das Modell Corsa zuständig.
Quelle: dpaKaiserslautern
Produkte: Komponenten und Motoren
Im Werk Kaiserslautern entstehen Aluminiumhauben, Vorderrahmen, Vorderradträger und Hinterachsen sowie wie 1,9 l und 2,0 l Dieselmotoren. 2.700 Mitarbeiter arbeiten in Kaiserslautern. Die Produktion begann 1966.
Quelle: dpaEllesmere Port (England)
Kapazität: 187.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 140.000 (ausschließlich Astra)
Ebenfalls in den 60er Jahren entstand das Werk in Ellesmere Port. Gebaut werden hier der Astra Fünftürer, Van und Sports Tourer. 2.100 Briten arbeiten hier für Opel.
Quelle: dpaLuton (England)
Kapazität: 67.000 Fahrzeuge
Gefertigte Fahrzeuge: 68.000 (davon 53.000 Vivaro)
Das zweite britische Werk ist mit 1.100 Mitarbeitern eines der kleinen Opel-Werke, aber auch eines der ältestens. 1907 nahm Opel hier die Produktion auf, heute entstehen in Luton Vauxhall-Modelle, eine ursprünglich britische Marke, die seit 1925 zu General Motors gehört, der Opel Vivaro, der Renault Traffic und der Nissan Primastar. 2009 wollte Vauxhall mit Opel eine eigenständige europäische Gesellschaft gründen, doch GM entschloss sich beide Marken im Konzern zu behalten und zu sanieren.
Quelle: REUTERSGliwice (Polen)
Kapazität: mehr als 200.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 174.000 (davon 153.000 Astra)
Das polnische Werk ist eines der jüngsten. Seit 1998 produziert Opel hier Astra-Modelle wie den Astra Classic II uns die Astra Classic III Limousine sowie den Zafira. Mit 3.000 Mitarbeitern gehört das Werk zu den vier größten.
Quelle: dpaTychy (Polen)
Kapazität: 330.000 Motoren
Das jüngste Opel-Werk produziert Dieselmotoren. Seit 1999 ist Opel im polnischen Tychy ansässig und beschäftigt dort 550 Mitarbeiter.
Quelle: dpaAspern (Österreich)
Kapazität: 805.000 Sechsgang-Getriebe, 760.000 Fünfgang-Getriebe, 730.000 Motoren
Opel produziert seit 1980 in Österreich. In Apsern arbeiten aktuell 1.600 Mitarbeiter und stellen Motoren und Getriebe her.
Quelle: REUTERSSzentgotthárd (Ungarn)
Kapazität: 630.000 Motoren, 57.000 Allison-Getriebe, 11.700 aufbereitete Getriebe
Mit 750 Mitarbeitern stellt Opel in Ungarn seit 1990 Motoren, Getriebe und Produkte für die Getriebeaufbereitung her.
Wo Opel in Deutschland und Europa produziert
Bochum
Kapazität: 160.000 Fahrzeuge
Gefertigte Einheiten: 131.000 (davon 87.000 Zafira)
Seit 1962 produziert Opel in Bochum-Laer und Bochum-Langendreer. 3.100 Mitarbeiter bauen hier den Zafira Family und Zafira Tourer sowie den Astra Classic.
Der Autobauer Opel bekommt schlechte Nachrichten aus den USA: Der Mutterkonzern General Motors (GM) droht den Deutschen mit Werksschließungen, berichtet das New Yorker „Wall Street Journal“.
Demnach sollen unter anderem das Werk in Bochum erneut auf der Kippe stehen. Neben dem Bochumer Werk, in dem über 3000 Opelaner arbeiten, soll auch der britische Standort Ellesmere Port mit 2100 Mitarbeitern gefährdet sein. „Wenn Opel gerettet wird, dann jetzt, und die Einschnitte werden tief gehen“, sagte ein nicht namentlich genannter GM-Manager.
Frustriert und "horrende" Verluste
GM hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahrs 580 Millionen Dollar (438 Millionen Euro) in Europa verloren. Der US-Konzern GM schreibt dagegen hohe Gewinne, seitdem er sich in einem Insolvenzverfahren von teuren Pensionsverpflichtungen trennen und unprofitable Werke schließen konnte.
Am 16. Februar stellt der Konzern seinen Jahresabschluss vor. In dem Zeitungsbericht ist von „horrenden“ Verlusten bei Opel im vierten Quartal die Rede. Die Einschnitte vor zwei Jahren seien nicht tief genug gewesen, wird der GM-Manager zitiert, „es gibt eine zunehmende Frustration“ wegen Opel. Bislang habe GM aber keine Einigung mit den Gewerkschaften über Lohnverzicht und mögliche Standortschließungen erzielt, schrieb die Zeitung. Im Gespräch sei die Verlagerung von Teilen der Produktion aus Korea, um Jobverluste auszugleichen.
Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel bezeichnete die Gerüchte über eine Werksschließung als geschäftsschädigend. „Das brauchen wir nicht, wir brauchen Ruhe, um gute Autos zu bauen“, sagte Einenkel. Opel-Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug wies die Meldungen über Werksschließungen ebenfalls zurück. „Ich habe überhaupt keinen Hinweis darauf, dass GM plant, bestehende Verträge mit uns zu verletzen“, sagte der . Durch die geltenden Verträge werden Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bis 2014 ausgeschlossen.













