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Opel-Werk: GM droht Bochum dicht zu machen

von ap, rtr, maz und ree

Der US-amerikanische Mutterkonzern General Motors droht Opel einem Bericht zufolge mit Werksschließungen. Grund dafür sind schlechte Zahlen. Der Betriebsrat dementiert.

Wo Opel in Deutschland und Europa produziert

Bochum

Kapazität: 160.000 Fahrzeuge

Gefertigte Einheiten: 131.000 (davon 87.000 Zafira)

Seit 1962 produziert Opel in Bochum-Laer und Bochum-Langendreer. 3.100 Mitarbeiter bauen hier den Zafira Family und Zafira Tourer sowie den Astra Classic.

Quelle: dpa

Der Autobauer Opel bekommt schlechte Nachrichten aus den USA: Der Mutterkonzern General Motors (GM) droht den Deutschen mit Werksschließungen, berichtet das New Yorker „Wall Street Journal“.

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Demnach sollen unter anderem das Werk in Bochum erneut auf der Kippe stehen. Neben dem Bochumer Werk, in dem über 3000 Opelaner arbeiten, soll auch der britische Standort Ellesmere Port mit 2100 Mitarbeitern gefährdet sein. „Wenn Opel gerettet wird, dann jetzt, und die Einschnitte werden tief gehen“, sagte ein nicht namentlich genannter GM-Manager.

Frustriert und "horrende" Verluste

GM hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahrs 580 Millionen Dollar (438 Millionen Euro) in Europa verloren. Der US-Konzern GM schreibt dagegen hohe Gewinne, seitdem er sich in einem Insolvenzverfahren von teuren Pensionsverpflichtungen trennen und unprofitable Werke schließen konnte.

Am 16. Februar stellt der Konzern seinen Jahresabschluss vor. In dem Zeitungsbericht ist von „horrenden“ Verlusten bei Opel im vierten Quartal die Rede. Die Einschnitte vor zwei Jahren seien nicht tief genug gewesen, wird der GM-Manager zitiert, „es gibt eine zunehmende Frustration“ wegen Opel. Bislang habe GM aber keine Einigung mit den Gewerkschaften über Lohnverzicht und mögliche Standortschließungen erzielt, schrieb die Zeitung. Im Gespräch sei die Verlagerung von Teilen der Produktion aus Korea, um Jobverluste auszugleichen.

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Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel bezeichnete die Gerüchte über eine Werksschließung als geschäftsschädigend. „Das brauchen wir nicht, wir brauchen Ruhe, um gute Autos zu bauen“, sagte Einenkel. Opel-Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug wies die Meldungen über Werksschließungen ebenfalls zurück. „Ich habe überhaupt keinen Hinweis darauf, dass GM plant, bestehende Verträge mit uns zu verletzen“, sagte der . Durch die geltenden Verträge werden Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bis 2014 ausgeschlossen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.04.2012, 08:03 UhrAnonymer Benutzer: Volker

    Ich weiss nicht warum die EU-Kommission dort nicht eingreift!? GM verkauft in Europa seine Chevys wie SPARK; CRUZE; CAPTIVIA; etc. als direkte Konkurrenz zu Opel. Verbietet aber Opel ausserhalb Europas tätig zu werden. Das Resultat sieht man ja, Opel kommt nicht aus den negativ Schlagzeilen und bekommt die Wirtschaftliche Situation in Europa voll zu spueren. Im gegensatz dazu kann Chevy (Daewoo) dies durch weltweite Vermarktung kompensieren. Wenn mann dann noch überlegt dass Opel zu den Produktionskosten, Gelder pro produzierten Fahrzeug an GM abführen muss, Patent und und ist dies eine zusaetliche Belastung.
    Aber hauptsache die Politik schaut weg!

  • 08.02.2012, 16:53 UhrAnonymer Benutzer: Christoph

    Eine Schweinerei ist das. Da schränkt man Opel ein, wie es nur geht und wundert sich dann über schlechte Absatzzahlen. Auf dem europäischen Markt ist für Opel sicherlich momentan nicht mehr rauszuholen, doch bei GM sträubt man sich ja, den Weltmarkt für Opel zu öffnen....

    Und Meldungen wie diese, verbessern die Geschäftszahlen sicherlich auch nicht.

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