Ford
Der US-Autobauer Ford ruft 465.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück, um sie auf Leckstellen am Tank zu untersuchen. Der größte Teil der Fahrzeuge wurde in den USA, Mexiko und Kanada verkauft. Ford räumte am Montag zugleich ein, dass für einen Austausch der möglicherweise defekten Teile derzeit nicht ausreichend Ersatz zur Verfügung steht. Es könne daher bis September dauern, alle Fahrzeuge zu überprüfen. Den Angaben zufolge könnte an dem im Tank montierten Modul zur Kraftstoffversorgung Benzin austreten. Damit bestehe Brandgefahr. Bislang gebe es aber keine Berichte über dadurch ausgelöste Feuer. Auch Verletzte habe es nicht gegeben.
Betroffen von dem Rückruf ist auch der Ford Fusion, einer der Bestseller des Unternehmens. Für den Minivan gab es erst im Herbst eine Modellpflege. In den vergangenen Jahren wurde der Fusion aber schon öfter wegen unterschiedlicher Probleme in die Werkstätten zurückgerufen.

Bei Rückrufaktionen von Autoherstellern von "peinlich" zu sprechen, halte ich für nicht passend. Angesichts der großen Menge produzierter Autos - bei den größten Herstellern inzwischen in der Größenordnung von 10 Millionen jährlich, ist es nur recht und billig, bei geringen technischen Zweifeln eine Rückrufaktion zur Qualitätssicherung durchzuführen, da der kleinste Fehler im System große Auswirkungen haben kann. Das ist weder eine Schande noch peinlich, sondern zeugt von Verantwortungsbewusstsein.

Kleine Korrektur: Der Mondeo heißt in de USA Ford Fusion. Deswegen handelt es sich dabei wohl nicht um den Mini-Van der in Europa verkauft wurde.

Die interessanten Fälle haben Sie ausgelassen. Beim Audi TT der ersten Generation fehlte der Abtrieb auf der Hinterachse, weshalb das Auto bei hohen Geschwindigkeiten ins schwimmen geriet. Es gab damals sogar Todesfälle, weshalb Audi nachträglich einen Spoiler installierte.
Beim 3er BMW der Reihe E46 konnte es passieren, dass während der Fahrt die gesamte Hienterachsaufhängung aus der Verankerung reisst.
Dazu kommen die Konstruktionsfehler, welche eigentlich auch zu einer Rückrufaktion hätten führen müssen, es aber nie getan haben, da hier ein willkommener Verdienst für die Fachwerkstätten resultierte. Ein ganz besonderes Beispiel sind die fehlerhaften Pumpedüse-Elemente bei den Dieselmotoren des VW-Konzerns. Die Elemente wurden zwischen den Baujahren 2004 und 2010 in die Pumpe-Düse Motoren mit 2.0 Litern Hubraum und 140 bzw. 170 PS verbaut und verstopfen nach einer gewissen Laufleistung. Kostenpunkt: 1000 € bei Reinigung der alten Elemente bzw. ca. 3000 bei Austausch aller Elemente. Von Kulanz seitens des VW-Konzerns keine Spur.