Peking Auto Show: Chinas Autobranche steckt im Umbruch

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Peking Auto Show: Chinas Autobranche steckt im Umbruch

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Die Vorbereitungen für die Auto Show in Peking laufen auf Hochtouren.

von Philipp Mattheis

Sonntag startet die Automesse in Peking. China ist weltweit der profitabelste Markt für die Autobauer. Doch es mehren sich die Zeichen, dass die nächsten Jahre nicht mehr so rosig werden.

Von einer Krise ist auf den Straßen der großen Städte Chinas nichts zu merken: Peking erstickt nach wie vor im Stau. In Shanghai zwängen sich nagelneue dicke SUV durch die engen Gassen der ehemaligen französischen Konzession, und im Süden in Guangzhou und Shenzhen ist zumindest während der Rushhour kaum ein Fortkommen möglich. Die Dichte an Neuwagen ist bei weitem höher als in jeder deutschen Stadt. Auch die Zahlen sprechen für sich: 1,7 Millionen Fahrzeuge wurden im März in China verkauft, acht Prozent mehr als im Vormonat. Im ersten Quartal verkaufte Volkswagen sogar 11 Prozent mehr Autos als im Vorjahreszeitraum.

Und auch die Automesse in Peking trumpft auf: Auf 230.000 Quadratmetern zeigen internationale Autohersteller und Zulieferer ihre neuesten Produkte. Ohne Turnschuhe - nicht zu bewältigen. Die Fahrzeuge werden wie immer von recht dünn bekleideten und dauergrinsenden Damen jüngeren Alters präsentiert, in der Hoffnung, die männliche Käuferschaft könne der Illusion erliegen, mit dem Kauf eines Autos auch die Dame mitgeliefert zu bekommen.

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Und doch liegt Unbehagen in der Luft. "Die Stimmung ist verhalten optimistisch unter den deutschen Autobauern", sagt Jochen Siebert von der Unternehmensberatung JSC in Shanghai. "Das war vor zwei Jahren noch anders. Aber mittlerweile ist selbst Optimisten klar geworden, dass es in in China erhebliche wirtschaftliche Risiken gibt."

Zum einen ist Chinas Finanzsektor in eine Schieflage geraten, von der niemand so genau weiß, wie sie sich auswirken wird. In den letzten Jahren wurden Milliarden an informellen Krediten von sogenannten Schattenbanken ausgegeben. Die Schulden wurden in undurchsichtige Finanzprodukte verpackt und an Privatanleger verkauft. Erstmals sind Anfang dieses Jahres solche Produkte geplatzt, Firmen mussten Insolvenz anmelden. Optimisten gehen davon aus, dass der Staat einspringt, um angeschlagene Banken zu retten. Pessimisten unken: Die Pleiten könnten eine Kettenreaktion und einen Banken-Run auslösen.

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