Peking Auto Show: Chinas Hersteller setzen auf Elektroautos

Peking Auto Show: Chinas Hersteller setzen auf Elektroautos

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Geely Chef Li Shufu auf der Peking Auto SHow 2010

von Matthias Kamp

Nicht nur BYD, auch andere chinesische Autobauer drücken bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen aufs Tempo. In Peking haben sie ihre neuesten Entwicklungen vorgestellt. Doch bis die Firmen mit den Autos Geld verdienen, dürfte noch viel Zeit vergehen.

Über die gerade vollzogene Übernahme des angeschlagenen schwedischen Autoherstellers Volvo mag Li Shufu, Chef des chinesischen Autobauers Geely, in Peking nicht reden. "Geely ist Geely, und Volvo ist Volvo", erklärt der Konzernlenker lediglich. Viel wichtiger sei dagegen die Entwicklung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Weil China bei der konventionellen Antriebstechnologie den Westen nicht mehr einholen kann, wolle man die Aktivitäten bei der Forschung und Entwicklung künftig auf die Hybrid- und Elektrotechnologie konzentrieren.

Begleitet von klassischem chinesischen Ballett stellte Geely heute gleich mehrere umweltfreundliche Flitzer vor: das Hybridfahrzeug IG sowie die beiden E-Autos EK-1 und EK-2. Die beiden Autos, so ein Geely-Manager heute in Peking, sollen schon bald in den Handel kommen. Auch andere Hersteller aus dem Reich der Mitte wie Chery und Chang An präsentierten eine Reihe von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Doch die Chinesen sind Realisten. Große Herausforderungen, heißt es bei allen Herstellern, gebe es noch bei der Technologie, bei der Infrastruktur, dem Preis der Fahrzeuge, vor alle aber zur Subventionierung der teuren Autos durch die Regierung.

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Klarheit kommt im Juli

"Bis auf weiteres sind die Autos sicherlich nicht für den chinesischen Massenmarkt geeignet", sagt Geely-Manager Liu Jinliang. Es fehle vor allem noch an Ladestationen in den Städten. Zunächst werde man die E-Autos darum in einigen Modellstädten testen, in denen es schon Landestationen gibt. Kleinere Stückzahlen könnten eventuell im Laufe des Jahres oder im nächsten Jahr in den Handel kommen, so der Geely-Manager. Darüber hinaus denke man mittelfristig über den Verkauf der Fahrzeuge im Ausland nach.

Doch es ist nicht nur die fehlende Infrastruktur, die die flächendeckende Einführung von Elektroautos in China noch bremst. Unsicherheiten gibt es auch bei den einst zugesagten großzügigen Subventionen der Regierung. Im vergangenen Jahr hatte Peking angekündigt, ab 2010 jedes E-Auto mit umgerechnet 5000 bis 6000 Euro fördern zu wollen. Dies entspricht in etwa den Kosten für die Batterie, die zu dem hohen Preis der E-Autos führen. Inzwischen heißt es in Branchenkreisen, Klarheit zu den Hilfen des Staates werde es frühestens im Juli geben.

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