Pompöse Premiere: VW enthüllt neuen Hoffnungsträger Golf 7

Pompöse Premiere: VW enthüllt neuen Hoffnungsträger Golf 7

Volkswagen erhofft sich vom neuen Golf weiteren Schub auf dem Weg an die Weltmarktspitze und will sich dabei von der Absatzkrise auf dem Heimatmarkt in Europa nicht aufhalten lassen. Konzernchef Martin Winterkorn stellte die inzwischen siebte Generation des Bestsellers im Beisein von Aufsichtsratschef Ferdinand Piech als neuen Hoffnungsträger von Volkswagen vor.

Der Golf sei das mit Abstand wichtigste Fahrzeug für Europas größten Autokonzern und ein starker Motor für dessen Absatz, Rendite sowie sichere Arbeitsplätze, feierte Winterkorn den Wagen. Wie wichtig der für VW ist, zeigt schon die Tatsache, dass vom Vorgängermodell allein im vergangenen Jahr 914.000 Einheiten in den verschiedenen Versionen vom Band liefen. In Europa ist der Golf unbestrittenen Klassenbester: Mehr als 568.000 Einheiten kamen im vergangenen Jahr dort neu auf die Straßen. Erst mit einigem Abstand folgten der Opel Astra und der Ford Focus.

Der neue Golf 7

  • Der Verbrauch

    Fast ein Viertel weniger Sprit sollen die umweltfreundlichsten Antriebe des Golf 7 verbrauchen. In der günstigsten Variante kommt der Wagen mit Benzinmotor auf 4,8, als Diesel-Version auf 3,3 Liter. Im Schnitt soll der Golf 7 laut VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg um 13,9 Prozent weniger verbrauchen. Der Umweltschutz- Organisation Greenpeace gehen diese Werte indes nicht weit genug.
    (Quelle: dpa)

  • Das Gewicht

    Mit nur 1153 Kilogramm hat der Golf 7 stark abgespeckt, er wiegt damit sogar weniger als der Golf 4. „Beim Golf 7 haben wir es erstmals geschafft, die Gewichtsspirale zu durchbrechen“, sagte der zuständige Manager Markus Kleimann bereits Ende August bei einer Vorabvorstellung für Medienvertreter in Wolfsburg.

  • Die Erwartungen

    Mit der jüngsten Auflage des „Brot-und-Butter-Modells“ verbindet der nach General Motors und Toyota drittgrößte Autokonzern der Welt enorme Erwartungen. Der Golf 7 soll an die Erfolgsserie seiner Vorläufer anknüpfen - seit dem Start des Golf 1 im Jahr 1974 wurden nach VW-Angaben insgesamt mehr als 29 Millionen Modelle verkauft.

  • Ein neues Produktionsverfahren für den ganzen Konzern

    Das Auto soll die Niedersachsen zudem in der Fertigungstechnik voranbringen: Der Golf 7 gilt als Nagelprobe für den Modularen Querbaukasten MQB. Dieses Verfahren wurde zuvor nur beim Audi A3 eingesetzt. Es soll die Entwicklung und Produktion der VW-Marken einfacher und billiger machen.

"Wir sind überzeugt, dass der neue den alten toppen wird", sagte VW-Produktionsvorstand Hubert Waltl am Rande der Golf-Präsentation. Vom Golf VI wurden seit dem Jahr 2008 bis einschließlich Juni 2,85 Millionen Einheiten verkauft. Waltl machte deutlich, dass VW trotz der Absatzkrise in Südeuropa nicht an Kurzarbeit denke oder die Produktionsbänder langsamer laufen lasse. "Momentan produzieren wir ganz normal." Damit würde sich VW weiter von Massenherstellern wie Opel und Ford abheben, die Kurzarbeit angemeldet haben.

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Live dabei beim neuen Golf

Mit dem neuen Golf orientiert sich VW mehr an Premiumautobauern wie BMW und Daimler. Das neue Zugpferd aus Wolfsburg ist mit zahlreichen Zusatzausstattungen versehen, die es sonst nur bei der höherpreisigen Konkurrenz gibt. Zudem wurden wertvollere Materialien im Innenraum verwendet, um der gehobenen Konkurrenz aus München und Stuttgart Kunden abzujagen. Verkaufsstart soll im November sein. Das genaue Datum verriet VW noch nicht.

Piech sagte am Rande der Veranstaltung, er sehe keinen ebenbürtigen Konkurrenten zum neuen Golf. VW sei auf gutem Weg, die gesteckten Ziele zu erreichen. Dabei werde der Konzern auch nicht durch die schwächelnde spanische Tochter Seat aufgehalten, die als einzige in dem Zwölf-Marken-Konzern unter der Absatzkrise in Südeuropa leidet. Piech verglich Seat mit einem schwächeren Kind. "Immerhin haben wir von zwölf Marken elf mit schwarzen oder dick schwarzen Zahlen. Da trägt man auch ein krankes Kind. Aber es ist auf gutem Weg", fügte der 75-jährige Firmenpatriarch im Beisein seiner Ehefrau Ursula hinzu. Der Familienmensch hat zwölf Kinder aus vier Beziehungen, drei davon aus der 1984 geschlossenen Ehe mit Ursula.

Gefragt, was die größte Gefahr für den aufstrebenden Volkswagen-Konzern sei, antwortete Piech: Hochnäsigkeit in den eigenen Reihen." Auf die Frage, welche Konkurrenten VW derzeit am meisten zu schaffen machten, sagte er: "Keiner."

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