
WirtschaftsWoche: Herr Müller, die Fusion von Porsche mit dem Volkswagen-Konzern ist nun offiziell geplatzt. Wie geht es weiter?
Müller: Dazu kann ich mich hier nicht äußern.
Sie konzentrieren sich lieber auf das operative Geschäft der Porsche AG?
Voll und ganz.
Aber auch für das operative Geschäft hat das vorläufige Scheitern der Fusion ja sicher Konsequenzen.
Porsche und VW arbeiten schon seit vielen Jahren sehr eng zusammen. Auch ohne Integration sind Porsche Cayenne, VW Touareg und Audi Q7 entstanden, und schon früher gab es einen Audi RS 2. Das sind für uns keine neuen Themen.

Fast 800 PS, Höchstgeschwindigkeit 320 km/h, CO2-Emissionen von nur 70 Gramm pro Kilometer: Mit dem Hybrid-Porsche 918 pochen die Zuffenhausener auf ihre Führungsrolle im Sportwagenbau. Ende Juli 2010 hat der Porsche-Aufsichtsrat grünes Licht für den Bau des Hybrid-Supersportlers gegeben. Jetzt kann der Hybrid-Supersportwagen auch vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt allerdings erst im Jahre 2013. Die wichtigsten Eckdaten des Öko-Porsche im Überblick...
Quelle: dpaDie "überwältigende Resonanz von Öffentlichkeit und Kunden" habe Porsche dazu bewogen, auf Basis der Studie ein Serienfahrzeug zu entwickeln. Kein Wunder, denn die inneren Werte des 918ers sind beeindruckend... Foto: dpa
Quelle: APEin V8-Saugmotor treibt die Hinterachse an, zwei Elektromotoren mit je 90 Kilowatt (122 PS) sorgen an der Vorderachse für Power. Der Stromversorgung dient eine fluidgekühlte Lithium-Ionen-Batterie mit 5,1 Kilowattstunden Kapazität, die an der Steckdose aufgeladen werden kann (Plug-in-‧Hybrid). Als Kraftübertragung dient ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
Foto: AP

Der Spyder hat eine vollelektrische Lenkung, über das Sportlenkrad lassen sich wie in der Formel 1 zahlreiche Parameter per Knopf verstellen. Armaturen zeigen frei konfigurierbaren Anzeigen und virtuellen Uhren, das iBoost-Bremssystem optimiert die Verzögerung mithilfe der Elektromotoren.

Die Karosserie besteht aus einer Tragestruktur aus Kohlefasern mit einer Außenhaut in Mischbauweise (Kohlefaser mit Aluminium und Magnesium).
Durch den extremen Leichtbau beträgt das Fahrzeuggewicht ledigich 1490 Kilo. Der Hinterwagen wird in einem Materialmix aus Aluminium und Magnesium ausgeführt. Die Klimatisierung des Innenraums erfolgt elektrisch.
Quelle: APGesamtleistung 794 PS, davon 244 PS elektrisch; Reichweite im Elektro-Mode rund 20 Kilometer; CO2-Emissionen im Durchschnitt 70 Gramm pro Kilometer; Höchstgeschwindigkeit mehr als 320 km/h; Beschleunigung von 0–100 km/h in 3,2 Sekunden; Rundenzeit auf dem Nürburgring unter 7:20 Minuten.

Rund 500.000 Euro soll der Hybrid-Supersportler, der auf 918 Exemplare limitiert ist, laut Konzernkreisen kosten. Er kann ab sofort vobestellt werden, auch wenn die Auslieferung erst im Jahr 2013 erfolgt. Um den Kunden des 918 Spyder die Wartezeit zu verkürzen, bietet Porsche jedem Besteller exklusiv die Möglichkeit, einen von ebenfalls auf maximal 918 Exemplare limitierten 911 Turbo S "Edition 918 Spyder" zu erwerben.

Diese Sonderedition ist optisch sowohl im Exterieur als auch im Interieur an charakteristische Einzelmerkmale des 918 Spyder angelehnt. Und gpnstiger ist er auch: Als Coupé kostet die Sonderedition in Deutschland 173.241 Euro, als Cabriolet 184.546 Euro.
Fast 800 PS, Höchstgeschwindigkeit 320 km/h, CO2-Emissionen von nur 70 Gramm pro Kilometer: Mit dem Hybrid-Porsche 918 pochen die Zuffenhausener auf ihre Führungsrolle im Sportwagenbau. Ende Juli 2010 hat der Porsche-Aufsichtsrat grünes Licht für den Bau des Hybrid-Supersportlers gegeben. Jetzt kann der Hybrid-Supersportwagen auch vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt allerdings erst im Jahre 2013. Die wichtigsten Eckdaten des Öko-Porsche im Überblick...
Welche neuen Themen stehen in Kooperation mit VW derzeit an?
Die Umsetzung der Strategie 2018 zur Steigerung des Absatzvolumens und zum Ausbau unserer Modellpalette. Wir verkaufen derzeit im Jahr über 100 000 Fahrzeuge aus vier Modellreihen und werden ab 2013 mit dem Cajun, der nach wie vor einen Arbeitstitel trägt, ein fünftes Modell haben. Wir prüfen derzeit die Marktchancen einer sechsten und siebten Modellreihe, um möglichst jedes Jahr eine Neuheit präsentieren zu können.
Zur Diskussion steht ein kleiner Mittelmotor-Roadster unterhalb des Boxster.
Das ist sicherlich eine Möglichkeit, ja. Wir müssen bei einem solchen Projekt vor allem auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachten, insbesondere die Absatzchancen sind ein wesentlicher Baustein. Die andere Fragestellung ist: Wie passt das Auto in unser Produktportfolio? Mit einem solchen Roadster würden wir uns ins Kompaktsegment begeben, in dem Porsche noch nie war. Wenn die Marke überdehnt wird, wird es schwierig. Möglicherweise braucht es noch eine nächste Kundengeneration, bis ein kleiner Roadster zu Porsche passt.













