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Porsche-Chef Müller: 200.000 Autos jährlich sind "kein Hexenwerk"

von Franz W. Rother und Martin Seiwert

Porsche-Chef Matthias Müller über die Kooperation mit Volkswagen und die Strategie 2018.

Der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Matthias Müller Quelle: dapd
Der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Matthias Müller, auf der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main im neuen Porsche 911. Quelle: dapd

WirtschaftsWoche: Herr Müller, die Fusion von Porsche mit dem Volkswagen-Konzern ist nun offiziell geplatzt. Wie geht es weiter?

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Müller: Dazu kann ich mich hier nicht äußern.

Sie konzentrieren sich lieber auf das operative Geschäft der Porsche AG?

Voll und ganz.

Aber auch für das operative Geschäft hat das vorläufige Scheitern der Fusion ja sicher Konsequenzen.

Porsche und VW arbeiten schon seit vielen Jahren sehr eng zusammen. Auch ohne Integration sind Porsche Cayenne, VW Touareg und Audi Q7 entstanden, und schon früher gab es einen Audi RS 2. Das sind für uns keine neuen Themen.

Fast 800 PS, Höchstgeschwindigkeit 320 km/h, CO2-Emissionen von nur 70 Gramm pro Kilometer: Mit dem Hybrid-Porsche 918 pochen die Zuffenhausener auf ihre Führungsrolle im Sportwagenbau. Ende Juli 2010 hat der Porsche-Aufsichtsrat grünes Licht für den Bau des Hybrid-Supersportlers gegeben. Jetzt kann der Hybrid-Supersportwagen auch vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt allerdings erst im Jahre 2013. Die wichtigsten Eckdaten des Öko-Porsche im Überblick...

Welche neuen Themen stehen in Kooperation mit VW derzeit an?

Die Umsetzung der Strategie 2018 zur Steigerung des Absatzvolumens und zum Ausbau unserer Modellpalette. Wir verkaufen derzeit im Jahr über 100 000 Fahrzeuge aus vier Modellreihen und werden ab 2013 mit dem Cajun, der nach wie vor einen Arbeitstitel trägt, ein fünftes Modell haben. Wir prüfen derzeit die Marktchancen einer sechsten und siebten Modellreihe, um möglichst jedes Jahr eine Neuheit präsentieren zu können.

Zur Diskussion steht ein kleiner Mittelmotor-Roadster unterhalb des Boxster.

Das ist sicherlich eine Möglichkeit, ja. Wir müssen bei einem solchen Projekt vor allem auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachten, insbesondere die Absatzchancen sind ein wesentlicher Baustein. Die andere Fragestellung ist: Wie passt das Auto in unser Produktportfolio? Mit einem solchen Roadster würden wir uns ins Kompaktsegment begeben, in dem Porsche noch nie war. Wenn die Marke überdehnt wird, wird es schwierig. Möglicherweise braucht es noch eine nächste Kundengeneration, bis ein kleiner Roadster zu Porsche passt.

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