Porsche-Chef Müller: Was der Porsche-Chef von 2012 erwartet

Porsche-Chef Müller: 200.000 Autos jährlich sind "kein Hexenwerk"

« 2 / 2

Was der Porsche-Chef von 2012 erwartet

Produktionszeitraum: 1964–1973 Produzierte Exemplare: 81.100 Designer: F.A. Porsche Foto: Porsche

Dann also lieber ein großer Sportwagen oberhalb des Elfer?

Zwischen einem 911 GT2 für 250.000 Euro und einem 918 Spyder für 750.000 Euro liegt eine Preisspanne von einer halben Million. Warum sollen wir nicht ein Auto für 300.000 bis 400.000 Euro konzipieren? Das würde bestimmt sofort als Porsche akzeptiert werden. Aber das ist eine reine Hypothese, zunächst wird im nächsten Schritt die Modellpalette von Porsche um einen kompakten SUV namens Cajun ergänzt. Das ist wie gesagt der Arbeitstitel. Das Produkt wird definitiv anders heißen.

Wie nahe kommen Sie mit dem Auto dem Ziel von 200.000 Autos jährlich?

Ein gutes Stück. Porsche hat 2007 mit drei Modellreihen bereits 100.000 Autos verkauft. Dann wurde das Modell Panamera ergänzt, von dem wir etwa 25.000 Autos pro Jahr verkaufen. Den Cajun sehe ich bei 50.000 Einheiten im Jahr. Und bei einer positiven Entwicklung der Märkte und mit dem Ausbau unseres Händlernetzes sind wir schnell bei 200.000 Autos. Das ist kein Hexenwerk.

Planen Sie einen Ausbau der Werke?

Porsche ist ein relativ kleines Unternehmen, das nicht beliebig viel investieren kann. Das war immer so und wird auch so bleiben. Deshalb wurde seinerzeit für den Boxster und den Cayman eine Auftragsfertigung bei Valmet in Finnland eingerichtet. Heute haben wir Kapazitäten in Zuffenhausen und Leipzig. Wenn die nicht ausreichen sollten, müssen wir nachschauen, wo wir fertigen lassen können – warum nicht bei VW Osnabrück, im ehemaligen Karmann-Werk?

Der Porsche Panamera S Hybrid macht nicht nur Spaß, er kann auch relativ sparsam fahren.

 

Quelle: Handelsblatt Online; Foto: Porsche

Was erwarten Sie von 2012?

Wir glauben, dass keine große Krise kommt. Der Bestelleingang für den neuen 911 ist jedenfalls höher als erwartet. Ich gehe davon aus, dass wir von dem Modell in diesem Jahr über 25.000 Fahrzeuge verkaufen werden. Mit unseren Modellneuheiten sind wir gut aufgestellt. Porsche hat einen niedrigen Break-even und niedrige Lagerbestände. Wir sind auf alle Unwägbarkeiten eingerichtet.

Gilt das auch für ein Ende des Euro?

Anzeige

Ich weiß nicht, ob es gut ist, den Teufel an die Wand zu malen. Ich persönlich glaube, dass unsere Politiker die Währungsunion retten werden. Wenn nicht: Porsche ist ein krisenerprobtes Unternehmen mit tollen Produkten und einer tollen Mannschaft. Wenn es zu einem Orkan kommt, werden wir uns schon zu helfen wissen.

Zu diesem Artikel
weitere Fotostrecken

Blogs

Ostern goes Social Media: 1,1 Millionen deutsche Schoko-Liebhaber plaudern auf Facebook
Ostern goes Social Media: 1,1 Millionen deutsche Schoko-Liebhaber plaudern auf Facebook

Frauen dominieren die Diskussion rund um Schokolade auf Facebook deutlich. Beim Pro-Kopf-Verzehr sind die Schweizer...

  • Branchenführer: Allen & Overy LLP
  • Branchenführer: BENKERT + PARTNER
  • Branchenführer: BW PARTNER
Einstellungen
Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
FOLGEN SIE WIWO.DE

    Tweets der WiWo-Redaktion

WirtschaftsWoche Shop

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.