Porsche: Rückruf: Schuld waren zu große Toleranzen

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Der Autobauer will sich sich dafür einsetzen, Besitzer eines Porsche 911 GT3 mit Motorschaden vor einem Wertverlust zu schützen

von Franz W. Rother

Die Motorenprobleme beim neuen Porsche 911 GT3, die zum Rückruf von 785 Fahrzeugen geführt haben, waren offenbar größtenteils hausgemacht.

Nicht etwa ein Zulieferer, sondern die Porsche-Fertigung habe mit zu großen Toleranzen gearbeitet und damit die Motorschäden verursacht, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Porsche-Kreisen. „Die Zulieferer trifft keine Schuld“, sagte ein Porsche-Manager der Zeitschrift. Die gewählten Toleranzen seien so groß eingestellt gewesen, dass sich bei dem 475 PS starken Hochleistungsmotor des GT3 unter hoher Last die Pleuelschrauben aus Titan lösen konnten und das Kurbelgehäuse beschädigten. In zwei Fällen war es dadurch zu Bränden gekommen.

Porsche wird jetzt nicht nur sämtliche bereits ausgelieferte Autos mit neuen Motoren versehen, sondern auch dafür sorgen, dass den Besitzern durch den Austausch keine Nachteile entstehen. Der Sportwagenhersteller verhandelt mit den Zulassungsbehörden über eine Regelung, die verhindert, dass der Motorentausch zu einer Wertminderung führt. Beispielsweise könnten die Fahrzeugpapiere neu ausgestellt werden. Zudem sind Schadenersatzleistungen in Vorbereitung, die allerdings mit den Fahrzeugbesitzern individuell ausgehandelt werden sollen. Mitte Februar war die Produktion des 911 GT3 gestoppt und eine Rückrufaktion gestartet worden. Seitdem liegen die teuren Autos still.

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