Porsche-Vorstand: Reimold folgt auf Blume als Produktionsvorstand

Porsche-Vorstand: Reimold folgt auf Blume als Produktionsvorstand

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Albrecht Reimold wechselt aus Bratislava nach Zuffenhausen.

Porsche hat im Produktionsressort einen Nachfolger für den neuen Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume gefunden: Albrecht Reimold wechselt aus dem VW-Werk Bratislava nach Zuffenhausen.

Der Porsche-Aufsichtsrat hat Albrecht Reimold zum neuen Produktionsvorstand berufen. Der 54-Jährige tritt den Posten zum 1. Februar 2016 an, wie der Autobauer am Freitag mitteilte. Reimold leitet bislang das Volkswagen-Werk in Bratislava, wo unter anderem Teile für den VW Touareg und Porsche Cayenne gefertigt werden. Damit folgt er auf Oliver Blume, der im Oktober nach dem Wechsel von Matthias Müller vom Produktions- zum Vorstandsvorsitzenden befördert wurde.

„Albrecht Reimold hat während seiner langjährigen Tätigkeit in verschiedenen Positionen des Volkswagen Konzerns großes Wissen aufgebaut“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Porsche. „Davon wird Porsche stark profitieren.“ Sein Vorgänger Oliver Blume betont: „Ich habe Albrecht Reimold als sachkundigen Teamplayer kennengelernt. Auch deswegen ist er der Richtige für uns. Er weiß, dass es in den Werken auf die Menschen ankommt, um die bestmögliche Produktqualität zu erreichen.“

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Audi-Technik-Chef muss gehen Hackenbergs Abgang bringt keine Klarheit

Der Abgasskandal hat Konsequenzen bei Audi: Der schon beurlaubte Technik-Chef Hackenberg scheidet „im Einvernehmen“ aus dem Vorstand aus. Ob er die treibende Kraft hinter Dieselgate war, ist weiter unklar. Ein Kommentar.

Ulrich Hackenberg war bislang Vorstand für technische Entwicklung bei Audi. Quelle: dpa

Für Reimold ist es die erste Station bei Porsche, nicht aber die erste im Volkswagen-Konzern. Nach dem Einstieg bei Audi als Trainee arbeitete er sich in verschiedenen Positionen im Audi-Werk Neckarsulm hoch und verantwortete auch die Fertigungsplanung des Standorts Changchun in China.

Bei der Sitzung des Porsche-Aufsichtsrats wurde zudem Jürgen Rittersberger zum Generalbevollmächtigten der Porsche AG ernannt. Über die Zukunft des seit Oktober beurlaubten Entwicklungsvorstands Wolfgang Hatz gab Porsche am Freitag kein Statement ab. Aus Unternehmensnahen Kreisen ist aber zu hören, man solle sich auf „überraschende Neuheiten“ gefasst machen – sprich eine Rückkehr des eigentlich unter Druck geratenen Entwicklungsvorstands.

Nach den durch den Abgasskandal bedingten Personalien fiel auch noch ein Entschluss über die Zukunft des Sportwagenbauers. Nach der Studie „Mission E“ auf der IAA hat der Aufsichtsrat grünes Licht für den ersten rein elektrisch angetriebenen Porsche gegeben. „Mit Mission E setzen wir ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Marke“, sagt Wolfgang Porsche.

Für das eigene Elektroauto investiert Porsche kräftig in den Standort Zuffenhausen, wo allein 1000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. In den nächsten Jahren werden dort eine neue Lackiererei und eine eigene Montage errichtet. Das bestehende Motorenwerk wird für die Herstellung der Elektroantriebe ausgebaut. Außerdem wird der vorhandene Karosseriebau erweitert. Die gesamte Investition soll sich laut der Mitteilung auf rund 700 Millionen Euro belaufen. „Eine Zeitenwende in Zuffenhausen und Weissach ist jetzt eingeläutet“, sagt Porsche-Betriebstratschef Uwe Hück. „Die Fabrik 4.0 wird für die Belegschaft, Gewerkschaft und Arbeitgeber eine gewaltige Herausforderung. Wir werden neue Wege gehen, aber dabei das Soziale nicht aufgeben.“

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