Preiserhöhung: Wie Sie mehr aus dem ADAC herausholen

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Preiserhöhung: Wie Sie mehr aus dem ADAC herausholen

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Auch "Gelbe Engel" helfen nicht gratis. Ihr Arbeitgeber, der ADAC, hat die Beiträge zu Beginn des Jahres erhöht.

von Timo Stukenberg

Der ADAC hat zu Beginn des Jahres seine Preise erhöht. Ob jeder die Ankündigung in der Clubzeitschrift gesehen hat, ist fraglich. Mitglieder sollten sich jetzt wenigstens neue Zusatzleistungen sichern.

Für Autofahrer ist die erste Reaktion auf eine Panne der Anruf beim ADAC, vorausgesetzt sie sind Mitglied. Dass das seit Beginn des Jahres teurer ist, dürfte einige Mitglieder jedoch überraschen. So steigt zum Beispiel der klassische Tarif von 44,50 Euro auf 49 Euro, der Plus-Tarif um zehn Euro auf 89,50 Euro. Zusätzlich hat der Club neue Tarifmodelle eingeführt, die sich stärker an der persönlichen Situation der Mitglieder orientieren sollen.

Die Beiträge würden erhöht, weil die Zahl der Einsätze der "Gelben Engel" seit 2014 um 15 Prozent gestiegen sei, teilte der Verein mit. Am Hungertuch nagt Deutschlands größter Verein deswegen allerdings nicht. Der ADAC und seine Regionalclubs erwirtschafteten 2012 Überschüsse von insgesamt 82 Millionen Euro.

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Angekündigt wurde die Beitragserhöhung in der Clubzeitschrift "motorwelt". Ob alle der fast 19 Millionen Mitglieder, die die Zeitschrift zugestellt bekommen, von der Beitragserhöhung auch Notiz genommen haben, ist fraglich. Eine persönliche Benachrichtigung gab es nicht. Spätestens bei der Zahlungsaufforderung dürften die Mitglieder aber auf die gestiegenen Preise aufmerksam werden.

Gleiches gilt für den Automobilclub von Deutschland (AvD). Der Verein erhöhte seine Beiträge zu Beginn des Jahres um bis zu 5,90 Euro. Angekündigt wurde dies auch hier lediglich in der Clubzeitschrift. "Damit erreichen wir alle Mitglieder", sagte eine Sprecherin.

Rechtzeitig kündigen

Für die von der Preiserhöhung betroffenen Mitglieder dürfte es zu spät für eine Kündigung sein, denn die Beiträge werden jährlich im Voraus bezahlt. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate vor dem Eintrittsmonat. Wer also gegen Ende eines Monats eingetreten ist, muss schon rund vier Monate vor seinem neuen Beitragsjahr kündigen. Hat das Mitglied die Frist verpasst, muss es den erhöhten Preis zahlen.

Eine Ausnahme gilt lediglich für ADAC-Plus-Mitglieder. Wenn sie ihre Plus-Mitgliedschaft in einen klassischen Tarif umwandeln wollen, müssen sie dies dem Club nur einen Monat im Voraus mitteilen.

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Selbst um Vorteile kümmern

Doch Mitglieder können von der Umstellung auch profitieren - wenn sie sich selbst darum kümmern. Die neuen Tarife bieten einige neue Leistungen wie spezielle Notfallrufnummern oder eine Auslandsreise-Haftpflichtversicherung für Familienmitglieder. "Den Mitgliedern steht es frei, ob sie eines der neuen Angebote nutzen", heißt es in einer ADAC-Pressemitteilung. Dazu aufgefordert werden sie allerdings nicht. Wer von den neuen zusätzlichen Leistungen profitieren will, sollte den Wechsel in ein neues Tarifmodell beantragen. Neumitglieder erhalten die Leistungen automatisch bei der Anmeldung.

Wer sich bereits für eine Kündigung entschieden hat, hat folgende Alternativen zum ADAC: den AvD, den europäischen Automobilclub (ACE) und Mobil.

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