Probst hört auf: Leoni steht vor einem Chefwechsel

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Probst hört auf: Leoni steht vor einem Chefwechsel

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Probst: Der Automobilzulieferer steht vor einer neuen Wachstumsphase.

Seit 2009 steht er an der Spitze von Leoni - 2015 will Klaus Probst das Ruder abgeben. Bis dahin hofft der 60 Jahre alte Manager noch einmal auf einen Höhenflug. Denn 2013 lief für den Konzern eher enttäuschend.

Der Automobilzulieferer Leoni steht im kommenden Jahr vor einem Führungswechsel. Vorstandschef Klaus Probst will bereits Ende Juni 2015 abtreten - vorher aber noch für einen Gewinnsprung des Unternehmens sorgen, kündigte der 60 Jahre alte Manager am Dienstag in Nürnberg an. Probst, der das Unternehmen seit 2002 führt, begründete sein Ausscheiden im Sommer nächsten Jahres mit seiner „persönlichen Lebensplanung“.

Er wolle sich in Absprache mit seiner Familie aus dem operativen Geschäft zurückziehen, sagte Probst. Sein Nachfolger stehe derzeit noch nicht fest. Den bisher von ihm mit verantworteten Industriebereich WCS werde er bereits im Juli dieses Jahres an das neue Vorstandsmitglied Frank Hiller (47) abgeben, kündigte der Leonie-Chef an.

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Zur Person

  • Klaus Probst

    Probst, 60, hat in Erlangen studiert. Seine Karriere startete der promovierte Chemie-Ingenieur 1980 in der Planungsabteilung der Großkraftwerk Franken AG. 1989 wechselte er als Werksleiter zu Leoni, 1997 wurde er Vorstand. Seit Juli 2002 ist er Vorstandsvorsitzender des Weltmarktführers bei Kabeln für die Autoindustrie.

Probst hofft allerdings, im letzten vollständigen Jahr seiner Amtszeit noch die ersten Früchte der von ihm angestoßenen Neuausrichtung ernten zu können. Nach einem „Übergangsjahr 2013“ sieht Probst den Hersteller von Kabeln und Auto-Bordnetzsystemen vor der „nächsten Wachstumsphase“. Bereits in diesem Jahr strebt der Manager bei einem Umsatz von 4,1 Milliarden Euro einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mindestens 200 Millionen Euro an.

Im Jahr 2013 war der Gewinn des weltweit operierenden Herstellers von Kabeln und Auto-Bordnetzen trotz eines Rekordumsatzes von 3,92 Milliarden Euro (plus 2,9 Prozent) um ein knappes Drittel auf 163 Millionen Euro gesunken. Neben Kosten von 21 Millionen Euro für die Neuausrichtung des Unternehmens hätten auch Vorleistungen für 16 neue Bordnetzprojekte den Leoni-Gewinn geschmälert. Belastet habe das Unternehmen zudem eine Altlastensanierung am Leoni-Traditionsstandort im mittelfränkischen Roth.

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Für die Zukunft will Leoni noch stärker auf den Automobilsektor setzen, nachdem der Industriesektor - vor allem in Europa - umsatzmäßig seit Jahren stagniert. Bis zum Jahr 2025 soll der Nürnberger Konzern 80 Prozent seines Umsatzes mit Lieferungen an Automobilhersteller machen; derzeit sind es 75 Prozent.

Zugleich strebt der Vorstand eine gleichmäßigere regionale Umsatzverteilung an: Statt bisher 67 Prozent soll das Europa-Geschäft künftig nur noch zu 40 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuern. 25 Prozent sollen in Amerika (jetzt 15 Prozent) und 35 Prozent (jetzt 17 Prozent)in Asien erwirtschaftet werden. Leoni ist bereits heute in 33 Ländern vertreten. Weltweit beschäftigt das Unternehmen knapp 62.000 Mitarbeiter, 4200 davon in Deutschland.

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